Lokalsport

Die höchste aller restlichen Hürden

VfL-Basketballer erwarten Söflingen zum vorentscheidenden Spiel um Titel

Der Countdown läuft: Rein rechnerisch brauchen die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim noch drei Siege aus fünf Spielen für Meisterschaft und Aufstieg. Am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) kommt der Tabellendritte TSG Söflingen – die höchste ­aller restlichen Hürden.­­

Wie Söflingen schlagen? VfL-Coach Kukiqi und sein Team feilen bereits am Matchplan. Foto: Markus Brändli
Wie Söflingen schlagen? VfL-Coach Kukiqi und sein Team feilen bereits am Matchplan. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Man könnte die TSG, die in dieser Saison erst vier Spiele verloren hat, getrost als „Team der Stunde“ in der Oberliga bezeichnen. Die letzten beiden Begegnungen gewannen die Ulmer Vorstädter 133:50 und 102:62. Abteilungsleiter Andreas Bobbe lässt sich davon aber nicht blenden. „Eriskirch und Tübingen waren kein Maßstab.“

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Der abgeschlagene Tabellenletzte Eriskirch musste auf mehrere Spieler seiner Kreisligatruppe zurückgreifen, Tübingen trat ebenfalls nur mit einer Rumpfmannschaft an: gerade mal sechs Spieler, darunter keiner aus dem Kader der Nachwuchsbundesligamannschaft. Bobbe ist sich der Schwere der morgigen Aufgabe beim Spitzenreiter auf jeden Fall bewusst: „Bei uns muss alles zusammenpassen, wenn wir in Kirchheim gewinnen wollen.“

Seit Jahresbeginn passt allerdings einiges zusammen bei der TSG, die weiterhin auf Relegationsplatz zwei schielt. Konkurrent Reutlingen hat allerdings zwei Punkte Vorsprung und das Hinspiel 78:59 gewonnen. Seit zur Jahreswende aber der 2,12-Meter-Riese Tim Altenbeck (19) aus Ludwigsburg dazu kam, ging nur das Auswärtsspiel in Konstanz 69:82 verloren. Dafür wurde in Böblingen (75:74) und gegen Tamm/Bietigheim (83:69) gewonnen.

Trainer Benni Gulde hat ein ausgeglichenes Team um Ex-Bundesligaspieler Christian Grosse (31) geformt, acht Spieler haben mehr als acht Punkte im Schnitt, gleich sechs können exzellent Dreier werfen. „Wenn unsere Schützen treffen, haben wir eine Chance“, glaubt Bobbe.

Genau das will Kirchheims Coach Bekim Kukiqi allerdings verhindern: „Söflingen hat einen starken Backcourt, aber wir wissen, wie man den stoppen kann und haben die Spieler dafür.“ Nach dem eher schwachen Auftritt in Rottenburg (90:83) am vergangenen Sonntag war Kukiqi mit dem Training in dieser Woche sehr zufrieden, schaut ohnehin nur auf seine Truppe: „Dieses Heimspiel ist der nächste, vielleicht wichtigste Schritt zum Titel. Ich bin davon überzeugt, dass alle im Team hundertprozentig konzentriert an diese Aufgabe gehen werden und wir unseren Fans wieder ein Spektakel bieten können. Wir freuen uns alle total auf dieses Heimspiel.“

Die Blessuren sind einigermaßen auskuriert. Wenn beim Abschlusstraining am heutigen Freitagabend nichts mehr passiert, stehen alle Stars einigermaßen beschwerdefrei zur Verfügung. Eine Woche später folgt noch der lange Trip zum fast sicheren Absteiger Eriskirch, bevor die Osterferien wieder einmal eine lange Spielpause von drei Wochen bis zum Heimspiel gegen den TV Konstanz bescheren. Rein rechnerisch könnte an diesem 2. April die Meisterschaft gefeiert werden – wenn am Samstag gegen Söflingen nichts schiefgeht.ut

VfL Kirchheim: Auerbach, Bekteshi, Gibbs, Kraft, Lawson, Pascucci, Scott, A. Sengül, E.  Sengül, Shabani, Strickland, Wanzke