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Lokalsport

Die Knights zittern sich zum ersten Saisonsieg

Basketball Die Kirchheimer Ritter haben ihren ersten zwei Punkte eingetütet. In der Nachspielzeit setzten sich die Knights am Samstagabend vor eigenem Publikum knapp mit 83:81 gegen Bochum durch.

Kayne Henriy war am Samstag mit 22 Zählern fleißigster Punktesammler für die Knights im Spiel gegen Bochum. Foto: Markus Brändli

Es ging eng zu am vierten Spieltag. Beide Mannschaften standen mächtig unter Druck. Und das war den Spielern auch anzumerken. Die vielen Zuschauer sorgten für Gänsehautstimmung, während sich auf dem Parkett von Beginn an ein Abnutzungskampf einstellte. Offensiv fehlte auf beiden Seiten der Rhythmus, und die Verteidigungslinien dominierten. Knights-Coach Igor Perovic startete mit Neuzugang Mitch Lightfoot, um die Rebound-Anfälligkeit der ersten Wochen zu beseitigen. Dies gelang nur unzureichend.

Die Bochumer dominierten in der ersten Halbzeit die Bretter und lagen nach dem ersten Viertel mit 18:16 in Führung. Auch das zweite Viertel verlief ausgeglichen und kampfbetont. Zur Halbzeit stand es 33:32 für die Sparkassenstars. Perovic ermahnte seine Spieler hellwach und fokussiert zu bleiben, und seine junge Mannschaft hörte auf ihn. Das Rebound-Verhalten wurde nun zusehends besser und der gegnerische Korb verstärkt attackiert. Die Ritter fanden einen guten Mix aus direkten Abschlüssen unter dem Korb und Würfen aus der Distanz. Lightfoot konnte mit einigen spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam machen. Der 25-Jährige erzielte in 17 Minuten Einsatzzeit zwölf Punkte und holte fünf Rebounds. „Der Wurf wollte noch nicht fallen, aber nach dreieinhalb Tagen so einzusteigen ist schon in Ordnung“, zeigte sich Sportchef Chris Schmidt zufrieden.

 

„Mitch hat ein gutes Debut abgeliefert
Chris Schmidt
Der Sportchef der Knights über den Neuzugang

 

Aber auch die Bochumer steckten nie auf und blieben im Spiel. Die Führung wechselte und die Teckstädter gingen mit 54:52 in das letzte Viertel. Während die Knights nun schwächelten, attackierten die Bochumer verbissen und setzten sich Punkt für Punkt ab. Das Spiel schien zu kippen. Perovic nahm eine Auszeit und wechselte durch. Dies schien zu funktionieren. Erneut kämpften sich Williams und Co. zurück, und fünf Sekunden vor Schluss beim Stand von 76:76 hatte Kayne Henry die Chance auf den Sieg, verlor jedoch den Ball beim Zug zum Korb. Es ging in die Verlängerung und hier übernahm nun der Kapitän die Kontrolle über das Spiel.

Williams dirigierte seine Mannen und suchte häufig den Abschluss. Die Ritter gingen in Führung und sahen 30 Sekunden vor Schluss schon wie der Sieger aus.Bochum hatte Ballbesitz. Die Defensive hielt und die Knights forcierten einen Ballverlust. Mehrere Spieler hechteten nach dem freien Ball und die Kirchheimer erkämpften sich diesen, verloren ihn jedoch direkt wieder und die Gäste hatten den letzten Wurf. US-Guard Garrison zog zum Korb, wurde dabei gefoult und verpasste den Wurf um Haaresbreite. Der Ball rollte einige Momente auf dem Korb, ging aber doch nicht rein. Ein Raunen zog durch die Sporthalle. Zwei Freiwürfe und noch eine Sekunde Spielzeit. Der Amerikaner stand nun unter enormen Druck, die Halle explodierte förmlich und Garrison verwarf. Das Spiel war entschieden. Ohrenbetäubender Jubel brandete auf. Die Erleichterung nach einem enttäuschenden Saisonauftakt war deutlich spürbar. „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und viel zu verbessern. Das Rebounding war heute deutlich verbessert, dafür die Freiwurfquote enorm frustrierend. Wichtig sind die zwei Punkte, an den anderen Dingen werden wir kontinuierlich arbeiten und uns hoffentlich stetig verbessern, aber für das Gefühl war es enorm wichtig zu gewinnen“, sagte Chris Schmid. cs