Lokalsport

Die Operation Punktesammeln ist gescheitert

Fußballszene Während Weilheim die Relegation vorerst abschreibt, ist der VfL eine Etage tiefer wieder im Rennen.

Weilheim. Fußballlandesligist TSV Weilheim hat keine gute Figur an diesem Spieltag gemacht - die Topteams aus Waldstetten und Heiningen dagegen schon. Während die Weilheimer von Trainer Chris Eisenhardt (Foto: Markus Brändli) 1:3 gegen Weilimdorf verloren, gewann Primus Waldstetten das Derby in Bettringen mit 4:2, während Verfolger Heiningen 3:1 auf dem Nürtinger Wörth siegte.

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„Der Blick nach oben ist ab jetzt tabu“, sagte Weilheims Co-Trainer Danell Stumpe nach der Pleite gegen Weilimdorf, „Ziel ist fortan, das Team zu stabilisieren und nicht ins Niemandsland der Tabelle abzurutschen.“

Vor heimischer Kulisse waren die Karten von Anfang an schlecht gemischt. „Wir haben mit einer Notelf gespielt“, klagte Stumpe. Weilimdorfs Torgarant Carmine Pescione war‘s freilich egal, gegen Weilheim steuerte er alle drei Treffer bei, was auch dem Gegner Respekt abnötigte. „Der war zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle“, so Stumpe. Das Rennen um den Relegationsplatz haben die Weilheimer nun erstmal aufgegeben. Sechs Punkte auf den kommenden Gegner Heiningen müssten erst einmal aufgeholt werden. Und im Mittelfeld ist es eng geworden. Der Tabellendritte aus Weilheim hat 21 Punkte, Weilimdorf steht auf Platz acht nur vier dahinter - da darf nicht mehr viel passieren. Doch mit einer Besserung der Verletztensituation ist bis zur Winterpause nicht zu rechnen. „Mike Tausch fehlt, Claudio Portale fehlt, Christoph Bauer fehlt - das sind unsere Torschützen“, klagt Stumpe.

Der VfL hat Blut geleckt

Im Bezirksligaderby zwischen der SGEH und dem TSV Neckartailfingen (1:1) standen die Keeper besonders im Fokus. „Beide Torhüter haben eine sehr gute Partie gemacht“, lobte SGEH-Trainer Dieter Hiller sowohl seinen Keeper, Florian Zapf, als auch TSVN-Schlussmann Marc Vogelmann. „Unterm Strich bin ich zufrieden“, sagte Hiller, dessen Team jedoch Platz drei an den VfL Kirchheim abgeben musste.

Dessen Verantwortliche haben nach dem 2:1 beim TSV Deizisau wieder Blut geleckt. Spielertrainer Markus Schweizer gibt das Ziel bis zur Winterpause: „Platz zwei. Da geben wir Vollgas.“ Der Tabellenzweite aus Oberensingen hat nur zwei Punkte Vorsprung. Die Relegation ist für Kirchheim also ein realistisches Ziel - auch mit akutem Stürmerproblem. Wie kann man beim VfL einen fehlenden Kai Hörsting ersetzen? „Im Endeffekt gar nicht“, weiß Schweizer, der große Hoffnungen auf Benedikt Petzet setzt, der gegen Deizisau den 2:1-Siegtreffer erzielte. „Vielleicht kann er die Lücke schließen“.

„Am Anfang hat‘s Spaß gemacht“

Teckverein Nummer drei, der TV Neidlingen, geriet gestern in Geislingen böse unter die Räder - „Das Ergebnis spricht für sich“, kommentierte TVN-Pressewart Robert Kuch das 0:7-Debakel in Geislingen. Dabei hatte sich Spielertrainer Patrick Kölle vor der Begegnung noch gefreut, in einem schönen Stadion gegen eine eingefleischte Mannschaft anzutreten - ob der Tabellenneunte in dem Torhagel wirklich etwas von der Szenerie hatte? „Am Anfang hat es schon Spaß gemacht“, so Kuch, „aber nach dem 0:3 war‘s damit vorbei.“ Selbst wenn sich durch die Niederlage an der Tabellensituation für Neidlingen nichts geändert hat, ein Lerneffekt sei laut Kuch da: „Wir müssen hinten wieder Ordnung reinbringen“, hat er erkannt.Sebastian Großhans