Lokalsport

Die längste Fahrt soll Früchte tragen

Basketball Die Kirchheim Knights reisen bereits am heutigen Donnerstag nach Hamburg, wo für den Tabellendritten morgen Abend das Duell mit den zehntplatzierten Towers ansteht.

Einige kleinere Steine dürften Michael Mai am späten Sonntagabend dann doch von Herzen gefallen sein. Soeben hatten die Mannen des Kirchheimer Trainers mit 93:90 gegen Paderborn gewonnen und dabei trotz schwacher Defensivleistung die vier Spiele andauernde Durststrecke ohne Sieg beenden können.

Doch wie so oft im Basketball halten Glücksgefühle nur wenige Tage, steht für die Kirchheimer doch bereits die nächste Aufgabe auf dem Programm. Diese führt den Rittertross nach Hamburg. Auf die weiteste Auswärtsfahrt der Saison begeben sich die Schwaben bereits am heutigen Donnerstag, um sich auf die Partie ideal vorbereiten zu können und Früchte in Form von Punkten einzufahren.

Mit dabei – aber ohne Einsatzchance – ist Forward Seth Hinrichs. Er hatte sich bereits vor dem Paderborn-Spiel einen Mittelhandbruch zugezogen und fällt noch einige Wochen aus. Ein schmerzlicher Verlust für die dünn besetzte Rittermannschaft. Gegen Paderborn fiel sein Ausfall nicht allzu sehr ins Gewicht, da auf der Gegenseite Morgan Grim, Kapitän und Center der Paderborn Baskets, ebenfalls pausieren musste.

Morgen treffen die Knights auf die Hamburg Towers, die insbesondere auf den Centerpositionen stark besetzt sind. Mit Rob Ferguson, Justin Raffington und Enosch Wolf stehen Trainer Attarbashi gleich drei erfahrene Spieler mit Gardemaß zur Verfügung. „Zone dicht machen“ müsste daher das Rittermotto lauten, wären da nicht die nicht minder starken Guards der Towers. Rodney Camphor wurde vor einigen Wochen nachverpflichtet. Gemeinsam mit Topscorer Anthony Canty (15,3 Punkte pro Spiel) leitet er die gefährlichen Angriffe der Hamburger ein. Auf den Flügelpositionen verstärken Marc Liyanage (kam von Alba Berlin) und DeAndre Landsdowne die Towers.

Obwohl dies alles klangvolle Namen sind, stehen die neu formierten Towers „nur“ auf Platz zehn der Tabelle. Viele Verletzungen und Erkrankungen schwächten den Kader bei nahezu jedem Spiel. „Hamburg hat einen toll besetzten Kader. Dass sie auf Platz zehn stehen, verwundert, aber sie hatten in der Vorrunde viele Probleme. Fast immer sind mehrere Spieler ausgefallen. Aber wenn sie komplett sind, halte ich sie für ein sehr starkes Team“, analysiert Knights-Coach Mai.

Das Hinspiel gewannen die Kirchheimer vor heimischem Publikum mit 72:59 deutlich. Die bis dato wohl beste Defensivleistung der gesamten Saison, abgerundet durch 20 Zähler von Jonathon Williams und 18 Zähler von Carrington Love, sorgte für Begeisterungsstürme beim schwäbischen Anhang. Eine ähnliche Leistung dürfte auch im Rückspiel vonnöten sein, wenn man die beiden Punkte mit in den Süden nehmen möchte.

Doch gerade hier krankt das Kirchheimer Spiel im Moment. „Wir spielen nicht unsere gewohnte Defensive. Gegen Paderborn hat uns eine außergewöhnliche Offensive gerettet. Darauf können und wollen wir uns nicht verlassen. Wir müssen uns in der Verteidigung deutlich steigern“, stellt Mai fest.

Begleitet werden die Korbjäger von einigen Fans, die es sich nicht nehmen lassen, ihre Ritter auch auf die längste Auswärtsfahrt der Saison zu begleiten. Spielbeginn der Partie ist am Freitagabend um 19.30 Uhr. Das Spiel wird per Livestream übertragen.cs

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