Lokalsport

Drei Teckteams vor der Nervenprobe

Kreisliga A 2: Holzmaden, die TG und Weilheims „Zweite“ brauchen am letzten Spieltag Punkte

Noch sechs Mannschaften kämpfen am letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga A 2 um den Klassenerhalt. Aus der Teckregion müssen mit der TG Kirchheim, dem TSV Weilheim II und dem TSV Holzmaden gleich drei Teckteams bangen. An der Spitze ist schon alles klar: Meister SGEH steigt auf, der TSV Jesingen muss in die Relegation.

Bloß kein Nervenflattern auf der Zielgeraden: Der stark gestartete TSV Holzmaden muss am letzten Spieltag noch bangen.Foto: Deni
Bloß kein Nervenflattern auf der Zielgeraden: Der stark gestartete TSV Holzmaden muss am letzten Spieltag noch bangen.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Beim TSV Holzmaden, der momentan den Abstiegsrelegationsplatz einnimmt, hat Trainer Heiko Blumauer schon mal den Rechenschieber herausgeholt: „Im schlimmsten Fall könnten wir auch mit einem Sieg gegen den TV Unterlenningen auf dem Relegationsplatz bleiben.“ Dass die Blumauer-Elf noch in akute Abstiegsnot geraten könnte, damit hatte nach der guten Vorrunde, nach der die Holzmadener mit 21 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz standen, nun wirklich niemand gerechnet. In der Rückrunde hat die Mannschaft bisher nur neun Zähler geholt, so wenig wie kein anderes Team der Liga. „Meine Spieler sind in den entscheidenden Spielen zu nervös und lassen nach einem Rückstand schnell die Köpfe hängen“, nennt Blumauer gleich zwei Gründe für die Krise.

Dass der inzwischen gerettete TV Unterlenningen am letzten Spieltag die Zügel schleifen lassen könnte, darauf will Blumauer nicht vertrauen: „Timo Reinhofer wechselt nächste Runde bekanntlich zum TSV Weilheim II. Deshalb kann er seinem neuen Verein Schützenhilfe leisten.“ Nur ein dreifacher Punktgewinn gegen den Tabellenletzten TV Bempflingen reicht der zweiten Weilheimer Mannschaft für den Klassenerhalt. Trainer Timo Ascherl hat allerdings keine Furcht, dass etwas schiefgehen könnte: „Wir werden ein schlagkräftiges Team beisammen haben.“ Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ascherl mit der einen oder anderen Verstärkung aus dem Landesliga-Kader wird rechnen können, denn alle Spieler unter 23 Jahren sind auch für die zweite Mannschaft spielberechtigt. Auch dann, wenn sie unter Umständen einen Tag zuvor in der Landesliga gespielt haben. Nach drei Siegen in Folge haben die Gäste aus Bempflingen allerdings nur mit einem Auswärtssieg noch theoretische Chancen auf den Nichtabstieg. Dazu bräuchte der TV die Schützenhilfe anderer Vereine am letzten Spieltag.

Die besten Voraussetzungen aller drei Teckklubs für den Klassenerhalt besitzt die TG Kirchheim. Der Elf von Spielertrainer Israfil Kilic fehlt nur noch ein Pünktchen. Was auf dem Kunstrasenplatz der Sportfreunde aus Dettingen allerdings kein Selbstläufer werden wird. Zudem holte die TG Kirchheim auf fremdem Platz in dieser Saison bisher erst acht Punkte. Der letzte Auswärtssieg liegt mehr als sieben Monate zurück: Am 19. Oktober vergangenen Jahres gewann die TG mit 4:3 beim TSV Grötzingen.

Dennoch ist TG-Coach Kilic zuversichtlich, zumindest was die personelle Lage anbelangt: „Zum ersten Mal überhaupt steht mir der komplette Kader zur Verfügung.“ Auf einen Punktgewinn zu spielen, hält der Trainer für viel zu riskant. „Das geht auch gar nicht. Wir werden alles auf Sieg setzen.“

Ebenfalls nur noch einen Zähler für den Ligaverbleib braucht der TSV Altdorf beim SV Nabern. Dort stehen die Chancen für die Gäste durchaus nicht schlecht, denn die Gastgeber-Elf von Trainer Viktor Oster konnte in diesem Jahr noch kein einziges Heimspiel gewinnen. Vor der schwersten Aufgabe der abstiegsgefährdeten Teams steht der TSV Neckartenzlingen beim Vierten TSV Grafenberg. Selbst bei einem Sieg müsste der Aufsteiger auf Schützenhilfe hoffen.

Die restlichen beiden Begegnungen sind am letzten Spieltag ohne sportlichen Wert. Meister SGEH will die Saison mit einem Auswärtssieg beim FV 09 Nürtingen II beenden. Auch der TSV Jesingen, der sicher auf dem Relegationsplatz steht, will sich mit einem Heimsieg gegen den TSV Grötzingen von seinen treuen Fans verabschieden. Vorerst.

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