Lokalsport

Dunkle Schatten im Val di Sole

Mountainbike Sechs Wochen nach seinem fünften Platz in Tschechien muss Manuel Fumic als 36. im Trentin einen schweren Rückschlag einstecken. Auch Pfäffle und Schwarzbauer enttäuschen. Von Erhard Goller

Nicht sein Tag: Manuel Fumic fuhr der Spitzengruppe vom Start weg hinterher.Foto: Armin Küstenbrück
Nicht sein Tag: Manuel Fumic fuhr der Spitzengruppe vom Start weg hinterher.Foto: Armin Küstenbrück

Beim vierten Mountainbike-Weltcup in Italien ist der Kirchheimer Manuel Fumic nach seinem fünften Platz in Tschechien hart auf dem Boden der Realität gelandet: Nur Platz 36 im Crosscountry-Rennen gestern, Platz 19 im Short Track am Freitag. Kein Lichtblick auch für die anderen Teckbiker im norditalienischen Val di Sole: Christian Pfäffle wurde 57., Luca Schwarzbauer landete in der U23 auf Platz 28.

Die größte Enttäuschung freilich hatte Manuel Fumic zu verdauen. Schon nach der 2,8 Kilometer langen Startrunde gestern war klar, dass dies nicht sein Tag werden würde. An Position 32 liegend gelang es ihm nicht, rasch Plätze gut zu machen. Im Gegenteil. Fumic wirkte steif auf dem Rad, fiel auf Position 46 zurück und fand erst in der zweiten Rennhälfte zaghaft den Weg nach vorn im Feld. Seine beste Durchgangszeit lieferte er in der Schlussrunde ab. Am Ende betrug der Rückstand auf Weltmeister und Seriensieger Nino Schurter 5:05 Minuten. Der Schweizer gewann mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Italiener Gerhard Kerschbaumer und 30 Sekunden vor dem Niederländer Mathieu van der Poel das Rennen.

„Ich habe heute keinen Druck aufs Pedal bekommen“, musste Fumic im Ziel frustriert feststellen, nachdem er sich gefasst hatte. „Ich habe mich heute einfach nur durchgekämpft.“ Die Enttäuschung nach dem Erfolgserlebnis zuletzt in Nove Mesto wog schwer: „Abhaken und nächste Woche weiter machen“, meinte der Kirchheimer. „Mehr gibt es nicht zu sagen.“

Schwarzer Tag auch für Pfäffle

Auch Christian Pfäffle erlebte im Val di Sole ein Rennen mit viel Schatten. Die Startposition erwies sich als das befürchtete Handicap. „Wenn man unbedingt eine schlechte Startphase hinlegen will, sollte man sich im Val di Sole beraten lassen“, zeigte sich der 24-Jährige aus Neuffen genervt. Nach der Startrunde lag er nur an 81. Stelle. „Es war ein endloses Chaos“, beschreibt er die Situation. Bis er sich daraus befreit hatte, war der Zug nach vorne bereits abgefahren. Seine anschließenden Rundenzeiten hätten für einen Platz unter den besten 40 gereicht. So wurde es nur der 57. Rang mit 8:08 Minuten Rückstand auf den Sieger.

Klubkamerad Luca Schwarzbauer hatte im U23-Rennen am Vormittag ebenfalls kein Glück. Bei ihm war es das Material. Schon in der Startrunde verdrehte sich bei ihm der Lenker. Der Versuch, die Steuereinheit gerade zu biegen, scheiterte. Ein Stopp in der technischen Zone kostete ihn mehr als zehn Positionen. Von Rang 41 fuhr er immerhin noch bis auf 28 nach vorne. Mit 4:02 Minuten Rückstand auf den Norweger Petter Fagerhaug (1:16:40) erreichte er das Ziel. Die Punkteränge, die bei Platz 25 beginnen, waren allerdings 39 Sekunden entfernt.

Der 19-jährige Weilheimer Pirmin Sigel war mit seinem zweiten Einsatz im U23-Weltcup halbwegs zufrieden. Mit einer Runde Rückstand landete er auf Rang 70. Von Startposition 104 aus konnte er immerhin 25 Positionen gut machen, obschon in der Startphase ein Fahrer vor ihm gestürzt war und Sigel dadurch ganz ans Ende des Feldes geworfen wurde. „Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt“, meinte er, „aber letztendlich war es okay.“

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