Lokalsport

Dunkle Wolken über den Pyrenäen

Mountainbike Manuel Fumic landet beim Weltcup in Andorra nach Kettenriss nur auf Platz 32. Christian Pfäffle wird 60.

Vallnord. Drittes Weltcup-Rennen, dritte Enttäuschung: Nach einem Kettenriss bereits in der ersten Runde musste sich Manuel Fumic in Vallnord bei Andorra mit Platz 32 begnügen. Auch Christian Pfäffle vom MTB Teck erlebte als 60. einen herben Tiefschlag. Bei Luca Schwarzbauer zeichnete sich nach Platz 35 im U23-Rennen eine Aufwärtstendenz ab. Manuel Fumic verließ nach dem Rennen wortlos den Zielraum und verkroch sich im Wohnmobil seines Teams. Schon während der sieben Vier-Kilometer-Runden war er fast emotionslos durch die Reihen gekurbelt. Der Startschuss fiel, Fumic trat zweimal kräftig in die Pedale, und dann flogen die Hoffnungen auf ein Top-Resultat mit einer gerissenen Kette dahin. Es waren nur wenige hundert Meter bis zur Technischen Zone, doch Fumic hatte jetzt 100 Fahrer vor sich. Für den Kirchheimer ein Déjà-vu: Bei den Olympischen Spielen in Rio war ihm nach zwei Kilometern das selbe Missgeschick passiert. Damals waren allerdings nur 50 Fahrer im Rennen.

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Zwölfter in der Gesamtwertung

„Es ist auf diesem Kurs und in dieser Höhe schwierig nach vorne zu fahren. Du musst dir immer genau überlegen, wo du investierst. So viele Möglichkeiten gibt es nicht“, meinte er im Ziel. Fumic schaffte es immerhin noch auf Platz 32, war damit immer noch bester Deutscher. 4:35 Minuten nachdem Nino Schurter (Schweiz, 1:23:28) zum dritten Mal in Serie die Ziellinie als Sieger überquert hatte. Der Schweizer scheint im Moment unschlagbar. Fumic büßte in der Weltcup-Gesamtwertung gestern zwei Plätze ein, rutschte vom zehnten auf den zwölften Platz.

Bittere Enttäuschung auch bei Christian Pfäffle, der einen 60. Platz (+8:11) zu verdauen hatte, nachdem er sich vier Wochen lang in der Höhe vorbereiten konnte. „Ich habe keine Ahnung, woran es lag“, meinte er ratlos. „Heute ging vom Start weg nichts.“ Pfäffle war über das gesamte Rennen zwischen den Positionen 57 und 61 gependelt.

Der Reuderner Luca Schwarzbauer notierte als 35. im U23-Rennen zwar keine Weltcup-Punkte, aber durchaus eine Aufwärtstendenz. „Das auf jeden Fall“, bestätigte der Fahrer vom MTB Teck, der im Ziel über heftige Rückenschmerzen klagte, nachdem er zum ersten Mal wieder ein Hardtail ohne Dämpfer benutzt hatte. „Es wäre heute sicher noch etwas weiter nach vorne gegangen ohne die Rückenprobleme“, meinte er nach dem Rennen. Am Ende wurden 5:44 Minuten Rückstand auf seinen alten Rivalen Simon Andreassen (Dänemark, 1:17:14) gemessen. Weiter geht es bereits kommenden Sonntag mit dem vierten Weltcup in Lenzerheide (Schweiz). Erhard Goller