Lokalsport

Der VfL verliert den Aufstieg aus den Augen

Turnen Die Kirchheimer Mannschaft muss am dritten Wettkampftag in Niedersachsen improvisieren und fällt als Vorletzter in der Gesamtwertung auf Platz drei zurück.

Feierte nach drei Jahren Wettkampfpause ein überzeugendes Debüt im Kirchheimer Dress: die 20-jährige Lory Fröchtling war punktbe
Feierte nach drei Jahren Wettkampfpause ein überzeugendes Debüt im Kirchheimer Dress: die 20-jährige Lory Fröchtling war punktbeste VfL-Turnerin in Buchholz.Foto: Georg Hrivatakis

Die Turnerinnen des VfL Kirchheim gehen als Tabellendritte ins Saisonfinale der dritten Bundesliga am 17. November in Potsdam. Mit einer nach Verletzungspech und Rücktritten deutlich veränderten Mannschaft kam der Aufstiegsaspirant aus Kirchheim am dritten von vier Wettkampftagen im niedersächsischen Buchholz über einen enttäuschenden siebten Platz nicht hinaus. Damit hat der VfL in zwei Wochen in Brandenburg nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. Den dürften die beiden punktgleichen Mannschaften an der Spitze, der SSV Ulm II und die TG Breisgau, unter sich ausmachen.

Lange Zeit herrschte im Kirchheimer Lager die Hoffnung, ein Team in Buchholz an den Start schicken zu können, das zumindest für einen Platz im Mittelfeld infrage käme. Am Ende blieb nur der vorletzte Platz, nachdem die Kirchheimerinnen zwischenzeitlich sogar auf Platz acht abgerutscht waren. Zwar absolvierten Lory Fröchtling, Katharina Goldammer, Maike Halbisch und die beiden Geschwister Nele und Maike Brey am Freitagabend ein erfolgreiches Podiumstraining. Doch am letzten Gerät, dem Schwebebalken, verletzte sich Maya Reichwald, Kirchheims Topscorerin am ersten Wettkampftag, und musste vorzeitig die Heimreise antreten.

VfL-Trainerin Michaela Pohl musste damit erneut improvisieren und konnte nur vier von fünf möglichen Turnerinnen am Sprung an den Start schicken. Entsprechend ernüchternd war das Ergebnis. Maike Halbisch musste einen leichteren Sprung wählen, Nele Brey brachte bei ihrem Drittliga-Debüt ihren Tsukahara nicht in den Stand. Hohe Wertungen vergaben die Kampfrichter lediglich für Katharina Goldammer und Lory Fröchtling, die nach drei Jahren Abstinenz mit einer starken Vorstellung auf die Bundesligabühne zurückkehrte.

Feuertaufe für Zwölfjährige

Eine harte Probe war der Wettkampf vor allem für die beiden erst Zwölfjährigen, Katharina Goldammer und Nele Brey, die an allen vier Geräten Verantwortung übernehmen mussten. Lichtblicke gab es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen trotzdem: Die 20-jährige Lory Fröchtling zeigte nur Schwächen am Balken und bot vor allem am Sprung und am Barren ein ausgefeiltes Programm. Katharina Goldammer durfte sich bei ihrer sicheren Balkenübung über eine neu ins Programm aufgenommene Akrobatikverbindung mit Flick-Flack und Salto freuen.

Nachdem beim Spitzenreiter SSV Ulm mit der Niederländerin Gusjee Majoor die stärkste Kraft krankheitsbedingt fehlte, war das Bild, das sich nach den ersten beiden Wettkampftagen bot, in Buchholz komplett auf den Kopf gestellt. Die Ulmerinnen landeten am Ende nur auf Platz vier. Die Spitzenplätze waren ständig umkämpft, ohne dass eine einzelne Mannschaft den Wettkampf dominiert hätte. Die drei Plätze auf dem Podium gingen diesmal an Tagessieger TG Breisgau, die damit in der Gesamttabelle nur hauchdünn hinter Ulm auf Platz zwei liegt, und an die Teams aus Herkenrath-Düsseldorf und Unterhaching. mp

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