Lokalsport

Duell der Geizkragen

Landesliga-Gipfel an der Lindach

Bereits am morgigen Freitag ab 19 Uhr kommt es in der Fußball-Landesliga zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer TSV Weilheim und dem Tabellenzweiten SV Ebersbach. Die Limburgstädter wollen die zurückeroberte Spitzenposition im Lindachstadion unbedingt verteidigen.

Ebersbacher Schreckgespenst - inzwischen im Trikot des VfL Kirchheim:  Kai Hörsting.Foto: Bächle
Ebersbacher Schreckgespenst - inzwischen im Trikot des VfL Kirchheim: Kai Hörsting.Foto: Bächle

Weilheim. Es könnte ein Spitzenspiel ohne Tore werden. Beide Mannschaften verfügen über eine gute Abwehrreihe. Die Ebersbacher haben in fünf Spielen erst einen Gegentreffer hinnehmen müssen. Weilheims Torhüter Philipp Uttikal musste zweimal hinter sich greifen. Ein Offensiv-Spektakel ist morgen also kaum zu erwarten. Das oberste Gebot der beiden Trainer bisher: Die Null muss stehen. Dies gelang dem SV Ebersbach in fünf Begegnungen schon vier Mal, und auch die Limburgstädter blieben bereits drei Mal ohne Gegentreffer.

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Die Weste der Filstäler wäre gar blütenweiß, hätte der Schiedsrichter in der vergangenen Partie gegen den SC Geislingen (0:1) korrekt auf Abseits entschieden. „Jeder hat es gesehen, sogar der Schiedsrichterbeobachter“, ärgerte sich der Ebersbacher Trainer Dingo Radojevic auch noch Tage danach über das umstrittene Gegentor in der Nachspielzeit. „Es war klar, dass irgendwann das erste Gegentor kommen wird, aber so ist es natürlich doppelt bitter“, meint Ebersbachs Abwehrspieler Michael Kutscher. Die letzten Spiele beider Teams gegeneinander versprechen allerdings viele Tore. In der letzten Saison konnte die Elf von Trainer Alexander Hübbe beide Spiele (5:3 und 4:0) gewinnen. Beide Male war Kai Hörsting, dem insgesamt fünf Tore gelangen, der Matchwinner, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Radojevic besonders darüber freute, dass Hörsting inzwischen das Trikot des VfL Kirchheim trägt.

Obwohl die Limburgstädter in den bisherigen fünf Begegnungen keine überragenden Leistungen zeigten, hat die Elf von Trainer Hübbe mit 13 Punkten fast das Optimum erreicht. „Wir sind mit unseren Leistungen noch nicht am Ziel“, sagt Hübbe. Vor allem das Zusammenspiel im Offensivbereich müsse besser werden. „Wir haben uns zwar in der letzten Partie gegenüber dem Spiel gegen den TSV Blaustein gesteigert, aber das geht noch besser“, weiß Hübbe. Mit dem Lokalrivalen kommt für den Weilheimer Übungsleiter die Überraschungsmannschaft der Liga ins Lindachstadion: „Den SV Ebersbach hatte als Aufstiegskandidat bestimmt keiner auf dem Zettel.“ Verzichten muss Hübbe morgen weiterhin auf Daniel Heisig, Emrah Polat und Felix Stolz. Für alle drei Spieler kommt ein Einsatz nach ihren Verletzungen am Freitagabend noch zu früh.

Der gute Saisonstart seiner Mannschaft überrascht den SVE-Coach wenig: „Wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet und sind in der Breite besser aufgestellt.“ Das Ziel für diese Saison war, die Abwehr zu stabilisieren, was Radojevic bisher gelungen ist. Auch unter der Limburg will der Ebersbacher Coach den Positivtrend fortsetzen. Auch wenn sich die Ebersbacher kein konkretes Saisonziel gesetzt haben. Nur so viel wollten die Verantwortlichen verraten: „Weniger Heimspiele als in der letzten Saison verlieren.“ Neun Mal hat der SV Ebersbach in der vergangenen Runde zu Hause verloren – so viel wie kein anderes Team.

Die beiden anderen Verfolger des TSV Weilheim stehen vor durchaus lösbaren Hausaufgaben. Der Tabellenvierte Calcio Leinfelden-Echterdingen spielt gegen den FV 09 Nürtingen, der Tabellendritte TSV Bad Boll empfängt den TV Echterdingen. Die Elf von Trainer Aleksandar Kalic hinkt den eigenen Erwartungen hinterher und konnte in den bisherigen fünf Spielen erst sechs Zähler holen, was derzeit Platz zehn bedeutet. Als einzige Mannschaft noch ohne dreifachen Punktgewinn steht der TSV Buch auf dem letzten Tabellenplatz. Im anstehenden Heimspiel gegen den Aufsteiger TSG Hofherrnweiler-Unterrombach stehen die Chancen nicht schlecht, die Negativserie zu beenden. Schließlich haben die Gäste in den letzten drei Spielen nur einen Zähler geholt.