Lokalsport

Doppelt so lange laufen zahlt sich aus

Leichtathletik Alexander Niemela von der LG Teck wird bei der Jugend-DM in Sindelfingen Siebter über 3 000 Meter.

Alexander Niemela. Foto: Carsten Riedl

Sindelfingen. Alexander Niemela von der LG Teck hat bei den deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Sindelfingen mit dem siebten Platz über 3 000 Meter der U20 überzeugt. Eigentlich wollte der 18-Jährige aus Ochsenwang über 1 500 Meter starten, zumal die Chancen auf eine Medaille gar nicht so schlecht standen. Niemelas Bestzeit von 4.03,00 wäre die viertschnellste Finalzeit gewesen. Doch wegen eines grippalen Infekts in der Vorwoche wollte sich Niemela einen Tag länger schonen und meldete kurzfristig für die 3 000 Meter. Da jedoch auch andere Läufer auf die längere Distanz umstiegen, fiel der Vorlauf über 1 500 Meter am Samstag aus. „Wenn ich gewusst hätte, dass es nur den Finallauf am Sonntag gibt, wäre ich natürlich auf meiner Lieblingsstrecke an den Start gegangen“, so ein leicht enttäuschter Niemela.

Doch das Aushängeschild der LG Teck lief die 15 Runden über 3 000 Meter taktisch gut. Erst als der spätere Sieger Elias Schreml (LG Olympia Dortmund/8:33,48 Minuten) das 15 Läufer starke Feld drei Runden vor dem Ziel auseinanderriss, musste Niemela abreißen lassen. Auf der Zielgeraden machte er dann noch einen Platz gut, sodass er am Ende Siebter in neuer persönlicher Bestzeit von 8.45,61 Minuten wurde.

Pleiten, Pech und Pannen

Alisia Freitag (TSG Esslingen) verpasste über 800 Meter der weiblichen U20 nicht nur das Finale, sondern auch eine mögliche Medaille. In einem taktisch geprägten, jedoch langsamen Vorlauf wurde Freitag in 2.20,40 Minuten wegen zwei Hundertstelsekunden nur Dritte. Da diese Zeit nicht für den Endlauf reichte, fand das Finale am nächsten Tag überraschend ohne die Mitfavoritin statt.

Keinen guten Tag hatte auch Lena Stäbler (LG Filder), die im Weitsprung mit 5,59 Metern (Bestleistung 5,99) nur auf dem 18. Platz landete. Für das Finale der besten acht hätte Stäbler 5,83 Meter springen müssen.

Lauria überzeugt mit dem Diskus

Auch bei den parallel im Sindelfinger Floschenstadion ausgetragenen deutschen Winterwurfmeisterschaften lief es für die Kreisathleten durchwachsen. Mit einem Fauxpas endete für Aileen Kuhn aus Wendlingen (LAZ Ludwigsburg) das Hammerwerfen der U18. Die WLV-Rekordhalterin der W15 (54,35 Meter) setzte alle drei Versuche außerhalb des Sektors.

Besser machte es Tizian-Noah Lauria (LG Filder) im Diskuswerfen der U18. Mit 50,33 Metern steigerte der 16-Jährige seine Bestleistung um 1,76 Meter und wurde Achter. Es siegte Matteo Maulano (LAC Chemnitz/57,42) vor Florian Händle (LG Region Karlsruhe/56,08).Martin Moll

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