Lokalsport

DLV plant mit nur zwei Titelkämpfen in der Halle

Leichtathletik Die deutschen Meisterschaften in Dortmund und die Mehrkampf-DM in Halle/Saale sollen stattfinden.

Corona lässt den Leichtathleten  wenig Raum,Symbolbild
Corona lässt den Leichtathleten wenig Raum,Symbolbild

Kirchheim. Die zweite Welle der Corona-Pandemie zwingt auch die Leichtathletik zu weiteren Einschränkungen. Die Planung der Hallensaison findet auf nationaler Ebene nur noch mit zwei Deutschen Meisterschaften statt, wie das Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Daher wird es lediglich mit den Deutschen Meisterschaften in Dortmund (20. und 21. Februar 2021) sowie der Mehrkampf-DM in Halle/Saale (30. und 31. Januar 2021) eine Hallensaison mit sehr eingeschränkten Teilnehmerfeldern geben. Der Beschluss wurde aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit derzeit verbundenen hohen Inzidenzzahlen in den einzelnen Bundesländern einstimmig getroffen, teilt der DLV mit.

„In vielen Landesverbänden finden keine Meisterschaften statt. Zudem ist der Trainingsbetrieb vor allem im Nachwuchsbereich nur begrenzt möglich, weshalb auch keine Chancengleichheit besteht. Die ursprünglich in Sindelfingen vorgesehene Jugend-DM wurde vom Württembergischen Leichtathletik-Verband zurückgegeben. Auch was die Hallen-DM mit Winterwurf im Seniorenbereich betrifft, gibt es keinen Veranstalter, der die Titelkämpfe ausrichtet“, teilt DLV-Präsident Jürgen Kessing mit. „Es gibt im gesamten Bundesgebiet behördliche Verordnungen, die derzeit aufgrund von Corona keinen Amateursport in der Leichtathletik zulassen und auch Übernachtungen komplett ausschließen. Deshalb wurde die Entscheidung für eine sehr stark eingeschränkte Hallensaison getroffen, um den Landesverbänden, den Vereinen und Sportlern rechtzeitig Planungssicherheit zu geben“, sagte Kessing weiter.

Die geplanten nationalen Meisterschaften in Dortmund sowie in Halle an der Saale, dienen den Aktiven auch bezüglich des Ranking-Verfahrens für die Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio. Dafür werden derzeit umfangreiche Hygiene-Konzepte erarbeitet, die in Abstimmung mit dem DLV-Veranstaltungsmanagement, den ausrichtenden Landesverbänden und dem medizinischen Kompetenzteam erstellt und anschließend bei den jeweiligen Kommunen eingereicht werden. Beide Veranstaltungen sind ohne Zuschauer geplant. pm

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