Lokalsport

Die Teckvereine wollen bei der Titelvergabe ein Wort mitreden

Tischtennis Vor dem Saisonstart in den lokalen Ligen am kommenden Wochenende setzen viele Klubs in der Region verstärkt auf die Jugend. Von Frank Duerr

Jugend forscht beim SV Nabern: Die Grünhemden setzen weiter auf Nachwuchskräfte wie Luca Hiller. Foto: Markus Brändli
Jugend forscht beim SV Nabern: Die Grünhemden setzen weiter auf Nachwuchskräfte wie Luca Hiller. Foto: Markus Brändli

Die Tischtennissaison 2017/18 beginnt am kommenden Wochenende, und viele Teckvereine machen sich berechtigte Hoffnungen, in den neu formierten Ligen vorne mitzumischen.

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Der VfL Kirchheim II zählt mit einem der besten Teams zu den Top-Favoriten der Landesliga. Zumal sich die Oberliga-Reserve über eine neue Nummer eins freuen darf. Markus Holzer führt die Truppe künftig an. Das Teckteam schob mit Sven Körner und Patrick Müller auch die Jüngeren nach oben und fördert damit den Konkurrenzkampf zwischen den Mannschaften. Diese Entscheidung ist nicht nur mutig, sondern vor allem folgerichtig. Körner und Müller spielten eine herausragende Rückrunde und sammelten kräftig Punkte.

Der SV Nabern setzt noch radikaler auf die Jugend. Luca und Yannic Hiller sind bereits gestandene Landesligagrößen, doch der junge Michael Goll (14) schiebt sich auf Platz sieben der ersten Herrenmannschaft und wird wohl öfter zum Einsatz kommen, sollte eine der Stammkräfte ausfallen.

Noch vor den Teckvereinen einzuordnen sind der TSV Oberbrüden und der TB Beinstein, die im Kampf um den Titel die besten Chancen haben.

Die neu formierte Landesklasse ist mit dem SV Nabern II und dem VfL Kirchheim III ebenfalls mit Teckvereinen bestückt, die ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitreden wollen. Zwar sind die TTF Neuhausen bei den meisten Mannschaftsführern als Meisterschaftsfavorit gesetzt, doch sind die Teckvereine exzellent aufgestellt. Kirchheim verstärkte sich mit Magnus Oppelland und wird von Routinier Axel Schorradt angeführt. „Wir wollen mit Spaß erfolgreich sein“, kündigt Teamsprecher Kai Thalheim an.

Um den Titel kämpfen Absteiger TSV Wendlingen II, Aufsteiger TSV Frickenhausen und die TTF Neckartenzlingen.

Auch im unteren Feld der Landesklasse wird es spannend. Gleich drei direkte Absteiger werden ausgespielt. Mit den Neuzugängen Michael Hohl und Christian Leopold (beide ehemals VfL Kirchheim) ist der TSV Frickenhausen vom potenziellen Absteiger zum Aufstiegsfavoriten avanciert.

In der Bezirksliga wird sich der TV Bissingen in Sachen Klassenerhalt wohl schwer tun. Als zweitschwächstes Team nach QTTR-Wertung müssen Gerhard Pollak und sein Team kämpfen, um das neu formierte Bezirksoberhaus halten zu können. Der VfL Kirchheim IV befindet sich dagegen nach Stärke im Niemandsland der Bezirksliga. Eine wirklich spannende Runde nach oben oder unten wäre eine echte Überraschung. Anders der TTC Notzingen-Wellingen, der als einer der Top-Favoriten der neuen Bezirksliga gilt. Der quirlige Nick Grimm kehrt in die erste Mannschaft zurück und könnte am vorderen Paarkreuz mit Norman Zinßer die Richtung vorgeben. Auch Oliver Rataj befindet sich in einer guten Verfassung.

Nicht zu unterschätzen ist auch der TSV Oberboihingen. Die Neuzugänge Kurt Kellner und Michael Kadura verstärken die ohnehin schon gut besetzte Truppe entscheidend.

In der Bezirksklasse (Gruppe eins) spielt der SV Nabern IV mit Hoffnungsträger Michael Klaiber. Der junge Leistungsträger ist eines der Toptalente aus der Naberner Kaderschmiede und zeigte jüngst beim Turnier in Aichtal ansehnliches Angriffstischtennis. Der SVN zählt neben der SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang, dem TTC Esslingen, dem TV Nellingen, dem SV Hardt und dem TTC Aichtal II als Titelanwärter.

In Gruppe zwei der Bezirksklasse sind viele Teckvereine vertreten. Am chancenreichsten steht der SV Nabern III auf dem Tableau. Fast alle Mannschaftsführer sehen die Spieler aus der „grünen Hölle“ am Ende der Saison vorn. Der TTV Dettingen, der VfL Kirchheim V und der TSV Jesingen müssen sich dagegen eher auf den Klassenverbleib konzentrieren.

Spielklassen erhalten die gleichen Namen

Neue Namen Zur besseren Vergleichbarkeit werden in allen Landesverbänden die Spielklassen ab sofort bundesweit die gleichen Namen tragen.

Im TTVWH betrifft dies vor allem die unteren Spielklassen. Die niedrigste Verbandsspielklasse trug bisher den irreführenden Namen Bezirksliga. In Zukunft werden die zugehörigen Mannschaften jedoch in der Landesklasse antreten. Die höchste Bezirksspielklasse wird folglich nun die Bezirksliga sein, die die Bezirksklasse ersetzt. Die beiden Kreisligagruppen hören fortan auf die Namen Bezirksklasse Gruppe 1 + 2. Die Kreisklassen A - D werden in Zukunft die Kreisligen A + B und die Kreisklassen A + B sein.

Zudem sollen die Kreisligen und -klassen des Bezirks stärker als bisher regional sortiert werden. „Wir wollen die Anfahrtswege der Vereine zu den Auswärtsspielen möglichst gering halten“, erklärte Thomas Jäger, Ressortleiter Mann­schafts­sport des Esslinger Bezirks. Während in den Gruppen 1 + 2 der vier Kreisspielklassen hauptsächlich die Vereine rund um Esslingen und von den Fildern vertreten sein werden, sind die Gruppen 3 + 4 den Kirchheimer und den Nürtinger Vereinen vorbehalten.mo