Lokalsport

Die Annahme hält dem Druck nicht stand

Volleyball Der personalgeschwächte TTV Dettingen verliert sein Heimspiel in der Frauen-Regionalliga gegen den VfB Ulm mit 1:3 und rutscht auf Tabellenplatz vier ab.

Vergeblich gebaggert: Gegen Ulm hatten die Dettingerinnen in vier Sätzen das Nachsehen. Foto: Markus Brändli
Vergeblich gebaggert: Gegen Ulm hatten die Dettingerinnen in vier Sätzen das Nachsehen. Foto: Markus Brändli

Rückschlag für die Regionalliga-Volleyballerinnen des TTV Dettingen. Am zweiten Heimspieltag verlor das Team um Trainer Roland Hunger mit 1:3 gegen Aufsteiger VfB Ulm, der damit auch im dritten Spiel ungeschlagen bleibt.

Allerdings hatten die Dettingerinnen vor dem Duell in heimischer Halle große Personalsorgen. Marie Großmann plagte ein grippaler Infekt, Lyubka Sharalieva hatte sich im Abschlusstraining an der Hand verletzt. Libera Sina Nestel weilte noch im Urlaub und Katharina Koch klagte über Rückenprobleme. So nahm Hunger Nachwuchsspielerin Nadine Gere in den Kader.

In den ersten Satz starteten die Gastgeberinnen mit Mittelblockerin Heidi Kuhr und Maike Kehle auf Außen, Yasemin Pinar und Anika Herdtle im Mittelblock, Michaela Celeryn auf Diagonal sowie Clarissa Preuß im Zuspiel. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zu Beginn entscheidend absetzen. Bis zum 6:8 aus Dettinger Sicht entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, ehe Ulms Katharina Stückelmaier mit einer Elf-Punkte-Aufschlagserie den Satz entschied - nach gerade einmal 17 Minuten stand es 25:10 für den VfB.

TTV-Coach Roland Hunger reagierte, nahm im zweiten Durchgang Sabine Babinger ins Zuspiel und Clarissa Preuß auf die Annahme/Außen-Position - ein Wechsel mit Erfolg, konnten sich die Dettinger Mädels doch zunächst eine Führung erarbeiten. Doch erneut war es Katharina Stückelmaier, die die Ulmerinnen mit ihren Aufschlägen in Front brachte. Hunger versuchte in dieser Phase immer wieder, die Annahme durch die Hereinnahme von Lyubka Sharalieva als Libera zu stabilisieren. Doch weder diese Maßnahme noch die frühen Auszeiten halfen: Ulm holte sich den Satz mit 25:16.

Im dritten Durchgang, in dem für Dettingen Katharina Koch auf der Diagonalposition spielte, zeigte sich bis zum Stande von 16:16 das gleich Bild. Diesmal gelang es den Dettingerinnen allerdings, sich mit mehr Risiko im Aufschlag abzusetzen und den Vorsprung bis zum 25:18-Erfolg zu halten.

Wer nun im geglaubt hatte, die TTV-Mädels hätten sich im vierten Satz gefangen, sah sich getäuscht. Erneut konnte die Annahme den Ulmer Aufschlägen nicht standhalten. Zwar kämpften die Dettingerinnen 21 Minuten wacker, mussten sich am Ende jedoch klar mit 16:25 geschlagen geben.

Zeit zum Wundenlecken gibt‘s für die von Platz zwei auf vier abgerutschten TTV-Frauen reichlich: Nachdem die auf kommenden Samstag terminierte Partie gegen Heidelberg wegen deren Rückzug entfällt, sind die TTV-Frauen erst wieder am 29. Oktober im Einsatz. Dann wird der noch punktlose USC Freiburg in der Dettinger Sporthalle erwartet.cp

So spielten sie

TTV Dettingen: Babinger, Celeryn, Gere, Großmann, Herdtle, Kehle, Koch, Kuhr, Pinar, Preuß, Sharalieva

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