Lokalsport

Die Ritter drehen zu spät auf

Basketball Die Kirchheim Knights verlieren ihr erstes Heimspiel im neuen Jahr gegen Karlsruhe mit 72:85 und geraten im Kampf um die Play-off-Plätze unter Druck.

Das Debüt des Neuen war verheißungsvoll: Tre Burnette machte trotz der Kirchheimer Niederlage gegen Karlsruhe einen guten Eindru
Das Debüt des Neuen war verheißungsvoll: Tre Burnette machte trotz der Kirchheimer Niederlage gegen Karlsruhe einen guten Eindruck. Foto: Tanja Spindler

Zehnte Niederlage im 18. Saisonspiel: Kirchheims Zweitligabasketballer haben nach der 72:85-Heimpleite gegen Karlsruhe bereits schon so oft verloren wie in der gesamten vergangenen Saison. Obwohl sich die Ritter nach schlechter erster Halbzeit nochmals fangen konnten und in Schlagdistanz kamen, beendete ein furios aufspielender Richie Williams die Hoffnungen der Kirchheimer auf einen Heimerfolg.

Die Knights waren ohne die verletzten Tim Koch und Brian Wenzel in die Partie gegangen. Dafür waren jedoch Neuzugang Tre Burnette, der aufgrund einer Erkältung nur eine Trainingseinheit mit seinen neuen Kollegen hatte absolvieren können, sowie die angeschlagenen Andreas Kronhardt (Nackenverletzung) und Corban Collins (Kniebeschwerden) dabei.

Wie bereits in einigen Spielen zuvor kamen die Knights nur schleppend in die Gänge. Leichte Fehler im Passspiel sowie Unkonzentriertheiten ermöglichten den Gästen einfache Punkte. Angestachelt durch die Heimniederlage gegen Kirchheim vor einigen Wochen setzte die Karlsruher Defensive den Rittern mit aggressiver Verteidigung zu und versuchte mit Schnellangriffen erfolgreich zu sein. Diese oft führten zu Distanzwürfen, die die Lions traumwandlerisch sicher verwandelten.

Mit einer 29:20-Führung für den Gast ging es in das zweite Viertel. Zwar fing sich die Abwehr der Teckstädter, doch das Spiel wurde insgesamt zerfahrener und härter. Viele knifflige Situationen und Unterbrechungen kennzeichneten das Spiel, und keines der beiden Teams fand einen Rhythmus. Dennoch behielten die Badener die Oberhand und erhöhten ihre Führung bis zur Halbzeitpause auf 50:34. Einziger Lichtblick aus Kirchheimer Sicht bis dahin war der Auftritt von Neuzugang Burnette. Der US-Amerikaner fand schnell ins Spiel und verwandelte seine ersten beiden Würfe. Zudem erledigte er in der Verteidigung seine Aufgaben konzentriert.

Mit entschlossener und deutlich aggressiverer Verteidigung kamen die Gastgeber zurück aufs Parkett und setzten nun den Karlsruhern zu. Justin Hedley übernahm die schwierige Aufgabe, den Point Guard der Gäste, Richie Williams, an die Kette zu legen und dies schien ihm für einige Minuten auch zu gelingen. Die Kirchheimer kämpften nun verbissen um jeden Ball. Zwei weitere Burnette-Punkte verkürzten den Rückstand auf 57:64. Die Ritter hatten die Möglichkeit weiter zu verkürzen, doch ein weiterer Ballverlust verhinderte das Comeback.

Stattdessen übernahm Williams. Die nächsten fünf Zähler gingen aufs Konto des ehemaligen Kirchheimer Publikumslieblings, der innerhalb der letzten Spielminuten insgesamt 13 Zähler erzielte und mit 25 Zählern am Ende Topscorer des Spiels wurde. Zwar versuchten die Teckstädter nochmals heranzukommen, doch Karlsruhe hatte nun seine Sicherheit wiedergefunden und fand häufig die passende Antwort.

„Wir haben in der ersten Halbzeit viele Fehler gemacht, die wir aus den ersten Saisonspielen kennen, aber eigentlich abgestellt hatten. Das war sehr enttäuschend. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann zurückgekämpft, aber dann wieder einige leichtsinnige Fehler gemacht, um das Spiel noch mal zu drehen. Entscheidend war jedoch die erste Hälfte“, analysierte Knights-Trainer Anton Mirolybov.

Nächste Ausfahrt Ehingen

Auf die Ritter wartet nun ein entscheidendes Auswärtsspiel. Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenschlusslicht nach Ehingen. Ein Sieg ist fast schon Pflicht, wenn man weiterhin im Kampf um die Play-off-Ränge mitsprechen möchte. Doch auch der Blick nach unten wird für Kirchheim und einige weitere Mannschaften wieder notwendig. Den Tabellensechsten und 13. trennen gerade einmal vier Zähler.cs

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