Lokalsport

Die Reise endet im Niemandsland

Turnen Den Aufstieg verpasst, vor dem Abstieg gerettet – nach einer Saison mit allen Höhen und Tiefen landet der VfL in der dritten Bundesliga auf Platz fünf.

Ein großes Talent als Unglücksrabe: Die erst zwölfjährigen Katharina Goldammer wurde am letzten Wettkampftag von den Kampfrichte
Ein großes Talent als Unglücksrabe: Die erst zwölfjährigen Katharina Goldammer wurde am letzten Wettkampftag von den Kampfrichtern für einen Fehler hart bestraft.Foto: Georg Hrivatakis

Nach unten sicher, nach oben ohne Chance: Für die Turnerinnen des VfL Kirchheim wurde der vierte und letzte Wettkampftag in der dritten Bundesliga zur undankbaren Aufgabe. Mit leisen Aufstiegsambitionen gestartet, landete das durch Abgänge und Verletzungen stark geschwächte Kirchheimer Team in der Potsdamer MBS-Arena abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zu verlieren hatte der VfL in Potsdam nichts. Nach den Plätzen eins und zwei beim starken Saisonstart war der Klassenerhalt schon früh gesichert. Nach einem vierten Platz im Vorjahr beendete der VfL die Saison als Fünfter. Den Aufstieg in die zweite Liga feierte die zweite Mannschaft des SSV Ulm, die sich mit 182,35 Punkten zum zweiten Mal in dieser Saison den Tagessieg vor dem TSV Unterhaching holte. Gerettet ist der TB Neckarhausen. Der bis dahin punktlosen TG Main-Rhein reichte ein starker fünfter Platz in Potsdam nicht zum Klassenerhalt.

Die Kirchheimerinnen, die nur zu fünft in Minimalbesetzung nach Brandenburg gereist waren, starteten nervös. Die erst zwölfjährige Nele Brey, die aus der Oberligamannschaft nachrücken musste und einen starken Vierkampf turnte, brachte als Starterin am Stufenbarren ihr Programm noch wie erwartet durch. Ungewohnt viele Fehler unterliefen im Anschluss dann ihrer 16-jährigen Schwester Maike. Lory Fröchtling, die mit 20 Jahren Erfahrenste im Team, und Maike Halbisch brachten ihre Mannschaft danach wieder auf Kurs, doch der nächste und entscheidende Rückschlag folgte: Die zwölfjährige Katharina Goldammer turnte im Eifer des Gefechts ein Element zu wenig und wurde dafür hart von den Kampfrichtern bestraft. Nach diesem Dämpfer lag das VfL-Team als Letzter auf Platz acht und schaffte es auch im weiteren Verlauf des Wettkampfes nicht mehr, Plätze gutzumachen - trotz einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung am Schwebebalken und durchweg guten Wertungen am Boden.

Tagessieg geht an Rumänin

Den letzten Durchgang am Sprung konnte der VfL dann ohne Druck angehen. Entsprechend sicher brachten alle vier Turnerinnen ihre Sprünge sicher auf die Matte. Nach ihrem Comeback war es Lory Fröchtling, die als Neunte der Einzelwertung Kirchheims beste Vierkämpferin war. Stärkste Turnerin in Potsdam war die Rumänin Ana-Maria Puiu im Dress des Aufsteigers SSV Ulm II. mp

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