Lokalsport

Die Zwei an der Spitze belauern sich

Fußball-Kreisliga A2 Neidlingen darf sich keinen Ausrutscher erlauben, Dettingen hofft darauf.

„Neidlingen patzt noch:“ SFD-Coach Heiko Blumauer hat die Titel-Hoffnungen noch nicht begraben.Foto: Markus Brändli
„Neidlingen patzt noch:“ SFD-Coach Heiko Blumauer hat die Titel-Hoffnungen noch nicht begraben. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nur noch 180 Spielminuten trennen den TV Neidlingen vom Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga.Voraussetzung dafür ist das die letzten beiden Spiele am Sonntag beim FV 09 Nürtingen II und am Pfingstsamstag zu Hause gegen die Spvgg Germania Schlaitdorf gewonnen werden. „Noch viermal Training muss reichen“, gab der Neidlinger Spielertrainer Patrick Kölle seinen Spielern Anfang der Woche mit auf den Weg, denn Kölle hat keine Lust auf die Relegationsspiele. „Wir müssen beide Spiele gewinnen“, ist er überzeugt, „denn Dettingen wird keinen Punkt mehr abgeben.“

Seinen Optimismus zieht Kölle aus dem jüngsten 3:2-Erfolg gegen Grafenberg. „Das war unser bestes Rückrundenspiel“, meint er. Nun hofft der ehemalige Landesliga-Kicker, dass seine Mannschaft eng zusammenrückt und sich durch nichts mehr aufhalten lässt. Für die Begegnung beim FV 09 Nürtingen II muss der TVN-Trainer auf seinen Stürmer Lukas Pflüger verzichten, der sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu gezogen hat. Mit 37 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz hat die zweite Nürtinger Mannschaft den Klassenerhalt praktisch in der Tasche und kann gegen den Spitzenreiter befreit aufspielen.

Die Hoffnungen, dass die Sportfreunde doch noch als Tabellenerster durchs Ziel gehen werden, sind in Dettingen groß: „Ich habe den ersten Platz noch nicht abgehakt“, meint Trainer Heiko Blumauer. Auch der sportliche Leiter Thomas Beller ist zuversichtlich: „Ich rechne damit, dass Neidlingen patzt.“ Seit elf Spielen haben die Dettinger nicht mehr verloren. Das soll in den letzten beiden Begegnungen am Sonntag beim FC Nürtingen 73 und eine Woche später zu Hause gegen den bereits abgestiegenen VfB Neuffen auch so bleiben. Eine erneute Relegationsteilnahme träfe die Mannschaft hart. Schon im vergangenen Jahr gab es durch die Relegation so gut wie keine Sommerpause. Gegner FC Nürtingen 73 hat drei Punkte Rückstand auf den TSV Jesingen und kann sich nur durch einen Sieg weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt machen.

Obwohl der TSV Jesingen mitten im Abstiegskampf steckt, sehen die Trainer Stefan Haussmann und Gaetano Caruana dem Saisonfinale gelassen entgegen. „Wir haben den Vorteil, dass aus der Bezirksliga keiner in die A2 absteigt. Deshalb beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz sechs Zähler“, rechnet Haussmann vor. Der Relegationsplatz ist mit drei Punkten allerdings gefährlich nah. Auch dafür hat Haussmann eine Rechnung parat: „Wir holen einen Punkt beim TSV Altdorf und der Nürtingen verliert das Heimspiel gegen die SF Dettingen, dann sind wir gerettet.“ Verzichten müssen die Jesinger auf ihren Goalgetter Christan Dangel, der sich in der Partie bei der Spvgg Germania Schlaitdorf einen Bänderriss zugezogen hat.

Für die restlichen drei Teckvereine geht es in den letzten beiden Spielen um nichts mehr. Der SV Nabern will mit einem Auswärtssieg bei der Spvgg Germania Schlaitdorf den fünften Tabellenplatz verteidigen. Der AC Catania Kirchheim ist zu Gast beim TSV Grötzingen und der TSV Raidwangen empfängt den TSV Weilheim II. Die Gastgeber brauchen noch jeden Zähler für den Klassenerhalt.

Klaus-Dieter Leib

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