Lokalsport

Ein Dreigestirn im Wechselmodus

Fußball-Landesliga Der TSV Weilheim darf morgen in der Aalener Vorstadt den Anschluss nicht verlieren.

Konzentriert bleiben: Nach dem späten Ausgleich gegen Ebersbach wollen es die Weilheimer morgen besser machen:Foto: Markus Bränd
Konzentriert bleiben: Nach dem späten Ausgleich gegen Ebersbach wollen es die Weilheimer morgen besser machen:Foto: Markus Brändli

Weilheim. Anders als in der Fußball-Bundesliga, wo Borussia Dortmund mit einem Fünf-Punkte-Polster an der Spitze thront, ist es in der Landesliga-Staffel 2 vorne ganz eng. Ein Dreigestirn, getrennt nur durch einen einzigen Zähler, sorgt vorne für Spannung - und wechselt sich in schöner Regelmäßigkeit ab.

Anzeige

Mittendrin im Kampf um den Platz an der Sonne: der TSV Weilheim. Am ersten, zweiten und siebten Spieltag schaute die Elf von der Limburg als Primus auf die Konkurrenz herab. Von der dritten bis zur fünften Runde grüßte Außenseiter TSVG Waldstetten vom Gipfel. Nach acht Spielen hat nun der ,von vielen Experten favorisierte 1. FC Heiningen, nach dem sechsten Durchgang zum zweiten Mal die Führung übernommen.

Möglicherweise geht das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel am Wochenende munter weiter. Heiningen hat beim 1:0 gegen Schlusslicht Germania Bargau alles andere als überzeugt und muss nun nach Weilimdorf. Cheftrainer Denis Egger fordert eine Leistungssteigerung von der Mannschaft, denn: „Mit so einem Auftritt wie gegen Bargau ist in Weilimdorf kein Blumentopf zu gewinnen“, ist er fest überzeugt. „Unterm Strich war‘s ein dreckiger Sieg.“ Profiteure eines Ausrutschers der Schwarz-Gelben könnten die Waldstettener sein, wenn sie erwartungsgemäß ihr Heimspiel gegen den FV 09 Nürtingen gewinnen.

Weitaus schwieriger erscheint die Aufgabe für den TSV Weilheim, die mit dem 2:2 zu Hause gegen Ebersbach verlorene Spitzenposition in der Aalener Weststadt, gleich wieder zurückzuerobern. Die junge, ehrgeizige Truppe der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (beides Stadtteile von Aalen) beeindruckte zuletzt beim 3:1 in Nürtingen. „Das war kämpferisch und spielerisch unsere beste Saisonleistung. Wir hätten leicht noch höher gewinnen können“, freute sich Trainer Benjamin Bilger. Sein Parade-Stürmer Niklas Groiß schoss sich nebenbei mit seinem sechsten Saisontreffer an die Spitze der Torschützen-Rangliste.

In Weilheim war nach dem 2:2 gegen Ebersbach, „das sich wie eine Niederlage anfühlte“ (Trainer Chris Eisenhardt), Manöverkritik angesagt. Stein des Anstoßes für den Coach: der Ausgleichstreffer kurz vor Schluss. „Der Ball wurde nicht geklärt. Da waren wir uns zu schade“, moniert er. Zum ersten Mal in dieser Saison hat der TSV nach einem Vorsprung nicht gewonnen. Damit das nicht noch mal passiert, verlangt Eisenhardt 90 Minuten lang Konzentration. „Sonst könnte aus dem Dreikampf leicht ein Fünfkampf werden.“ Wobei der Trainer neben Hofherrnweiler-Unterrombach den TSV Buch, der beim Tabellenletzten Germania Bargau gute Siegchancen hat, in seine Rechnung mit einbezieht.Klaus Schlütter

Tipp für Vielgucker

Für Weilheimer Fans, die vom Fußball nicht genug kriegen können, bietet sich morgen die Gelegenheit, den Besuch zweier Spiele miteinander zu verbinden. Um 14 Uhr steigt im Waldstadion die Drittliga-Partie VfR Aalen gegen TSV Zwickau. Nach zwei Dritteln der Spielzeit kann der Wechsel in den Sportpark am Sauerbach zur Landesliga-Partie erfolgen. Die beiden Spielstätten liegen nur einen kurzen Fußmarsch auseinander. Einer hat das schon so geplant: Helmut, der jüngere Bruder des TSVW-Funktionärs Günther Friess. ks