Lokalsport

Der VfL greift am Dreikönigstag nach der Pokal-Krone

Handball Die Kirchheimer gehen morgen in Langenau als klarer Außenseiter ins Final Four um den HVW-Pokal. Halbfinalgegner ist Württembergligist Laupheim.

Das beste Pferd im Stall: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil kann morgen auch auf Pokal-Toptorjäger Martin Rudolph bauen. Foto: Mar
Das beste Pferd im Stall: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil kann morgen auch auf Pokal-Toptorjäger Martin Rudolph bauen. Foto: Markus Brändli

Krönen sich Kirchheims Handballer am Dreikönigstag zu Pokalkönigen? Morgen Mittag treten die VfL-Ballwerfer den 70-Kilometer-Trip nach Langenau im Alb-Donau-Kreis an, um im Final Four um den württembergischen Verbandspokal die nächste Sensation anzugehen.

Nach vier Heimsiegen gegen übermächtig scheinende Gegner (siehe Infoartikel) müssen sich die Teckstädter in der Pfleghofhalle morgen erstmals in der laufenden Cup-Runde auswärts beweisen. Nach dem ersten Halbfinale zwischen Gastgeber HSG Langenau/Elchingen und dem TSV Schmiden um 13.30 Uhr folgt ab 15.30 Uhr die VfL-Partie gegen den HV RW Laupheim. Das Team aus dem Kreis Biberach belegt aktuell den zweiten Platz der Württembergliga Süd, was beim zwei Spielklassen tiefer angesiedelten VfL jedoch für keine schlaflosen Nächte sorgt. „Das ist keine Übermannschaft“, hatte Kirchheims Abteilungsleiter Uwe Hamann bereits vor Jahresfrist verlauten lassen.

Neben dem Ruf des Pokalschrecks spricht für den Bezirksliga-Spitzenreiter von der Teck vor allem die Defensivstärke: Mit 85 Gegentreffern kassierten die Kirchheimer in den bisherigen vier Pokalspielen mit Abstand die wenigsten Gegentore aller Final-Four-Teilnehmer. Allerdings wurden mit 106 eigenen Treffern auch am wenigsten Bälle im gegnerischen Tor untergebracht. Bemerkenswert: Mit 31 Treffern geht fast ein Drittel der VfL-Erfolge auf das Konto von Martin Rudolph, der damit auch Toptorjäger des laufenden Pokalwettbewerbs ist.

Ungeachtet dessen gehen die Laupheimer als Favorit in das Spiel, jedoch bringt diese Rolle auch den Druck des „Siegen müssen“ mit sich. Im Gegensatz dazu sind die Kirchheimer im Verbandspokal weiter gekommen, als es der größte Optimist je vermutet hätte, und können somit ganz befreit aufspielen.

Erfreuliche Randnotiz: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil wird für das Final Four das erste Mal in dieser Saison der komplette Kader zur Verfügung stehen - die Kirchheimer sind also bereit für die Mission (Im)Possible, bei deren Erfüllung ein lukratives Zubrot winkt: Der württembergische Pokalsieger qualifiziert sich direkt für die erste Runde der deutschen Amateur-Pokalmeisterschaft, deren Finale im Rahmen des DHB-Pokal-Final-Four am 6. Mai in Hamburg ausgetragen wird.

Schmiden in der Favoritenrolle

Als großer Favorit auf den Pokalsieg (Finale um 18 Uhr) wird jedoch der TSV Schmiden gehandelt, der es im ersten Halbfinale mit Gastgeber HSG Langenau/Elchingen zu tun bekommt. Die Schmidener belegen in der Württembergliga Nord hinter dem TV Bittenfeld II den zweiten Platz. Getragen wird das Spiel von einem zuverlässigen Angriffsspiel. Wie im Pokal stellt die Mannschaft von Trainer Henning Fröschle auch in der Liga die stärkste Offensive (445 Tore in 13 Spielen), sodass man sich in der Abwehr die eine oder andere Unachtsamkeit erlauben kann. dp/tb/pm

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: O. Latzel, Pisch - Pradler, Mikolaj, Rudolph, Böck, Merkle, Keller, Habermeier, Metzger, Schwarzbauer, S. Latzel, Real, Sadowski, Hamann

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