Lokalsport

„Ein 4:2 über Manchester City schafft nicht mal Barcelona“

Straßenumfrage zum Bundesliga-Start 2015/16: Der VfB Stuttgart irgendwo zwischen Mittelfeld und Euro-League-Platz

Neuer Trainer, neues Glück? Nichts bewegt Fußball-Fans im Ländle derzeit mehr als die Frage, ob der VfB Stuttgart mit Neu-Coach Alexander Zorniger (47) in der heute startenden Bundesliga-Saison 2015/16 zu einem neuen Höhenflug ansetzen kann – ein Höhenflug wie vor drei Jahren, als mit Tabellenplatz sechs der Sprung ins internationale Geschäft gelang.

Kirchheim. Übermorgen empfängt der VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz-Arena Angstgegner 1. FC Köln, gegen den es den letzten Bundesliga-Heimsieg im Jahr 1996 gab (4:0 unter Trainer Joachim Löw). Die Sonntags-Partie wird zum ersten Gradmesser, anhand dem man ablesen kann, ob der viel beachtete 4:2-Testspielsieg über Manchester City vor zwei Wochen Nachweis neuer Leistungsstärke oder nur eine Eintagsfliege war. Straßenumfrage in der Kirchheimer City zum Erstliga-Start: Was trauen Sie dem VfB in der neuen Spielzeit zu?

Franz Sentef, 66, aus Wendlingen: „Ich bin VfB-Fan seit den 1970er-Jahren und tippe, dass der VfB nach Platz 14 in der Vorsaison Tabellenzehnter wird. Das 4:2 über Manchester City sollte man nicht überbewerten, denn es war nur ein Freundschaftsspiel. Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass Zorniger frischen Wind in die Mannschaft bringen wird.“

Christa Maier, 77, aus Kirchheim: „Eigentlich will ich nur eines: dass der FC Bayern künftig etwas öfter verliert, damit die Bundesliga spannender wird. Dem VfB traue ich einen Platzierung zwischen 11 und 13 zu. Mehr schafft die Mannschaft nicht, auch wenn die Tendenz positiv ist.“

Oliver Fleiner, 49, aus Kirchheim: „Ich bin ein absoluter VfB-Fan und sehr optimistisch, schon deshalb, weil es nicht mehr schlimmer geht als in der Vorsaison mit dem knapp verhinderten Abstieg. Solch ein Zitterspiel wie in Paderborn möchte ich nicht noch einmal erleben. Zorniger ist ein resoluter Trainer. Wie er sich letztlich schlagen wird, bleibt abzuwarten. Unterm Strich tippe ich auf Platz zehn für den VfB.“

Lena-Marie Huber, 29, aus Kirchheim: „Hoffentlich geht Zorniger seinen Weg beim VfB – als VfB-Symapathisantin will ich nicht, dass er irgendwann das Handtuch werfen muss. Für mich ist der zwölfte Tabellenplatz realistisch.“

Michael Czöppan, 36, aus Kirchheim: „In den letzten Spielzeiten stimmten beim VfB einige Strukturen nicht – ich weiß nicht, ob sich das so schnell beheben lässt. Den 4:2-Erfolg über Manchester City sollte man nicht überbewerten, obwohl er mich als Dortmund-Fan doch sehr überraschte. Der VfB wird Platz 13 belegen.“

Samer Firas, 17, aus Kirchheim: „Der FC Bayern, meine Lieblingsmannschaft, wird Meister, der VfB wird wie in der Vorsaison Vierzehnter. Doch ich hoffe für die Stuttgarter, dass die neue Saison nicht mehr so schwierig wird wie die vergangene. Mit dem 4:2 über Manchester City hat die Mannschaft ein sehr gutes Ergebnis erreicht. So was schafft nicht einmal der FC Barcelona.“

Sezgin Baki, 31, aus Kirchheim: „Zorniger ist genau der richtige Trainer für den VfB, denn die jungen Spieler brauchen jemanden, der sie führt und leitet. Der 4:2-Sieg über Man City war nicht nur positiv – negative Auswirkungen hat er vor allem auf die Fans, die jetzt total euphorisch sind. Ich hoffe aber, der VfB schafft erstmals wieder einen Euro-League-Platz.“

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