Lokalsport

Die SGEH fordert Geislingen zum Gipfeltreffen

Fußball Die Bezirksliga-Kicker der SGEH haben noch den Aufstiegsrelegationsplatz zwei im Visier. Der VfL ist durch den Punkteabzug nahezu aus dem Rennen. Von Klaus-Dieter Leib

Schnelles Umschaltspiel und Offensivkraft sind die Stärken der SGEH.Foto: Markus Brändli
Schnelles Umschaltspiel und Offensivkraft sind die Stärken der SGEH.Foto: Markus Brändli

Zu einem wahren Gipfeltreffen kommt es am morgigen Sonntag in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Tabellendritten SGEH und dem Spitzenreiter SC Geislingen. „Das wird eine schwere Hausnummer“, sagt SGEH-Trainer Dieter Hiller. Nach der überraschenden 1:2-Niederlage im Nachholspiel beim FTSV Kuchen wird seine Elf nun versuchen, dem Spitzenreiter die zweite Saisonniederlage beizubringen. Für den SGEH-Übungsleiter stehen die Geislinger zu Recht ganz oben in der Tabelle: „Das ist die kompletteste Mannschaft mit dem besten Kader der Liga und keinem Schwachpunkt.“ Dennoch rechnet sich der Trainerfuchs durchaus Chancen aus: „Wir müssen nur unsere eigenen Stärken einbringen.“

Vor allem in der Offensive hat die Elf von der Berghalbinsel sehr hohe Qualität. Mit 63 erzielten Toren besitzt die SGEH den zweibes­ten Sturm der Liga. Das Herzstück seiner Mannschaft sieht Hiller allerdings im Mittelfeld, und hier wird sich für den 59-Jährigen auch die Begegnung entscheiden: „Wer das bessere Umschaltspiel hat, gewinnt.“ Einiges Kopfzerbrechen bereiten dem SGEH-Trainer die angeschlagenen Spieler. Große Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Marco Parrotta, Cosimo Attorre, Fabian Knöll, Dennis Oswald, Ingo Schäfer und Markus Kronewitter. Trotz allem hofft Hiller, dass der eine oder andere zum Einsatz kommen kann: „Jeder meiner Spieler freut sich auf dieses Spiel.“

Beim VfL ist der Wurm drin

Die Punkte sind weg. Das Spiel zwischen dem VfL Kirchheim gegen den FV Vorwärts Faurndau wurde mit 0:3 gewertet, weil die Teckstädter mit Waldemar Hechler einen Spieler einsetzten, der nicht auf dem Online-Spielberichtsbogen stand.

Trotz des Punktabzuges zeigten sich die Kirchheimer Spieler am Donnerstagabend beim TSV Obere Fils wenig beeindruckt und siegten mit 5:2. Der Kirchheimer Trainer Markus Schweizer war dennoch nicht zufrieden: „Es ist gerade der Wurm drin. Die einfachsten Dinge funktionieren nicht.“ Dass der VfL Kirchheim beim Tabellenschlusslicht überhaupt gewonnen hat, lag für Schweizer nicht an der eigenen Stärke, sondern lediglich an der Schwäche des Gegners. Mit drei Punkten weniger am grünen Tisch haben die Teckstädter jetzt nur noch minimale Chancen auf den zweiten Tabellenplatz.

Dennoch will beim VfL Kirchheim noch niemand aufgeben. „Wir müssen jetzt die nächsten drei Spiele gewinnen, dann sehen wir weiter“, fordert der VfL-Trainer. Am Sonntag im Heimspiel gegen den FV Neuhausen besteht für die Teckstädter allerdings Steigerungsbedarf, denn die Leistung vom Donnerstag wird zu einem dreifachen Punktgewinn nicht reichen. Betreut wird die Kirchheimer Elf ausnahmsweise von Frank Posch, denn Trainer Markus Schweizer ist familiär verhindert.

Der TV Neidlingen musste sich im Nachholspiel gegen den TSV Neckartailfingen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. „Wir waren in der zweiten Halbzeit klar besser und hatten Tormöglichkeiten für zwei Spiele“, meinte Neidlingens Abteilungsleiter Marlon Lamour. Die beiden Tore von Spielertrainer Patrick Kölle reichten nicht zum Sieg. Der TVN-Trainer ist mit 19 Toren zusammen mit Fatih Özkahraman von der TSV Oberensingen der beste Torschütze der Liga.

Am Sonntag hofft der TVN-Abteilungsleiter, mit einem Heimsieg gegen den FTSV Kuchen die restlichen Punkte für den endgültigen Klassenerhalt zu holen. Am Neidlinger Erfolg hat für Marlon Lamour der Trainer einen großen Anteil: „Es sind nicht nur seine Tore und spielerische Klasse, sondern vor allem seine außergewöhnlichen Leistungen neben dem Platz.“ Ein richtiger Glücksfall für die Verantwortlichen des TV Neidlingen.

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