Lokalsport

Die zweite Liga ist zum Greifen nah

Turnen Mit einem 47:19-Heimsieg über den USC München haben die Drittligaturner des VfL Kirchheim das Ticket für das Aufstiegsfinale gelöst. Von Heiko Paul

Dass Kirchheim voll rockt, haben Marcus Bay und Kollegen gegen München eindrucksvoll bewiesen. Foto: Markus Brändli
Dass Kirchheim voll rockt, haben Marcus Bay und Kollegen gegen München eindrucksvoll bewiesen. Foto: Markus Brändli

Das erste Saisonziel ist geschafft: Die VfL-Turner haben sich mit einem überzeugenden Heimsieg für das Aufstiegsfinale am 7. Dezember in Oberhausen qualifiziert. Der USC München war für die Kirchheimer Turner im vorletzten Saisonwettkampf kein echter Prüfstein - obwohl aufseiten der Gastgeber eine ganze Reihe von Leistungsträgern wie Arne Halbisch, Daniel Lee oder Benjamin Leitner nicht dabei waren. Umso mehr war die Mannschaft gefordert, eventuell entstehende Lücken zu schließen. Schließlich wollte der VfL auch im letzten Heimwettkampf dem Publikum in der Raunersporthalle eine überzeugende Leistung bieten.

Dies gelang den Teckstädtern beim 47:19 auch eindrucksvoll. Damit haben sich die VfL-Turner auch die Chance auf den Meis­tertitel erhalten, um den es am kommenden Samstag gegen die bis dato ebenfalls verlustpunktfreie KTV Straubenhard II geht. Denn der Meistertitel berechtigt - wie auch der zweite Rang - nicht nur zum Aufstiegswettkampf. Der Erste darf gegen den Zweiten der 3. Bundesliga Nord antreten und hat damit eine deutlich einfachere Aufgabe. Aktuell bedeutet dies: Kirchheimer Gegner am 7. Dezember in Oberhausen wird das gastgebende Kunstturnteam Oberhausen sein. Als Absteiger aus der 2. Liga werden die Ruhrpöttler alles daransetzen, sich im Heimwettkampf gegen den Vertreter der Südliga durchzusetzen. Umso wichtiger wird aus VfL-Sicht also das kommende Wochenende mit dem Wettkampf gegen die KTV Straubenhard II.

Premiere an den Ringen

In der Raunersporthalle gegen den USC München gab es dieses Mal am Boden keinen Fehlstart. Manuel Halbisch holte die ersten drei Score-Punkte für Kirchheim. Manuel Hofmann und Marcus Bay waren mit ihren Gegnern auf Augenhöhe. Youngster Markus Neher hatte zwar die höchste Kirchheimer Wertung am Boden, traf aber auf den stärksten Münchner. Somit ging die Gerätewertung mit 3:2 nur knapp an den VfL. Dass Kirchheim zu Recht an der Tabellenspitze steht, bewies der zweite Auftritt von Henning Weise, Manuel Hofmann, Marcus Bay und Julian Hausch. 13:0 Score-Punkte zeigten ihre Klasse an diesem Gerät.

An den Ringen mussten Henning Weise, Manuel Hofmann, Marcus Bay und Julian Hausch einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Zum ersten Mal in dieser Saison holten sie eine Gerätewertung nicht nach Kirchheim. 8:8 Zähler bedeuten, dass die Punkte geteilt werden, nur ein Punkt quasi dem „Torverhältnis“ zugeschlagen wird, und nicht zwei, wie bei einem Gerätesieg.

Am Sprung dann wieder klare Verhältnisse, ebenso am Barren. Dort entschied Moritz Pohl gewohnt sicher das erste Duell für sich. Marcus Bay, ein Score-Punkt, und Julian Hausch, deren fünf, erhöhten auf 9:1 an diesem Gerät. Moritz Pohl war am Reck ebenfalls erfolgreich, sowie Nico Hofmann und Julian Hausch, bester Scorer dieses Wettkampfs.

47:19 Score-Punkte bedeuten zwar noch immer einen Klassenunterschied, aber es war der knappste Sieg des VfL Kirchheim in der laufenden Saison. Die 11:1 Gerätepunkte reichten aus, um an der Spitze zu bleiben, obwohl die KTV Straubenhardt II ihren Wettkampf gegen den Tabellenletzten, die TG Pfalz, mit 12:0 für sich entschieden hatte. Kann der VfL am Samstag auswärts in Bestbesetzung bei der KTV Straubenhardt II antreten, ist ein Sieg und damit die Meisterschaft durchaus drin.

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