Lokalsport

Die Staffelbesten bringen sich in Position

Es gibt erste Antworten zu den Fragen um Ab- oder Aufstieg in den lokalen Fußballligen. So gelang dem AC Catania Kirchheim gestern ein großer Schritt Richtung Titelgewinn in der Kreisliga B, Staffel 6.

Kirchheim. Tatenlos mussten die Kicker der spielfreien Weilheimer „Zweiten“ miterleben, wie der ACC seinen Vorsprung in der Staffel 6 mit einem 2:0 bei den SF Dettingen II ausbaute. „Jetzt können wir mit fünf Punkten Vorsprung in den Hit am kommenden Donnerstag gehen“, frohlockte Catania-Sprecher Pasquale Martinelli vor dem direkten Duell gegen den Tabellenzweiten TSV Weilheim II in drei Tagen auf dem Kunstrasenplatz an der Jesinger Allee. Die um 20 Treffer bessere Tordifferenz ist derweil ein weiteres Plus für die Kirchheimer. „Dettingen war für uns eine wichtige Hürde, die wir nun genommen haben“, zeigte sich Martinelli über die optimale Punkteausbeute auf dem Sportplatz an der Bundesstraße 465 hocherfreut.

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Die Wiederkehr der Kirchheimer in die Kreisliga A, Staffel 2 rückt näher, die des VfB Neuffen als Spitzenreiter der Staffel 5 ebenso. Auf dem Weg zurück in alte Gefilde demütigte das Team von Markus Lude gestern Nachmittag den Erzrivalen TSV Kohlberg auf dessen Sportplatz mit 7:0. Dass dieser Triumph die ganze Miete im Aufstiegskampf war, bezweifelt allerdings VfB-Pressewart Lars Flammer. „Seit unserer überraschenden 2:3-Niederlage am 24. März beim TSV Oberlenningen II bin ich mit Prognosen vorsichtig geworden“, mahnt Flammer, „erst wenn wir am übernächsten Spieltag bei unserem Verfolger TSV Linsenhofen gewinnen, können wir wohl für die Kreisliga A planen.“

An einer Niederlage des TSVL gegen Neuffen wäre auch der TSV Ötlingen II brennend interessiert. Das Team von Dirk Heinemann setzte zwar gestern das intensive Punktesammeln fort – im Gegensatz zu den Neuffenern besiegte es den TSV Oberlenningen II mit 3:1 – doch der TSV Linsenhofen sammelt ebenso munter Punkte. Das heißt: Nur eine akute Linsenhofener Schwäche bringt die Ötlinger in der Schlussabrechnung auf Tabellenplatz zwei, verbunden mit der Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.

In der Kreisliga B, Staffel 4 hat unterdessen der neue Tabellenführer TSV Neckartenzlingen durch ein 4:1 beim bisherigen Spitzenreiter SV Aich seine Chance auf eine Kreisliga A-Rückkehr deutlich verbessert.

In der Kreisliga A steht die TG Kirchheim als erster Absteiger nun definitiv fest, zudem sind die Chancen des FC Frickenhausen II nach einer 0:7-Klatsche gegen den TSV Grafenberg fast auf den Nullpunkt gesunken. Grafenbergs Youngster Frieder Geiger sorgte dabei für den schnellsten Hattrick des bisherigen Kreisliga A-Saison. Erst in der Schlussphase eingewechselt, schoss der A-Junior binnen 200 Sekunden drei Tore am Stück. Tags zuvor hatte das Talent bereits für seine Jugendmannschaft vier der fünf Treffer beim 5:4 gegen den FC Esslingen markiert.

Im Rennen um den Aufstieg hat der VfL Kirchheim mit dem lauen 0:0 gegen den FV 09 Nürtingen II einen Rückschlag erlitten. Doch nicht nur das. „Mit Kai Hörsting wird ein weiterer Stürmer für den Rest der Runde ausfallen“, gab VfL-Spielertrainer Markus Schweizer geknickt bekannt. Es wird eng für den VfL angesichts der immer näher heranrückenden Dettinger.

Unterdessen hat die Turn- und Sportvereinigung Oberensingen mit einem 4:0 beim TSV Wernau die Bezirksliga-Rückkehr als A1-Meister so gut wie perfekt gemacht – zwölf Punkte Vorsprung und die um 26 Treffer bessere Tordifferenz gegenüber dem Tabellenzweiten TSG Esslingen sind ein dickes Polster für die restlichen vier Partien. Beim Nürtingen Traditionsklub, der 1956 und 1970 nur hauchdünn den Sprung in die damalige Erste Amateurliga Nordwürttemberg verfehlte, stehen mit Goran Popovic, Jarryd Schwarz und Gabriel Andrijevic auch in der Teckregion bestens bekannte Kicker in der Stammelf.

Des Weiteren klopft mit Ex-VfL-Trainer Stefan Haußmann als Coach mit dem TSV Obere Fils erstmals an die Bezirksliga-Tür. Gestern verteidigte der TSVO seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger FTSV Kuchen. Haußmann hat noch dieselbe Aufgabe wie VfL-Spielertrainer Markus Schweizer: Den Vorsprung erfolgreich über die Ziellinie retten.