Lokalsport

Die Luft wird dünner

Volleyball Die Frauen des TTV Dettingen geraten in der Regionalliga nach der vierten Niederlage hintereinander langsam aber sicher in den Abstiegsstrudel.

Redebedarf: Die TTV-Volleyballerinnen geraten tabellarisch immer mehr ins Hintertreffen. Foto: Mirko Lehnen
Redebedarf: Die TTV-Volleyballerinnen geraten tabellarisch immer mehr ins Hintertreffen. Foto: Mirko Lehnen

Vierte Niederlage in Folge für die Dettinger Regionalliga-Volleyballerinnen. Nach der 1:3-Pleite beim TSV Burladingen rutschen die TTV-Frauen auf Platz sieben weiter Richtung Tabellenkeller. Die geplante Revanche für die 1:3-Hinspielschlappe ist damit ebenso misslungen wie der Start ins neue Jahr.

Dabei hatten die Dettingerinnen im ersten Durchgang lange mithalten können, beim 14:14 war die Partie noch ausgeglichen. Prunkstück an diesem Abend war die Annahme, die am Ende allerdings nicht zum Erfolg reichen sollte. Nach verheißungsvollen Zuspielen wurden die Angreiferinnen oft von der Blockreihe des TSV aufgehalten und konnten bis zum Satzende lediglich ein Break schaffen. Die Gastgeberinnen glänzten ihrerseits immer wieder mit technisch gut platzierten Angriffsschlägen auf die Longline-Positionen. Pech für den TTV: Gleich vier Blockberührungen auf Dettinger Seite wurden abgepfiffen - Satz eins war mit 16:25 verloren.

Im zweiten Durchgang hatte Trainer Roland Hunger die Strategie des Gegners erkannt. Nach einer entsprechenden Umstellung der Abwehr gingen etliche Ballwechsel an den TTV, der per 25:19-Satzgewinn ausgleichen konnte. Der dritte Durchgang verlief für die TTV Damen wie in Trance. Nachdem gleich zu Beginn alle Auszeiten genommen waren und der Wechsel von Resch gegen Celeryn auf der Diagonalposition vollzogen war, fanden die Dettingerinnen trotz guter Annahmeleistung nicht ins Spiel. „Der Ball ist wie von einer Gummiwand immer wieder zurückgekommen, irgendwann sind uns die Angriffsmöglichkeiten ausgegangen, und schlussendlich haben wir oft auch selbst den Fehler gemacht“, kommentierte Trainer Hunger den mit 6:25 deutlichen Satzverlust.

Nach diesem Einbruch dauerte es, ehe die Gäste wieder ins Spiel fanden. Der dezimierte Kader zwang den Trainer zu unorthodoxen Handlungen: Als Babinger die Spielgestaltung als Zuspielerin übernahm, wechselte Preuß auf die Außenposition. Diese Rochade trug Früchte, jedoch zu spät um den Satzverlust (18:25) noch zu verhindern.cp

TTV Dettingenr: Babinger, Celeryn, Herdtle, Kehle, Pinar, Preuß, Resch, Sharalieva

Im Pokal winkt der Kracher gegen Zweitligist Stuttgart

Bevor in der Liga am kommenden Samstag beim DJK Schwäbisch Gmünd die nächste Chance auf Punkte besteht, sind die TTV-Volleyballerinnen unter der Woche im Verbandspokal gefordert.

Im Viertelfinale des Wettbewerbs gastieren die Dettingerinnen am heutigen Mittwoch ab 20 Uhr bei der TG Biberach, aktuell Tabellenneunter der Oberliga.

Vor dem Hintergrund der momentan dünnen Personaldecke ein Spiel zur Unzeit, wenngleich TTV-Kapitänin Clarissa Preuß froh über die Spielpraxis ist. „So können wir unter Wettkampfbedingungen testen, was im Training mangels Personal oft nicht geht.“

Bei einem Sieg in Oberschwaben winkt den Schmetterkünstlerinnen aus der Schlossberggemeinde im Halbfinale ein attraktiver Gegner. Zweitligist Allianz MTV Stuttgart, der in seinem Viertelfinalmatch gegen den FV Tübinger Modell haushoher Favorit ist, würde dann nach Dettingen kommen.

Ein Spieltermin steht noch nicht fest, laut Verband muss die Vorschlussrunde jedoch bis 24. März ausgetragen sein. „Das wäre eine tolle Sache“, so Preuß.pet

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