Lokalsport

Der Underdog verdient sich Respekt

Handball Für den VfL ist im Halbfinale um den HVW-Pokal Endstation – Gegner Laupheim holt am Ende den Pott.

Im Höhenflug zum Cup-Erfolg: Der HV RW Laupheim (hier im Halbfinale gegen den VfL) ist neuer HVW-Pokalsieger. Foto: Thomas Bocze
Im Höhenflug zum Cup-Erfolg: Der HV RW Laupheim (hier im Halbfinale gegen den VfL) ist neuer HVW-Pokalsieger. Foto: Thomas Boczek

Langenau. Der Traum vom Pokalcoup für den Underdog ist geplatzt: Die Bezirksligahandballer des VfL Kirchheim haben den Einzug ins Endspiel um den Verbandspokal nach einer 21:24 (8:10)-Niederlage gegen den Württembergligisten HV RW Laupheim verpasst, ernteten für ihren couragierten Auftritt im Final Four in Langenau jedoch den Respekt und die Anerkennung der Zuschauer.

Trost für den VfL: Gegner Laupheim war auch im Finale nicht zu stoppen und ist nach einem 33:25-Erfolg über die gastgebende HSG Langenau/Elchingen, die zuvor im Halbfinale den TSV Schmiden bezwungen hatte, neuer württembergischer Pokalsieger.

Da die Favoritenrolle auch dieses Mal wieder klar an den Kirchheimer Gegner ging, konnte der VfL erneut völlig befreit in die Partie gehen. Dass die Blauhemden sich durchaus Chancen ausrechneten, war von Beginn an zu spüren. Eine Laupheimer Führung glich der VfL bis zum 3:3 postwendend aus. Erst beim 6:3 konnte sich der Favorit erstmals absetzen. Doch die Teckstädter nutzten in der Folgezeit eine Überzahlsituation und konnten beim 6:6 erneut ausgleichen.

Bis zur Pause setzte sich das enge Spiel fort. Bemerkenswert war vor allem, dass die Blauen die Rot-Weißen mehrmals an den Rand des Zeitspiels brachten. Doch wie so oft in dieser Saison hatten die Kirchheimer in der Offensive Ladehemmung. So konnte Laupheim mit einem knappen 10:8-Vorsprung in die Pause gehen.

In der Kabine versuchte VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil, seine Mannschaft zu motivieren, nicht nachzulassen. Doch der Württembergligist kam bissiger aus der Kabine. Den VfL verließ nun im Angriff zusehends das Wurfglück. So konnte sich der Gegner beim 19:13 erstmals deutlicher absetzen.

Doch der Bezirksligist schlug sich tapfer und wähnte sich beim 19:22 nochmals in Schlagdistanz. Doch auch in dieser vorentscheidenden Phase ließ die Tecksieben erneut die nötige Konsequenz im Angriff vermissen und fabrizierte zu viele Fehlwürfe. Somit zog mit dem HV RW Laupheim am Ende nicht unbedingt die bessere, jedoch die in den entscheidenden Phasen abgeklärtere Mannschaft ins Finale ein. Dort landeten die Laupheimer gegen die HSG Langenau/Elchingen in einer bis zum letzten Platz besetzten Pfleghofhalle mit 33:25 überraschend deutlich den Pokaltriumph.

Ligaalltag in heimischer Halle

Für den VfL geht es am kommenden Samstag im ersten Bezirksligaheimspiel des Jahres auf Pflichtspielebene weiter. Gegner des Tabellenführers in der Walter-Jacob-Halle ist ab 19.30 Uhr der TSV Neckartenzlingen.jm

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