Lokalsport

Die SG bleibt kühl und abgezockt

Handball Lenningen verteidigt mit einem 32:26-Erfolg beim SV Vaihingen seinen zweiten Platz in der Bezirksliga.

Elf tore bei zwölf Versuchen: Robin Renz
Elf tore bei zwölf Versuchen: Robin Renz

Stuttgart. Die Anspannung vor der Partie war groß. Will die SG Lenningen tatsächlich den zweiten Platz, und damit die Aufstiegsrelegation, erreichen, darf sie kein Spiel mehr verlieren. Personell stand Peter Schmauk bis auf den verletzten Tobias Baumann der volle Kader zur Verfügung, auch wenn sich Kapitän Robin Renz im Abschlusstraining verletzte und angeschlagen in die Partie ging. Entsprechend ernst nahmen die Gäste ihre Aufgabe beim Tabellenachten aus Vaihingen.

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Dass sie Handball spielen können, bewiesen die Stuttgarter in der Anfangsphase. Bis zum 8:7 nach gut einer Viertelstunde gaben die Hausherren den Ton an, entwickelten viel Zug zum Tor. Vaihingens wurfgewaltiger Rückraum mit Speckmann und Höll stellte Lenningen vor Probleme. Die SG ließ viele Chancen ungenutzt und verwarf in den ersten zehn Minuten gleich zwei Siebenmeter. Mitte der ersten Halbzeit stabilisierten sich die Gäste jedoch und gingen mit dem 9:8 durch Max Bächle zum ersten Mal in Führung. Ein 3:0-Lauf kurz vor dem Pausenpfiff sorgte für eine beruhigende 16:11- Halbzeit-Führung.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufgehört hatte: In nicht einmal drei Minuten war die SG viermal erfolgreich und erhöhte damit auf 19:11. Vor allem Philipp Nebenführ war in dieser Phase kaum zu halten. Lenningen agierte äußerst kaltschnäuzig. Bestes Beispiel: Robin Renz, der mit zwölf Würfen elfmal erfolgreich war, oder Timo Haid, der mit fünf Ballkontakten vier Tore erzielte. Gleichzeitig ließ die Abwehr vor einem erneut starken Heiko Lamparter wenig zu. In der Schlussviertelstunde schaltete Lenningen einen Gang zurück. Dies gestattete den aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebern noch, auf 26:32 zu verkürzen.

Diese mannschaftlich geschlossene Leistung über weite Strecken des Spiels macht in Lenningen nun Hoffnung fürs Restprogramm. Zunächst empfängt die SG Lenningen im letzten Heimspiel am Samstag den TV Altbach, der im Abstiegskampf mit einem 30:29-Erfolg über den TSV Denkendorf ein dickes Ausrufezeichen setzte. Eine Woche später geht es dann zum schweren Auswärtskampf nach Denkendorf.

Spielstenogramm

SG Lenningen: Lamparter, Reichle, Bezold, Nebenführ (5), Rieke (2), Renz (11/6), O. Ringelspacher, Austen, Haid (4), L. Bächle (4), M. Bächle(1), Pisch (1), T. Trenkle(1), M. Trenkle (3)

SV Vaihingen: Hammerle, Schenker, Fischer, Höll (2), Speckmann (6/1), Hertfelder, Rommel (3), Raißle (1), Fischer (4), Haisch (7), Hummel (1), Baskaya(2)