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Lokalsport

Die Knights kündigen Konsequenzen an

Basketball Beim 69:87 gegen Jena ist erneut die schwache Reboundbilanz der Kirchheimer ausschlaggebend. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause soll es personelle Veränderungen geben.

Tyrone Nash beim Freiwurf: Einer der Erfahrensten im Kirchheimer Team blieb in Jena vor allem unterm Korb manches schuldig. Foto: Christoph Worsch

Die dritte deutliche Niederlage im dritten Saisonspiel: Für Kirchheims Zweitliga-Basketballer gab es auch am Samstag in Jena nichts zu holen. Die Knights unterlagen dem Favoriten und Aufstiegskandidaten deutlich mit 69:87. Trotz einer Leistungssteigerung im zweiten und dritten Viertel gibt vor allem die erneut erschreckend schwache Bilanz von 30:56 Rebounds den Verantwortlichen in Kirchheim zu denken. Das soll nun Folgen haben: Die sportliche Leitung der Knights fasst einen Personalwechsel ins Auge.

Dass der ehemalige Erstligist aus Jena ein schwerer Prüfstein sein würde, war klar. Zumal ohne Paul Giese, Tim Koch und Besnik Bekteshi die deutsche Rotation auf den Guardpositionen gesprengt war und die Knights erneut deutlich geschwächt ins Spiel gehen mussten. Knights Coach Igor Perovic musste also zum wiederholten Mal improvisieren. Allerdings fehlten auf der Gegenseite auch bei Jena mit Murphy und Herrera zwei zentrale Akteure.

Zu Spielbeginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Mit zunehmender Spieldauer kam jedoch das zentrale Kirchheimer Problem der letzten beiden Partien immer deutlicher zum Vorschein: das Rebounding. Jena sicherte sich nahezu jeden Abpraller und bekam deutlich mehr Wurfoptionen. Ein extremer Vorteil, den die Gastgeber zu nutzen wussten und damit schon früh zweistellig in Führung gingen. Nach dem ersten Viertel lagen die Ritter bereits mit 20:29 in Rückstand.

Die Gäste fingen sich danach, auch wenn Jena erfolgreich dagegen hielt. Immer wieder verhinderten die vielen Offensivrebounds, dass die Gäste den Rückstand entscheidend verkürzen konnten. Jena behielt so weiterhin die Kontrolle über das Spiel. Man sah den Rittern deutlich an, dass viel Verunsicherung im Spiel war und die Abstimmung in vielen Bereichen fehlte. In die Kabinen ging es beim Stand von 43:54.

In der Pause war klar: Nur mit einer stark verbesserten Defensive würden die Kirchheimer hier nocheinmal ins Spiel zurückfinden können. Der Wille war spürbar und das Auftreten war zu Beginn des dritten Viertels ein anderes. Plötzlich gab es Phasen, in denen die Knights dem Gegner überlegen schienen. Die Gelegenheit, in Führung zu gehen, ergab sich für die Gäste allerdings zu keinem Zeitpunkt. Immer wieder nutzte Jena Kirchheimer Fehler clever aus und zog angeführt von erfahrenen Kräften wie Brandon Thomas und Shaquille Hines, wenn es eng wurde, erneut davon. Die beiden Besten auf Seiten der Gastgeber lieferten beständig. Ihre Pendants auf Kirchheimer Seite, Richie Williams und Ty Nash, dagegen erwischten erneut keinen guten Tag.

Nur neun Punkte im Schlussviertel

Beim knappen Stand von 62:68 ging es in den Schlussabschnitt, in dem der Korb für die Knights wie vernagelt schien. Nur neun Punkte gelangen den Kirchheimern im letzten Viertel. Am Ende fiel das Resultat deutlich höher aus, als es lange Zeit den Anschein hatte.„Rebounding ist Einstellungssache. Das geht durch jede einzelne Position, und wir wurden auf jeder Position geschlagen,“ so die bittere Erkenntnis von Knights-Sportchef Chris Schmidt. „Wir haben in anderen Bereichen eine gewisse Entwicklung gesehen, aber wenn man so reboundet kann man kein Spiel gewinnen,“ meinte Schmidt. „Wir brauchen Jungs die vorangehen, und da muss von den erfahrenen Akteuren deutlich mehr kommen.“ In den nächsten Tagen soll es eine Veränderung im Kader geben. cs