Lokalsport

Die Talfahrt geht weiter

Tischtennis Der VfL Kirchheim bleibt auch im fünften Saisonspiel der Oberliga sieglos. Bei der TTG Neckarbischofsheim wäre jedoch mehr als ein 6:9 möglich gewesen.

Das Bild spricht Bände: Bei Simon Geßner und den VfL-Tischtenniscracks macht sich Ratlosigkeit breit. Foto: Genio Silviani
Das Bild spricht Bände: Bei Simon Geßner und den VfL-Tischtenniscracks macht sich Ratlosigkeit breit. Foto: Genio Silviani

Und wieder nichts: Tischtennis-Oberligist VfL Kirchheim hat bei der TTG Neckarbischofsheim aufopferungsvoll gekämpft, belohnte sich jedoch nicht. Am Ende bleibt eine 6:9-Niederlage und der letzte Tabellenplatz. Nach fünf Spieltagen wartet der VfL nach wie vor auf einen Sieg.

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„Heute war echt was drin“, haderte VfL-Kapitän Michael Klyeisen nach den beiden engen Fünf-Satz-Niederlagen im hinteren Paarkreuz von Patrick Strauch und Markus Holzer, die somit insgesamt ohne Einzelerfolg im in der Nähe von Sinzheim gelegenen Neckarbischofsheim geblieben waren. Gegen den bislang ungeschlagenen slowakischen Neuzugang Diko hatte im Vorfeld zwar wenig Zuversicht bestanden, jedoch erwarteten sich die beiden erfahrenen VfL-Akteure gegen den erst 15-jährigen Levin Rath mehr.

Dabei startete der VfL nach Plan. Das Spitzendoppel Geßner/Holzer agierte konzentriert gegen Frey/Rath, während Klyeisen/Strauch gegen Pavolka/Kacnik auch zunächst gut mithielten, dann aber verloren. Hohes Niveau wurde anschließend in einem packenden Match zwischen Gantert/Hummel und Diko/Oberster gezeigt, das die Teckstädter im Entscheidungssatz für sich entschieden und es somit mit einer 2:1-Führung in die Einzelpartien ging.

Dass im vorderen Paarkreuz die Trauben hoch hängen, ist keine Neuigkeit. Trotzdem legte Michael Klyeisen, nach seinem ersten Saisonerfolg aus der Vorwoche im Rücken, gegen Pavolk los wie die Feuerwehr und lag schnell mit zwei Sätzen vorne. Der Pole kam aber immer besser in die Partie und drehte das Match. Im zweiten Spiel machte es der Reichenbacher im VfL-Trikot noch besser, als er den Slowaken Kacnik mit seinen variablen Aufschlägen beim 3:0 entzauberte.

Nur abschnittsweise kann derweil VfL-Topspieler Simon Geßner sein Potenzial abrufen - er musste gegen beide Gastgeber jeweils im vierten Satz abgeben. Dem Holzmadener fehlt neben Selbstbewusstsein zurzeit auch ein klares Spielkonzept.

Grund zur Zuversicht bietet hingegen das mittlere Paarkreuz um Matthias Gantert und Klaus Hummel, die neben ihrem Doppelsieg auch im Einzel stark aufspielten. Während Hummel eine leistungsgerechte Punkteteilung gegen Frey und Oberster erreichte, blieb Gantert ohne Niederlage und bestätigte somit seine zuletzt aufsteigende Tendenz.

Wie das Resümee aussieht, ist freilich unklar: „Letztes Jahr haben wir hier mit 9:3 den Hintern vollbekommen, obwohl der Gastgeber ein schwächeres Team am Start hatte“, rätselt VfL-Routinier Klaus Hummel mit Blick auf die Tabelle, die jetzt nur noch in einer Richtung Platzierungsveränderungen bietet.kh

Spielstenogramm

TTG Neckarbischofsheim - VfL Kirchheim 9:6

Pavolka/Kacnik - Klyeisen/Strauch 3:1; Frey/Rath - Geßner/Holzer 0:3; Oberster/Diko - Gantert/Hummel 2:3; Pavolka - Klyeisen 3:2; Kacnik - Geßner 3:1; Frey - Hummel 3:2; Oberster - Gantert 1:3; Diko - Holzer 3:2; Rath - Strauch 3:2; Pavolka - Geßner 3:1; Kacnik - Klyeisen 0:3; Frey - Gantert 2:3; Oberster - Hummel 2:3; Diko - Strauch 3:2; Rath - Holzer 3:2

Noch drei Heimspiele bis zur Winterpause

Vier Spiele bestreiten die Kirchheimer noch bis zur Winterpause, drei davon in der heimischen LUG-Halle. Am 12. November gastiert die TTG Kleinsteinbach/Singen beim VfL, gefolgt von der TSG Ketsch (25. November). Bevor mit der Heimpartie gegen den TTC Gnadental die Hinrunde am 2. Dezember beendet wird, gastiert der VfL noch auswärts bei der Spvgg Gröningen-Satteldorf (26. November).tb