Lokalsport

Die Gruppe E als Wundertüte

Neidlingen und Ötlingen distanzieren AC Catania – VfL II mit Ladehemmung vor dem Tor

Dank eines überraschend deutlichen 4:1-Siegs über Bezirksligist AC Catania Kirchheim hat sich der TV Neidlingen den Sieg in der Gruppe E geholt. Lachender Dritter war hier der TSV Ötlingen, der sich unverhofft Platz zwei sicherte.

Kirchheim. Größte Überraschung in der Gruppe F: Der VfL Kirchheim II erzielte nach zuvor 13 Toren in zwei Spielen keinen Treffer. Am Gruppensieg änderte das 0:0 gegen den Türk SV Ebersbach, der damit ebenfalls ins Achtelfinale einzieht, freilich nichts mehr.

Anzeige

AC Catania Kirchheim – TV Neidlingen 1:4 (1:1): Um 14 Uhr läuten heute in Westerheim die Hochzeitsglocken für Neidlingens Fußball-Abteilungsleiter Marlon Lamour und ein Großteil der Neidlinger Spieler steht dabei Spalier. Nahezu zeitgleich muss der TVN beim Teckbotenpokal ran. „Wir werden aber natürlich eine Mannschaft stellen und einige junge Spieler einsetzen“, versicherte TVN-Spielertrainer Roland Schumacher, der selbst zu den Hochzeitsgästen zählt und damit heute an der Jesinger Allee fehlt. Gestern hatten die Neidlinger beim Sieg gegen den AC Catania nur vor der Pause Probleme, sicherten sich letztlich überraschend souverän den Gruppensieg. Mit entscheidend für die Wende beim gestrigen Erfolg: Neidlingens Akteur Christian Dangel traf Sekunden vor der Pause zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt zum 1:1. Tore: 1:0 Antonio Portale (26.), 1:1 Christian Dangel (30.), 1:2 Gottfried Binder (44.), 1:3 Niko Waldherr (48.), 1:4 Gottfried Binder (59.).

SGEH II – TSV Ötlingen 1:2 (0:1): Der TSV Ötlingen ist der lachende Dritte der Gruppe E. Der Absteiger aus der Kreisliga A gewann das abschließende Gruppenspiel gegen die SGEH II und sicherte sich noch Platz zwei. Beide Teams boten eine Partie auf schwachem Niveau. Erst in der 13. Minute hatte Ötlingens Christi Kieltsch die erste Möglichkeit des Spiels, schoss jedoch punktgenau auf SGEH-Schlussmann Patrick Werle. Neun Minuten später machte es Kieltsch besser und besorgte nach Querpass von Hayri Eren aus kurzer Distanz die Pausenführung. Der ­TSVÖ war in der Folge überlegen, ohne sich klare Torchancen herauszuspielen – Ausnahme war Birant Sentürks Kopfball, der kurz nach dem Seitenwechsel an den Pfosten tropfte. Sentürk sorgte schließlich in der 37. Minute für die Vorentscheidung, auch wenn Patrick Müller kurz vor dem Abpfiff aus dem Nichts noch der Anschlusstreffer gelang. Tore: 0:1 Christi Kieltsch (22.), 0:2 Birant Sentürk (37.), 1:2 Patrick Müller (56.).

VfL Kirchheim II – TSV Ebersbach 0:0

Der VfL quälte sich gegen kampfstarke Ebersbacher zu einem Remis und holte sich damit den Gruppensieg. Auffällig war, dass sich die Kirchheimer lediglich eine nennenswerte Torchance herausarbeiten konnten. In der an Höhepunkten armen ers­ten Halbzeit war jene Gelegenheit – Angreifer Jonathan Prinz fand in TSVE-Keeper Sahin seinen Meister – einziger sportlicher Höhepunkt. In der Schlussphase wurde die Partie etwas ruppiger. Die Ebersbacher kamen zu zwei guten Torgelegenheiten, doch in beiden Fällen wehrte VfL-Torwart Fabian Dörre mit starkem Reflex die knallharten Schüsse ab. Den Ebersbachern genügte das Remis, um in die nächste Runde einzuziehen. Gelb-Rot: Serkan Karacagen (53., TSVE).

TSV Wernau – TSV Holzmaden 1:2 (0:0): Dass es für den TSV Wernau im „Fernduell“ gegen den TSV Ebersbach noch um Platz zwei ging, merkte man der Elf vom Kehlenberg nicht an. Zwar war Wernau in der von beiden Mannschaften schwachen Anfangsphase noch die Aktivere, doch die einzige Torchance der ersten Hälfte hatte Holzmadens Simon Kunfalvi, der völlig frei stehend an Wernaus Torhüter Florian Wacker scheiterte. Nachdem sich beide Teams bis zur Pause an Harmlosigkeit überboten hatten, entwischte Thorsten Hoyer seinem Gegenspieler kurz nach dem Seitenwechsel und brachte den TSV in Front. Nach Kunfalvi’s 2:0 war die Luft raus aus der Partie – Wernaus Andreas Birgler betrieb sechs Minuten vor Ende nur noch Ergebniskosmetik. Tore: 0:1 Thorsten Hoyer (46.), 0:2 Simon Kunfalvi (39.), 1:2 Andreas Birgler (56.).