Lokalsport

Dolce Vita unterm Vulkan

Kreisligafußball Nach dem Sieg im Spitzenspiel in Grafenberg strotzt der AC Catania Kirchheim nur so vor Selbstvertrauen. Von Sebastian Großhans

Jubel beim AC Catania: Die Kirchheimer haben dem TSV Grafenberg die erste Saisonniederlage beigebracht.Foto: Ralf Just
Jubel beim AC Catania: Die Kirchheimer haben dem TSV Grafenberg die erste Saisonniederlage beigebracht.Foto: Ralf Just

Optimal gelaufen, besser als erwartet“, freute sich Pressewart Thomas Köhler vom AC Catania Kirchheim nach dem 3:2-Sieg seines Teams beim Kreisliga-A-Spitzenreiter TSV Grafenberg. Der Erfolg der Teckstädter unterm erloschenen Vulkan „Florian“ hat das Titelrennen in der A2 wieder spannend gemacht: Die Top-Teams trennt jeweils nur ein Punkt, das Mittelfeld beginnt mit dem TSV Oberboihingen erst neun Zähler hinter den drittplatzierten Sportfreunden Dettingen.

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Wie es an der Spitze weiter gehen wird, darüber war sich Thomas Köhler nach der Partie gegen Grafenberg sicher. „Platz zwei halten wir bis zur Winterpause“, verkündete er selbstbewusst. Aus den nun folgenden Derbys gegen den TSV Jesingen und Dettingen wollen die Catanesi mindestens vier Punkte mitnehmen.

Zu sicher dürfen sich die Kirchheimer aber nicht sein. Die SF Dettingen werden mit Elan angreifen, den sie nach ihrem „besten Saisonspiel“ (Abteilungsleiter Christian Renz) gewiss verspüren. Renz lobte die Mannschaft nach dem Sieg gegen Schlaitdorf und schwärmte vom 1:0 durch Tim Lämmle - was für die starke Leistung der Dettinger verantwortlich war, konnte Renz freilich nicht sagen. „Wenn ich das wüsste, würden wir jede Woche so spielen.“

Am anderen Ende der Tabelle will beim TV Unterlenningen einfach der Knoten nicht platzen. Kevin Rieke legte zwar das 1:0 vor, doch dann kam das „billige Slapstick-Tor“, wie TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl klagte. Wenige Minuten nach Riekes Treffer war der TSV Altdorf vor dem Gästetor und das Gestochere ging los. Mehrmals klärte die Lenninger Defensive, doch nie entscheidend. Zwei, drei Pressschläge folgten. Der Ball war immer noch im Spiel, und Altdorfs Dennis Stutz köpfte schließlich über TVU-Keeper Fabian Raichle hinweg. Von da an ging es abwärts bis zum 1:2-Endstand. „Obwohl Altdorf nicht überragend war“, so Schmohl, der den Spielern dennoch keinen Vorwurf machen will und nun auf die Regenerationszeit setzt. Am kommenden Spielwochenende hat der TVU frei, und das volle Lazarett wird bis zur Partie gegen die TSV Oberensingen II vielleicht etwas gelichtet.

Tief im Abstiegskeller lässt der SV Nabern weiter auf den ersten Sieg warten. Dabei hatte es gegen die SPV 05 Nürtingen anfangs noch gut ausgesehen. „Wir wollten unbedingt gewinnen. Bis zur 20. Minute hätte es 3:0 für uns stehen müssen“, sagte Spielleiter Axel Maier. Nach dem 2:2 holen die „Nullfünfer“ vorerst auf dem Relegationsplatz Luft, Nabern wartet weiter auf die Wende. Coach Marcel Geismann hat bis zur Winterpause ein zweistelliges Punktekonto anvisiert. Da fehlen noch sechs Punkte bei drei verbleibenden Spielen. Aber wer denkt, das Tabellenschlusslicht hätte sich aufgegeben, geht fehl. „Wir machen in der Winterpause eine gute Vorbereitung und eine sensationelle Rückrunde“, glaubt Maier.

Noch besser als bei Dettingens erster Mannschaft lief es für die „Zweite“ in der B6. Beim 13:1 ließ der Tabellendritte der SGEH II keine Chance. Viermal traf Elvis Besci. „Wir sind einfach froh um ihn“, sagt Coach Marc Kretschmer. Vier Tore erzielte aber auch Pascal Bischof. „Etwas untypisch“, kommentierte der Trainer mit einem Lachen, „der braucht normal viele Chancen.“ Mit der unerwartet guten Tabellenposition gehen die SFD recht cool um. „Der Kampf um die Spitze ist eigentlich nicht unser Saisonziel gewesen, aber was soll man machen.“