Lokalsport

Donzdorf kann kommen

Tischtennis-Verbandsliga: VfL nach 9:5-Sieg für Spitzenspiel gewappnet

Sechster Sieg im siebten Spiel: Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim steuert nach dem 9:5-Erfolg beim TTC Bietigheim-Bissingen weiter auf Kurs. Der Doppelspieltag kommendes Wochenende, bei dem der Tabellenzweite auch auf Spitzenreiter TG Donzdorf trifft, kann kommen.

Lagebesprechung: Nach dem Pflichtsieg in Bietigheim gilt die Konzentration von Michael Hohl, Michael Klyeisen und Patrick Strauc
Lagebesprechung: Nach dem Pflichtsieg in Bietigheim gilt die Konzentration von Michael Hohl, Michael Klyeisen und Patrick Strauch (v.¿l.¿n.¿r.) nun dem Spitzenspiel am kommenden Sonntag in Donzdorf. Foto: Genio Silviani

Bietigheim. Die Gastgeber aus Bietigheim stellen außer den beiden Routiniers, dem ehemaligen VfL-Recken Momcilo Bojic sowie Matthias Grünenwald am Spitzenpaarkreuz, das jüngste Team der Liga. Vor der Saison galt der TTC als einer der Abstiegskandidaten – davon konnte bei 7:7 Punkten vor Beginn der Partie gegen den VfL allerdings keine Rede mehr sein.

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Entsprechend konzentriert gingen die VfL-Doppel zu Werke – Simon Geßner/Matthias Gantert und Klaus Hummel/Michael Hohl setzten sich jeweils glatt in drei Sätzen durch. Michael Klyeisen/Patrick Strauch fanden nicht in die Partie und mussten ihren Gegenübern nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren.

Im Duell zwischen Bojic und Matthias Gantert gab es viele hochkarätige Topspin-Rallyes. Bojic setzte sich am Ende mit seiner Erfahrung durch und verkürzte für die Gastgeber auf 2:3. Besser lief es bei der Kirchheimer Nummer eins Simon Geßner, der sich klar in drei Sätzen durchsetzte. Im mittleren Paarkreuz gab es für die Teckstädter nach zwei hart umkämpften Partien und einem knappen Fünfsatzsieg von Patrick Strauch eine ebenso knappe Niederlage von Michael Klyeisen zu verbuchen.

Den Ausschlag für einen erfolgreichen Verlauf der Partie gab das hintere Paarkreuz, das ohne Niederlage blieb. Klaus Hummel wahrte mit zwei Siegen seine weiße Weste und schraubte seine Siegesserie auf 9:0. Michael Hohl konnte sich nach 2:9-Rückstand im ersten Satz zurückkämpfen und nicht nur den ersten Durchgang gewinnen. Am Ende wurde die Aufholjagd mit einem Fünfsatzsieg belohnt. Bojic war im Folgematch auch von Simon Geßner nicht zu besiegen, während sich Matthias Gantert in der zeitgleichen Partie gegen Grünenwald glatt durchsetzte. Patrick Strauch zeigte seine derzeit exzellente Form auch im zweiten Match und gewann gegen Rogler.

Klaus Hummel meinte nach seinem zweiten Sieg am Ende der Partie: „Damit haben wir unsere Hausaufgaben für das entscheidende Spiel kommende Woche gemacht.“ Am Sonntag gastieren die Kirchheimer (12:2) im „Hinrundenfinale“ beim Tabellenführer in Donzdorf (15:1), der allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto hat. „Da wollen wir beide Punkte entführen“, gibt Hummel die Marschroute vor.

Zuerst muss der VfL im letzten Heimspiel der Vorrunde am kommenden Samstagabend jedoch die Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht aus Steinheim erfolgreich bestreiten. Spielbeginn in der LUG-Halle ist um 18.15 Uhr.mh

„Spitzenspiel ist völlig offen“

Seit dieser Saison sind Sie nicht nur als Bundesliga- und slowakischer Nationaltrainer aktiv, sondern auch als Honorortrainer des VfL Kirchheim. Wie oft sind Sie in Kirchheim?

Matthias Landfried: Zum Donnerstag-Training in der LUG-Sporthalle komme ich regelmäßig. Da gibt es auf die Spieler abgestimmte Übungen und wir arbeiten in allen Bereichen und an Feinheiten. Ich bin ausschließlich für die Vorbereitung zuständig, als Coach bei den Spielen kann ich nicht dabei sein.

Der VfL muss am Wochenende im Gegensatz zu Titelrivale TG Donzdorf zwei Spiele binnen 24 Stunden bestreiten. Ein Nachteil vor dem direkten Vergleich am Sonntag?

Landfried: Das Spiel gegen Schlusslicht TSG Steinheim darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Nachteil der größeren physischen Belastung wird dadurch ausgeglichen, dass sich der VfL vor allem bei den Doppeln nochmals einspielen kann, da Donzdorf diesbezüglich etwas Vorteile hat.

Es ist das Duell des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten, das ab 14 Uhr in der Donzdorfer Sporthalle stattfindet – mehr Spitzenspiel geht nicht. Wie geht‘s aus?

Landfried: Dies ist eine jener Partien, über die man keinerlei Prognose abgeben kann. Das Spitzenspiel ist völlig offen und kann 8:8, 9:7 oder 7:9 enden. Donzdorfs hat mit Andriy Sitak aber eine überragende Nummer 1, die bislang ungeschlagen ist und nur schwer zu bezwingen sein wird.