Lokalsport

Der VfL hat mit dem Nachbarn zwei Rechnungen offen

Fußball Zum Auftakt der Bezirksligasaison gastiert Kirchheim am Sonntag beim TV Neidlingen.

Straucheln verboten: Der VfL (links Samuel Bosler) und der TV Neidlingen (rechts Heiko Kölle) treffen zum Bezirksligaauftakt auf
Straucheln verboten: Der VfL (links Samuel Bosler) und der TV Neidlingen (rechts Heiko Kölle) treffen zum Bezirksligaauftakt aufeinander. Foto: Markus Brändli

Neidlingen. Die Party kann beginnen - und Musik ist schon drin. Am ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga duellieren sich am Sonntag unter anderem die Lokalrivalen TV Neidlingen und VfL Kirchheim. „Wir müssen uns nicht lange motivieren, wenn es gegen den VfL geht, alle wissen, was zu tun ist“, verdeutlicht Neidlingens Spielertrainer Patrick Kölle.

Die positiven Erinnerungen an die vergangene Saison helfen ihm dabei. 5:1 nahm der damalige Aufsteiger den Nachbarn im Hinspiel auseinander, im Rückspiel siegten die Neidlinger an der Jesinger Allee kaum weniger erstaunlich 2:0. Kölle gefällt die Konstellation, gleich am ersten Spieltag gegen den VfL ran zu müssen. „Konkret heißt das, gleich Vollgas zu geben, ohne großes Abwarten. Ich muss die Jungs eher einbremsen, damit wir nicht ein zu hohes Tempo gehen“, erklärt der kickende Coach. Defensivakteur Martin Kirschmann wird als einziger Neidlinger urlaubsbedingt fehlen.

Kirchheims Fußball-Boss Oliver Klingler erinnert sich unterdessen zwar ungern, aber durchaus noch genau an die zwei Schlappen des VfL gegen die Neidlinger in der vergangenen Saison. „Allerdings glaube ich, dass unser Team in dieser Saison noch fitter ist als damals, auch weil die Trainingsbeteiligung deutlich höher ist“, mutmaßt Klingler. „Zudem setze ich auf taktische Verbesserungen.“

Beim Teckbotenpokal trafen VfL und TVN jüngst im Halbfinale aufeinander - Kirchheim siegte 7:6 nach Elfmeterschießen. „Es wird in Neidlingen nicht einfach“, prophezeit Oliver Klingler, der nach der vergangenen Saison einen großen Umbruch im Kader erlebte. 15 Akteure gingen, 16 kamen. „Wir gehen diesen Weg und wollen mit vielen jungen Spielern und einigen routinierten Akteuren wieder oben mitspielen“, sagt der VfL-Funktionär vor dem Liga-Auftakt.

Die Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler/Hochwang startet in Nellingen in die neue Runde. Trainer Dieter Hiller gibt sich zuversichtlich. „Mit dem gesamten Verlauf der Vorbereitung bin ich zufrieden“, betont er, auch wenn Hiller das 4:1 vergangenen Samstag gegen Teckbotenpokal-Sieger und Landesligist TSV Weilheim nicht überbewerten will. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht an der Obergrenze, sind nach meinem Gefühl aber weiter, als noch zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr“, sagt Hiller.

In Nellingen soll mindestens ein Punkt geholt werden, wobei Hiller den Gegner mit Vorsicht betrachtet: „Nellingen hat eine famose Rückrunde gespielt, zudem haben sie einen neuen Trainer.“ Der gute Fitnesszustand und ein selbstbewusstes Auftreten sollen für die SGEH Zählbares bringen. „Sechs Wochen haben wir uns auf dieses Spiel vorbereitet, so viel Zeit hast du sonst nie“, betont Hiller, „deshalb ist die Vorfreude auf den Rundenstart groß.“ Florian Lenuzza und Dennis Oswald sind noch verletzungsbedingt Wackelkandidaten.

Aufsteiger SF Dettingen startet beim Vorjahresvierten FC Donzdorf ins Rennen. Beim SFD-Gegner ist Michael Schöffel im Sommer zum Chefcoach aufgerückt. Schöffel stand vor 15 Jahren im Tor des VfL Kirchheim beim DFB-Pokal-Spiel gegen Hannover (0:3). Am Sonntag kommt es in Donzdorf zum Wiedersehen mit Dettingens Co-Trainer Coskun Isci - im Pokalhit von damals als Jungspund für die Strategie im VfL-Mittelfeld zuständig.Reimund Elbe

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