Lokalsport

„Ein ganz hartes Stück Arbeit“

VfL-B-Junioren sind zurück in der Fußball-Verbandsstaffel – 2:2 reicht

Riesenjubel: Ein 2:2 im Rückspiel gegen Feuerbach reichte den B-Junioren-Fußballern des VfL Kirchheim gestern zur Rückkehr in die Verbandsstaffel.

Kirchheim. Zuvor durchlebten die Kirchheimer allerdings ein Wechselbad der Gefühle: „Ich bin fix und fertig“, gestand Trainer Christopher Andrä nach dem 2:2 im zweiten Aufstiegsspiel zu Hause gegen die Spvgg Feuerbach. Der VfL nahm nach dem 3:2-Auswärtssieg nur ein dünnes Polster mit ins Rückspiel. Andrä wusste: Schon während der Saison hatte sich seine Mannschaft häufig selbst im Weg gestanden. Im Gefühl des sicheren Sieges schlich sich bei den kleinen Blauen gelegentlich der Schlendrian ein. Bestraft wurden die Nachlässigkeiten aber höchst selten. Und auch gestern kam der VfL noch einmal glimpflich davon.

Bereits nach acht Minuten schien der Aufstieg sicher zu sein. Erst hatte Robin Benkart nach zwei Minuten die Führung und wenig später Carmelo Trumino das 2:0 besorgt (8.). Ganz so einfach wollten es die Gäste aus Feuerbach den Hausherren aber nicht machen. Wie schon im Hinspiel war der Meister des Bezirks Stuttgart vor allem nach Standardsituationen erfolgreich. Tim Kienle verkürzte nach 18 Minuten auf 1:2. „Ein Tor aus dem Nichts“, ärgerte sich der VfL-Trainer. Noch aber hatte er keinen Grund zur Nervosität. Spielerisch gab sein Team den Ton an, trotzdem wurde es kurz vor der Halbzeit richtig spannend. Zwei unentschlossene Kirchheimer Verteidiger, ein zielstrebiger Feuerbacher Angreifer – das Ergebnis: Foulelfmeter. Den nutzte Spvgg-Torjäger Leon Cesarano zum 2:2-Ausgleich.

Ein weiterer Feuerbacher Treffer hätte den VfL nun richtig in die Bredouille gebracht. Doch in der zweiten Halbzeit kamen die Gäste zunächst zu keiner einzigen Torchance. Auf der anderen Seite spielten die Gastgeber ihre Konter nicht gut genug zu Ende, um mit dem dritten Treffer die Partie vorzeitig entscheiden zu können. Für den VfL bedeutete das: zittern bis zur letzten Sekunde. Dann vergab Feuerbach in der dritten Minute der Nachspielzeit seine einzige Möglichkeit, und Kirchheims Jubelfeier über die Rückkehr nach einjähriger Abwesenheit in die Verbandsstaffel konnte endlich steigen. Andrä fiel nach dem Schlusspiff ein Stein vom Herzen: „Wir hatten von Anfang an nur ein Ziel: den Wiederaufstieg. Doch das heute war ein ganz hartes Stück Arbeit.“uwe

VfL Kirchheim: Habram – Liebl (65. Pistureck), Doll, Hiller, Helvaci – Memic, Schembri – Kirec, Trumino, Benkart (15. Dodaj/80. Naujoks) – Müller (48. Waggershauser)

Spvgg Feuerbach: Hoffmann – Kovani, Kienle, Müller, Balci – Samlidif, Hess, Fernandez, Kocak – Cesareno, Schuler

Tore: 1:0 (2.) Benkart, 2:0 (8.) Trumino, 2:1 (18.) Kienle, 2:2 (36., Foulelfmeter) Cesareno

Schiedsrichter: Stoermer (Neuffen)

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