Lokalsport

Drei Schritte bis ins Ziel

Der AC Catania Kirchheim vor dem ersten Relegations-Duell um den Aufstieg in die Kreisliga A

Im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A trifft B-Ligist AC Catania Kirchheim morgen Abend in Neckartailfingen (18 Uhr) auf den Vertreter der Kreisliga B, Staffel 5, den TSV Linsenhofen.

Vor dem morgigen K.o.-Spiel Respekt verschafft: Gegner TSV Linsenhofen hat den Sieg des AC Catania (rot-weiße Trikots) am Sonnta
Vor dem morgigen K.o.-Spiel Respekt verschafft: Gegner TSV Linsenhofen hat den Sieg des AC Catania (rot-weiße Trikots) am Sonntag in Owen vom Spielfeldrand aus verfolgt.

Kirchheim. In diesem ersten von drei möglichen „Endspielen“ um den Aufstieg gibt es keinen klaren Favoriten. Beide Trainer halten sich bedeckt und haben eigentlich schon mehr erreicht, als dies vor der Saison zu erwarten war. Als Michel Forzano den AC Catania Kirchheim nach fünf Spieltagen als Spielertrainer übernahm, stand die Mannschaft mit sechs Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Danach legte der ehemalige Verbandsligaspieler mit dem ACC eine beeindruckende Serie hin: In 21 Begegnungen gaben die Kirchheimer nur noch drei Punkte ab – beim 1:2 gegen den späteren Meister TV Neidlingen. Dass Forzanos Elf die Saison als Tabellenzweiter beendete, gehört zu den Überraschungen in dieser Liga. Schließlich hatten die Kirchheimer Italiener mit dem TSV Owen, dem TSV Ötlingen und zumindest noch bis zur Winterpause auch mit dem TSV Ohmden starke Konkurrenten. Im ersten Relegationsspiel gegen den TSV Linsenhofen, ist Forzano überzeugt, kann seine Mannschaft gegenüber dem 2:1-Sieg am Sonntag gegen den TSV Owen noch eine Schippe drauflegen: „Wir müssen versuchen, mehr Ballbesitz zu bekommen, um den Gegner besser zu kontrollieren. Zudem müssen wir unsere Torchancen einfach besser nutzen.“

Gegen Linsenhofen kann der Catania-Coach aus dem Vollen schöpfen. Zwar sind einige seiner Spieler nach dem intensiven Kampf am Sonntag in Owen etwas angeschlagen, doch der Trainer ist überzeugt, dass im bisher wichtigsten Spiel des Jahres jeder noch einmal auf die Zähne beißen wird.

„Die Relegation ist eine Zugabe. Die abgelaufene Saison war schon ein Riesenerfolg“, sagt Linsenhofens Trainer Carlo Greco. Der konnte den kommenden Gegner am Sonntag in Owen eine Halbzeit lang beobachten. Seine Mannschaft deklassierte zuvor an selber Stelle die zweite Garnitur des TSV Owen mit 10:1. Dass seine Spieler durch den Kantersieg überheblich werden könnten, glaubt Greco allerdings nicht: „Wir stehen unter keinerlei Druck. Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als wir es vor Saisonbeginn erwartet haben.“

Der AC Catania ist für die Linsenhofener Mannschaft, die das Spiel am Sonntag mitverfolgte, alles andere als ein Wunschgegner. „Ich und viele meiner Mitspieler hätten lieber gegen den TSV Owen gespielt“, sagt Linsenhofens Routinier Antonio Portale. Auf den 44-Jährigen, der schon für den VfL Kirchheim auf Torejagd ging, hält sein Trainer große Stücke: „Die Einstellung von Toni ist vorbildlich“, sagt Carlo Greco. „Wenn jeder meiner Spieler mit der gleichen Einstellung zu Werke geht, gewinnen wir das Spiel.“ Egal, wie die Partie morgen Abend in Neckartailfingen ausgehen wird: „Für meine junge Mannschaft wird es eine wichtige Erfahrung sein“, sagt Greco.

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