Lokalsport

Ein neues Sommermärchen?

Teckbotenpokal Noch 287 Tage. Dann verwandelt sich die 6 000-Einwohner-Gemeinde Dettingen vorübergehend zum Fußball-Mekka der Region. Die Vorbereitungen zum 55. Zeitungscup sind weit fortgeschritten. Von Thomas Pfeiffer

Hoch das Bein: Beim Teckbotenpokal-Turner in Dettingen 2010 gab es viele hart umkämpfte Spiele.Foto: Calagan
Hoch das Bein: Beim Teckbotenpokal-Turner in Dettingen 2010 gab es viele hart umkämpfte Spiele.Foto: Calagan

Neun Tage dauert das Teckbotenpokal-Turnier im kommenden Jahr – die Veranstaltung (22. bis 30. Juli) macht Überstunden. Dass der vife Ausrichter SF Dettingen den Startschuss auf Samstag vorverlegt, hat mit den guten Erfahrungen im Jahr 2010 zu tun: Damals präsentierte Cup-Ausrichter SFD der Öffentlichkeit erstmals dieses verlängerte Zeitfenster. Mit dem Erfolg, dass die sechs seinerzeitigen Samstagspiele nicht weniger als 925 Zuschauer anlockten und damit rund 160 im Schnitt. Zwei Tage später war die Zuschauer-Zwischenbilanz auf knapp 4 000 geschnellt – turnierhistorischer Rekord. Die Freude über den frühen Massenansturm an der Teckstraße war groß, doch nicht jeder im Verein jubelte mit Superlativen. „Unser Turnier wird angenommen“, kommentierte Wolfgang Mutzbauer, damaliger Organisationschef und heute Spielleiter des VfL Kirchheim, bemerkenswert sachlich. Als er Tage später von der Gesamtbesucherzahl erfuhr (11 700), reagierte er emotionaler.

Gut sechs Jahre nach dem Erfolgs-C(o)up stricken die Dettinger eifrig an einer Neuauflage der Erfolgsmasche. Neun Tage Teckbotenpokal sollen‘s noch mal sein, nicht mehr und nicht weniger, und schon deshalb, weil‘s das (Dettinger) Publikum goutiert. Allerdings gibt es noch einen Haken: Solange ungeklärt ist, ob die erhoffte Zahl von 24 teilnehmenden Mannschaften zustande kommt, ist die Neun-Tage-Variante bislang nur ein frommer Wunsch. „Sollten wir aus Urlaubs- oder anderen Gründen bis zur Meldefrist am 5. März 2017 nur ein 20er-Feld zusammenbekommen, wäre der zusätzliche Spieltag am Samstag aufgrund von sechs Gruppenspielen weniger hinfällig“, betont Thomas Beller. Der SFD-Spielleiter mit festem Platz im Teckbotenpokal-Komitee schätzt die Gefahr von weiterem Mannschafts-Abbau im Bezirk Neckar/Fils derzeit als einigermaßen groß ein. „In den kommenden Jahren wird es weniger zweite Vertretungen geben.“ Um schnellstmöglich Planungssicherheit zu bekommen, wird noch in diesem Jahr die Turnierausschreibung verschickt. An etwa 30 Vereine.

Voller Neugier erwarten die Dettinger die Rückmeldung des TSV Weilheim. Für den (anzunehmenden) Fall, dass der Landesligist und Abonnements-Favorit erneut seine Zusage gibt, wollen die SFD-Macher darauf hinarbeiten, dass das Teilnehmerfeld möglichst hochkarätig besetzt wird. „Für den TSV brauchen wir einen geeigneten Sparringspartner“, betont Beller, der genau weiß, was sein Verein nicht will: ein langweiliges Turnier mit zu großer Dominanz einer Mannschaft. Als Team mit Augenhöhe-Potenzial kommt für ihn vor allem sein Ex-Verein VfL Kirchheim („vielleicht als Landesliga-Aufsteiger“) in Betracht – oder die ein oder andere Mannschaftsgröße von außerhalb der Teckregion. Wobei auch hier (noch) der Wunsch Vater des Gedankens ist.

Wie das Teilnehmerfeld unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister und Ex-Fußballer Rainer Haußmann aussehen wird, steht fünf Monate vorm Ende der Mannschafts-Meldefrist naturgemäß in den Sternen. Weit fortgeschritten sind laut SFD-Abteilungsleiter Christian Renz hingegen die Sponsorengespräche. In den letzten Wochen und Monaten waren die Dettinger diesbezüglich sehr aktiv.

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