Lokalsport

Eigene Nerven größter Feind

Dettinger Volleyballerinnen verlieren 1:3

Volleyball-Regionalligist TTV Dettingen muss sich langsam mit dem Abstieg in die Oberliga abfinden. Die Frauenmannschaft verlor das vorentscheidende Kellerduell beim Heidelberger TV mit 1:3. Größter Gegner im Spiel waren die eigenen Nerven – sowohl im zweiten als auch dritten Satz vergab die Hunger-Truppe einen Satzball.

Heidelberg. Vom Anpfiff weg war die Dettinger Mannschaft hellwach und spielbestimmend. Mit Übersicht und Konzentration verteilte Zuspielerin Carolin Sokele die Bälle an durchschlagskräftige TTV-Angreiferinnen. Allen voran Theresa Kober, die über die Diagonalposition ein hervorragendes Spiel machte. Die Gäste holten sich den ersten Satz ebenso souverän wie in der Höhe verdient (25:14).

Im zweiten Durchgang zeigten die Heidelbergerinnen eine Reaktion und stellten erfahrene Spielerinnen auf die Außenangreifer-Positionen. Die TTV-Sechs tat sich nun zunehmend schwerer, aus der Abwehr he­raus zu punkten, und lag punktemäßig lange gleichauf mit den Gastgeberinnen. Dann setzten sich die Dettingerinnen doch entscheidend ab: Beim 24:20 hatten sie den ersten Satzball. Doch die Unistädterinnen kämpften sich wieder zurück ins Spiel, dieweil der TTV nicht durchschlagskräftig genug spielte. Folge: Die cleveren Heidelbergerinnen siegten 26:24 – der 1:1-Satzausgleich. Roland Hunger reagierte und gönnte einigen Spielerinnen eine Pause. Mit Erfolg – der TTV fand schnell wieder zurück ins Spiel und setzte sich deutlich vom Gegner ab. Doch reichte es für den TTV wieder nicht – trotz erneuter 24:20-Führung ging der Satz 25:27 verloren.

Im letzten Durchgang spielte sich der Heidelberger TV förmlich in einen Rausch, und der TTV Dettingen kämpfte früh gegen den Rückstand von vier Punkten an. Mannschaftsführerin Clarissa Preuß brachte ihr Team mit einer Aufschlagserie beim 15:15 wieder zurück auf die Spur. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit langen Ballwechseln und wenig Atempausen folgte. Doch wie in den Sätzen zuvor, machte der TTV in den entscheidenden Phasen zu viele Aufschlagfehler – Heidelberg gewann 25:23 und stand als Matchwinner fest.

Mit dieser Niederlage fiel der TTV Dettingen auf den neunten (Abstiegs-)Platz zurück. Am kommenden Sonntag folgt für das Team das letzte Heimspiel – gegen den ungeschlagenen Meister DJK Schwäbisch Gmünd (ab 16.30 Uhr, Sporthalle). Die Chancen auf einen Punktgewinn sind eher minimal, aber einen Vorteil gibt es: Das Dettinger Team kann befreit aufspielen.kes

 

TTV Dettingen: Babinger, Beck, Frank, Herdtle, Heinrich, Kehle, Kober, Pinar, Preuß, Schmid, Schröder, Sokele

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