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Dritte Pleite: Ritter finden nicht ins Spiel

Basketball Aller schlechten Dinge sind drei: Zweitligist Kirchheim Knights patzt beim 66:80 in Chemnitz erneut. Doch der Einzug in die Play-off-Spiele ist perfekt.

Kirchheim hat den Ball (Brian Wenzel), doch Chemnitz macht das Spiel.Foto: Tanja Spindler
Kirchheim hat den Ball (Brian Wenzel), doch Chemnitz macht das Spiel.Foto: Tanja Spindler

Im Auswärtsspiel in Chemnitz war für die Kirchheim Knights nichts zu holen. Mit 80:66 (43:34) setzten sich die Gastgeber deutlich durch. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels war der Sieg der Niners in Gefahr.

Der Kirchheimer Motor ist ins Stocken geraten. Nach den beiden unerwarteten Heimniederlagen gegen Nürnberg und Essen gab es jetzt Niederlage Nummer drei beim direkten Verfolger Chemnitz. Da der direkte Vergleich an die Sachsen geht, rutscht das Knights-Team auf Platz vier.

Die Voraussetzungen waren nicht schlecht. Bis auf Preston Medlin kehrten alle Ritter zurück in den Kader. Schnell gingen die Hausherren jedoch mit 9:4 in Führung. Nach verschlafenem Start stabilisierten die Ritter ihr Spiel und erzielten gut herausgespielte Punkte. Dennoch bestimmten die Gastgeber von Anfang an das Tempo. Immer wieder fanden die Niners die richtigen Anspielstationen und verwandelten sicher. Folgerichtig lagen die Sachsen mit 19:12 bei der ersten Viertelpause in Führung. Die deutschen Spieler Malte Ziegenhagen (15) und Michael Fleischmann (mit 21 Punkten Topscorer der Partie) dominierten das Spiel und erzielten bereits im ersten Viertel 13 der 19 Chemnitzer Punkte.

Bei den Kirchheimern ruhten die Hoffnungen auf dem US-amerikanischen Trio Jonathon Williams, Seth Hinrichs und Carrington Love. Doch die Defensive der Sachsen war darauf gut eingestellt und erschwerte den Rittern ihr gewohntes Spiel.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die Niners klug und trafen häufig die richtige Entscheidung. Die Knights waren nun im Spiel angekommen, doch die Gastgeber hatten auf die Bemühungen der Teckstädter häufig die richtige Antwort parat. In die Kabinen ging es beim Stand von 43:34. Offensichtlich legten beide Trainer den Fokus in ihrer Halbzeitansprache auf die Defensive, denn in den folgenden zehn Spielminuten gelangen beiden Mannschaften zusammen nur 15 Punkte. Mit dem besseren Ausgang für die Chemnitzer, die neun der 15 Zähler verbuchten. Die Ritter bissen sich an der kompakten Chemnitzer Verteidigung regelmäßig die Zähne aus.

27 Assists der Hausherren, nur derer 12 bei der Mai-Truppe - diese Bilanz spricht eine deutliche Sprache. Erst nach fünf Minuten im dritten Viertel erzielte Hinrichs die ersten Zähler der Kirchheimer, doch der Rückstand war bereits auf 34:50 angewachsen. Chemnitz verwaltete nun klug das Spiel, ließ aber die Möglichkeit, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, aus.

Im Schlussviertel gab es ein paar Punkte mehr zu sehen als im korbarmen Drittel drei (9:6), doch auch dieser Abschnitt ging an die Gastgeber, die alle vier Viertel für sich verbuchten und das Spiel letztlich hoch verdient gewannen. „Gratulation an Chemnitz. Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden“, befand Knights-Trainer Michael Mai nach Spielende. Einziger Kirchheimer Lichtblick: Die Play-off-Rundenteilnahme ist jetzt rechnerisch sicher. Im Heimspiel nächsten Samstag empfangen die Knights die White Wings Hanau. Spielbeginn ist bereits um 19 Uhr - 30 Minuten früher als gewohnt.cs

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