Lokalsport

Edelmetall en masse für Esslinger Athleten

Leichtathletik: Zehn Medaillen für den Kreis bei württembergischen U16-Meisterschaften

Erfolge im Böblinger Stadtteil: Bei den württembergischen Leichtathletikmeisterschaften der U16 in Dagersheim gab es zehn Medaillen für den Kreis.

Im umgebauten Waldstadion in Dagersheim hat der Leichtathletinachwuchs aus Württemberg sein Können gezeigt. Athleten aus dem Kre
Im umgebauten Waldstadion in Dagersheim hat der Leichtathletinachwuchs aus Württemberg sein Können gezeigt. Athleten aus dem Kreis Esslingen waren im Böblinger Stadtteil ebenfalls erfolgreich. Foto: Christian Hummel

Böblingen. Was der 14- und 15-jährige Nachwuchs im neu umgebauten Dagersheimer Waldstadion bei idealen Bedingungen ablieferte, war allererste Sahne. Württembergische Jahresbestleistungen und deutsche Spitzenergebnisse gab es am Fließband quer durch alle vier Jahrgangsklassen. Herausragend war der Auftritt von Malik Jirasek (LG Steinlach), der über 800 Meter in 2.06,49 Minuten nicht nur württembergischen Rekord lief, sondern auch die Sprintstrecken 100 Meter (11,79 Sekunden) und 80 Meter Hürden (11,50) in deutschen Spitzenzeiten meisterte. Das gleiche gilt für die beiden Tagesschnellsten über 100 Meter der M/W15, Moritz Kneule (LV Pliezhausen) und Lilly Kaden (VfL Winterbach) mit herausragenden 11,32 beziehungsweise 12,23 Sekunden.

Für das Highlight aus Sicht des Leichtathletikkreises Esslingen sorgte Cora Reitbauer (LG Filder). Die 14-Jährige vom TSV Berkheim holte ganz überlegen und mit persönlicher Bestweite von 5,52 Metern den Weitsprungtitel vor Xenia Gohl (TUS Metzingen/5,18). Damit setzte sich Reitbauer an die Spitze der württembergischen Bestenliste. Auch im Fünfer-Sprunglauf war Reitbauer mit 16,71 Metern dominierende Athletin vor Nina Kuska (SV Mariazell/16,17) und gewann mit persönlicher Bestleistung ihren zweiten Meistertitel. Auch über 80 Meter Hürden lief sie als Vorlaufsiegerin in 12,58 Sekunden so schnell wie nie zuvor, konnte diese Zeit im Endlauf jedoch nicht wiederholen und wurde in 12,74 Sekunden hinter der Siegerin Leonie Maginot (LAZ Salamander Kornwestheim/12,21) Sechste.

In der gleichen Altersklasse lieferten sich über 800 Meter Alina Böttiger (LG Filder/Bonlanden), Alisia Freitag (TSG Esslingen) und Laura Wilhelm (VfL Waiblingen) in einem wahren Herzschlagfinale das schnellste ZweiRunden-Rennen der Saison. Nach diesem sah es zunächst gar nicht aus, denn die Waiblingerin führte nach 500 Metern bereits mit beruhigendem Vorsprung, während Freitag etwas abreißen ließ. Doch die Esslingerin mobilisierte auf den letzten 150 Metern nochmals alle Kräfte und holte Meter um Meter auf. Auch Böttiger schob sich immer näher an Wilhelm heran und Alisia Freitag attackierte wiederum Böttiger. Am Ende reichte es hauchdünn für Laura Wilhelm, die in 2.21,99 Minuten mit 56 Hundertstel Sekunden Alina Böttiger (2.22,50) auf Distanz halten konnte und die sich wiederum um drei Hundertstel vor Freitag (2.22,53) ins Ziel retten konnte.

Edelmetall gab es über 100 Meter der W14 für Lea Bauer (LG Leinfel­den-Echterdingen) mit 13,04 Sekunden (dritter Platz) hinter der überlegenen Rahel Lüders (SG Schorndorf/12,62). Die gleiche Platzierung gelang Emio Maier (LG Filder) bei der M14 im Kugelstoßen (11,54).

Im Diskuswerfen hätte Samira Köhlers persönliche Bestweite von 29,34 Metern zum Sieg gereicht. Mit 29,14 Metern (zweiter Platz) fehlten der Werferin von der LG Neckar-Erms-Aich schließlich 17 Zentimeter zum Titelgewinn, den Yeliz Kars (LAZ Salamander Kornwestheim) mit 29,31 Metern feierte.

Nach etlichen Anläufen hat es Anna Hamann (TG Nürtingen) zum richtigen Zeitpunkt geschafft, ihre 100-Meter-Bestzeit von 12,70 Sekunden aus dem vergangenen Jahr zu unterbieten. Was ihr als Vorlaufsiegerin in 12,74 Sekunden noch nicht ganz glückte, setzte die Nürtingerin dann im Finale der W15 um. Mit 12,65 Sekunden verfehlte Hamann dabei den Bronzerang nur um vier Hundertstel Sekunden.

Für Anna Schneider von der LG Teck waren ihre ersten württembergischen Titelkämpfe eine ausgesprochene Achterbahnfahrt. Nach drei ungültigen Versuchen im Speerwerfen ging es auch im Hammerwerfen mit Fehlversuchen weiter. Erst ihren letzten Versuch setzte die 14-jährige Weilheimerin in den Sektor und sicherte sich mit 19,82 Metern noch die Bronzemedaille.

Über 100 Meter lief die Jesingerin Emely Schäfer (LG Teck) in 13,43 Sekunden persönliche Bestzeit, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren.

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