Lokalsport

Die Mehrkampf-Asse stechen

Leichtathletik: Einmal Gold und zweimal Silber für Kreisathleten bei Jugend-DM in Bernhausen

Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Jugend in Bernhausen haben die Athleten des Kreises Esslingen ihren Heimvorteil optimal genutzt. Gold in der W15 ging an Leonie Neumann von der LG Filder, über Silber freuten sich Lea Riedel von der LG Esslingen bei den W14 und Manuel Eitel vom TSV Baltmannsweiler in der B‑Jugend.

Trotz für ihn eher schwachen 6,48 Meter im Weitsprung, hat sich Manuel Eitel vom TSV Baltmannsweiler den deutschen Vizemeisterti
Trotz für ihn eher schwachen 6,48 Meter im Weitsprung, hat sich Manuel Eitel vom TSV Baltmannsweiler den deutschen Vizemeistertitel im Zehnkampf der B-Jugend gesichert. Foto: Ralf Görlitz

Filderstadt. Bernhausens Fleinsbachstadion sah am Wochenende mit den deutschen Mehrkampfmeis­terschaften der B-Jugend und der Schüler A eine Veranstaltung auf Top-Niveau. Über 100 Kampfrichter und Helfer waren nötig, um die Teilnehmer präzise über die beiden Wettkampftage zu bringen. Die Meisterschaft dokumentierte deutlich, dass es die vielen kleinen Vereine in Deutschland waren, die ihre Athleten über die Qualifikationen zu diesen Titelkämpfen gebracht hatten und dort auch mit Engagement betreuten. Die Zuschauer erlebten deutsche Rekorde im Mannschafts-Neunkampf der M 14/15 und im Siebenkampf der W14/15. Die drei qualifizierten Mehrkampf-Asse des Kreises, Leonie Neumann (LG Filder), Lea Riedel (LG Esslingen) und Manuel Eitel (TSV Baltmannsweiler), stachen ausnahmslos.

Spannend war der Kampf im Siebenkampf der Klasse W15, in dem es keine klare Favoritin gab. Am Ende hieß die neue Deutsche Meisterin Leonie Neumann von der LG Filder/TV Nellingen. Über fünf Disziplinen hinweg lag das Mädchen von den Fildern hinter der Bayreutherin Larissa Knörl, die sich mit 13,10 Meter Kugel einen Vorsprung verschafft hatte. Die Wende kam jedoch im Speerwurf, in dem Neumann mit 39,69 Metern klar vor Knörl lag und mit genau vier Punkten Vorsprung in den abschließenden 800-Meter-Lauf ging. Knörl fiel hier auf Rang drei zurück. Leonie Neumann aber lief mit 2.32,89 Minuten eine starke Zeit und wurde damit Deutsche Meisterin der W15 mit 3 867 Punkten vor Lilly Endler (SC Neubrandenburg) mit 3 832 Punkten und Knörl mit 3 767 Punkten. Stark bei Neumann im Siebenkampf ihre persönliche Bestzeit über 100 Meter mit 12,90 Sekunden, es folgten 5,14 Meter Weitsprung, 11,56 Meter Kugel und 1,55 Meter Hochsprung am ersten Tag. Der zweite Tag begann mit glänzenden 12,08 Sekunden über 80 Meter Hürden, es folgten 39,69 Meter Speer und abschließende 2.32,89 Minuten im 800-Meter-Lauf.

Im Siebenkampf der W14 hatte Lea Riedel (LG Esslingen) mit Jannika Baarck (SC Neubrandenburg) eine übermächtige Gegnerin, die nicht zu bezwingen war und die mit 3 932 Punkten sogar noch über der Punktzahl der W15 lag. Riedel aber holte sich im spannenden Kampf um die Medaillen Silber mit 3 767 Punkten und damit die deutsche Vizemeisterschaft. Sie begann mit 13,06 Sekunden über 100 Meter, stieß die Kugel auf 12,56 Meter und war damit beste aller Teilnehmerinnen. Es folgten 5,10 Meter im Weitsprung und die persönliche Besthöhe von 1,61 Metern im Hochsprung. Dort verletzte sie sich jedoch am Knöchel, biss sich aber für den zweiten Wettkampftag durch. Hier begann sie mit 12,80 Sekunden über 80 Meter Hürden, obwohl sie an Hürde Nummer sieben fast gestürzt wäre. Es folgten 30,19 Meter Speer und die persönliche Bestzeit im 800-Meter-Lauf mit 2.38,23 Minuten zur deutschen Vizemeisterschaft.

Der Zehnkampf der männlichen B-Jugend sah mit dem Techniker Lenard Biere vom MTV Heide an der Spitze einen Klasse-Zehnkämpfer, der – wenn er noch am abschließenden 1 500-Meter-Lauf feilt – eine große Zukunft vor sich hat. Biere legte den Grundstein zum Zehnkampferfolg mit 7 269 Punkten vor allem mit seinen 17,38 Metern Kugel, 54,38 Metern Diskus und 1,93 Metern im Hochsprung.

Stark jedoch der Zehnkampf von Manuel Eitel im Dress des TSV Baltmannsweiler. Er kam mit 7 031 Punkten erstmals über die 7 000-Punkte-Marke und ganz sicher zur deutschen Vizemeisterschaft. Manuel Eitel begann mit der Tagesbestzeit über 100 Meter von 10,96 Sekunden, es folgten für ihn schwächere 6,48 Meter Weitsprung, dann 14,45 Meter Kugel und die persönliche Besthöhe von 1,90 Meter im Hochsprung. Mit 52,92 Sekunden über 400 Meter beschloss Eitel den ersten Wettkampftag. Der zweite Tag begann mit 14,79 Sekunden über 110 Meter Hürden, es folgten 43,25 Meter Diskus und 3,80 Meter Stabhochsprung. Den Speer schleuderte er auf 51,17 Meter und die 1 500 Meter absolvierte er in 5.06,83 Minuten.

Manuel Eitel wird beim TSV Baltmannsweiler von Sabine Dostal betreut, die von Landestrainern unterstützt wird. In Bernhausen bewies er mit dieser deutschen Vizemeisterschaft seine Mehrkampfklasse.

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