Lokalsport

Die Stadt wurde übergangen

Zum Artikel „Das lange Warten auf den Startschuss“ vom 16. März

Mit „langem Warten auf den Startschuss“ kann man das Projekt Bike­park sehr gut schönreden. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Treffender ist die Aussage „Unfähigkeit bei der Stadt wie auch beim RSK“.

Im Artikel wird es so dargestellt, als ob der Bikepark am Schlossgymnasium mit lauter unverhofften Schicksalsschlägen zu kämpfen hatte - schlechtes Wetter, die bösen Behörden, ein plötzlicher Rohrbruch oder Streit unter den Nutzern. Solche Gründe sind ein schlechter Witz. In den knapp drei Jahren, die nun hinter dem Spatenstich liegen, sind trotz Regens und den gleichen Behörden beispielsweise in Plochingen und Dettingen ebenfalls Bikeparks entstanden - und das ohne große Berichte im Teckbote.

Warum gelingt es in den beiden Fällen, in Kirchheim aber nicht? Die Antwort muss wohl bei der Stadt und beim Verein Radsport Kirchheim zu finden sein. In dem Artikel kommt leider nicht die ganze Wahrheit heraus. Der plötzliche Rohrbruch und die damit verursachte Beschädigung des Catania-Fußballfeldes hat meines Wissens einen direkten Bezug zum Baugeschehen am Bikepark. Mit „Behörden-Ärger“ ist wohl eher eine Missachtung von Bauvorschriften und Umweltauflagen gemeint. Meines Wissens ist auch die schulische und öffentliche Nutzung des Geländes eine Bedingung für den Pachtvertrag mit der Stadt gewesen. Die Stadt wurde schlichtweg von Herrn Bosler übergangen. Diesem passte eine Anfänger-/Übungsstrecke rund um den eigentlichen Bikepark zur schulischen Nutzung (wie auch immer dies aussehen soll) einfach nicht ins Konzept. Somit wurde sie kurzerhand gestrichen. Man kann also gespannt sein, wie sich die Stadt und der RSK bei den ganzen Vorkommnissen und dem Vertragsbruch einigen werden.

Sven Carstens, Kirchheim

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