Lokalsport

Dettinger sagen „Grazie“

Kreisligafußball Durch den 4:1-Sieg des AC Catania Kirchheim über den TSV Grafenberg ist den SFD der Bezirksligaaufstieg kaum noch zu nehmen. Von Reimund Elbe

Abklatschen: Die Kicker des AC Catania haben mit dem Sieg über Grafenberg nicht nur sich selbst entzückt. Foto: Markus Brändli
Abklatschen: Die Kicker des AC Catania haben mit dem Sieg über Grafenberg nicht nur sich selbst entzückt. Foto: Markus Brändli

Die Dettinger sind noch vorsichtig - zumindest beim Feiern. Gestern Abend saßen Fußballer und Funktionäre des Kreisliga A-Spitzenreiters nach dem 5:1-Auswärtstriumph in Schlaitdorf zwar zu späterer Stunde noch gemütlich am Dettinger Sportplatz beisammen. Abteilungsleiter Christian Renz sprach allerdings von einer „kleinen Feier“, schließlich sei man „trotz einem sechs Punkte Vorsprung „noch nicht definitiv durch“.

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Einen Gruß entrichtete der Funktionär an die Catania-Kicker. „Ein dickes Dankeschön für den Sieg über Grafenberg“. Der Kapitän des ärgsten SFD-Verfolgers aus Grafenberg nahm derweil verbal schon so etwas wie die Siegerehrung vor. „Es ist kein Titelrennen mehr, denn Dettingen hat in Schlaitdorf mit dem 5:1 sein Meisterstück gemacht und wird sich den Titel in den letzten beiden Saisonspielen nicht mehr nehmen lassen“, folgerte Sebastian Gugel aus den Ereignissen des 28. Kreisliga A-Spieltages.

Gestern ereilte die Kicker aus dem Landkreis Reutlingen durch die 1:4-Pleite beim AC Catania Kirchheim der wohl entscheidende Rückschlag im Titelrennen. Gugel: „Hut ab vor den Dettingern, sie wollten Meister werden und haben ihr Ziel nun erreicht.“

Mit dem AC Catania Kirchheim, mit nur noch einem Punkt Rückstand auf die Grafenberger, könnte es für den TSV Grafenberg noch eine zweite Spaßbremse aus der Teckregion geben. Restprogramm der Grafenberger: FV 09 Nürtingen II (A), TSV Jesingen (H). Die Kirchheimer Azzurri bekommen es zunächst mit den Jesingern in den Lehenäckern zu tun, ehe am letzten Spieltag gegen Dettingen der Punktrunden-Vorhang fällt.

Im Klassenerhalt-Krimi haben just die Jesinger sowie der TSV Weilheim II gestern die besten Geschichten in der Teckregion geliefert. Als einen „Befreiungsschlag“ titulierte folglich Jesingens Abteilungsleiter Peter Martsch den hauchdünnen 3:2-Sieg in Bempflingen. Den entscheidenden Treffer schoss sieben Minuten vor dem Abpfiff mit Veli Boz ein „Perspektivspieler“ (Martsch). Der Siegtorschütze kommt aus der TSVJ-Jugend, ist nach einer Zwischenstation bei den VfL-Junioren im Sommer 2017 wieder zum TSV Jesingen zurückgekehrt. Boz war erst sechs Minuten vor seinem Treffer für Christian Dangel eingewechselt worden. Die nun fixierten 35 Punkte könnten für den TSVJ zum Ligaverbleib reichen.

Der TSV Weilheim II zum Beispiel präsentiert sich gestern nämlich auch im Punktesammelmodus, hat jetzt 34 Zähler. „Die Jungs haben sich komplett reingehängt“, lobte Trainer Robert Walter, „mit einem weiteren Sieg müsste der Klassenerhalt geschafft sein.“

Frust statt Lust gab es nach einigen Erfolgserlebnissen im Wonnemonat Mai für die Fußballer des SV Nabern und TV Unterlenningen. Nabern ist nach dem 0:1 gegen die SpV 05 Nürtingen auf Relegationsplatz 13 zurückgefallen, der TV Unterlenningen (14.) auf den ersten Direktabstiegsplatz.

Der TVU setzte somit das erste von drei Heimspielen in Serie in den Sand. „Wir sind extrem niedergeschlagen“, berichtete Abteilungsleier Marc Schmohl nach der 2:3-Niederlage gegen den Tabellenfünften TSV Altdorf, jetzt müsse man sich „einfach wieder aufrichten“. Zu den bisher erreichten 31 Zählern sollten laut Schmohl gegen Raidwangen und die TSV Oberensingen II in Summe mindestens vier, wenn nicht gar sechs Punkte her.