Lokalsport

„Ein Sieg vom Reißbrett“

Knights legen Glanzstart in Rhöndorf hin – Neuzugang Keith Rendleman überzeugt

Fulminanter Start in die Saison: Mit 85:59 haben Kirchheims Zweitliga-Basketballer Aufsteiger Rhöndorf auf fremdem Parkett deutlich in die Schranken verwiesen. Eine starke Defensive entpuppte sich als Schlüssel zum Erfolg. Neuzugang Keith Rendleman glänzte.

Abklatschen nach erfolgreicher Arbeit: Die ersten Punkte der Knights sind auf dem Konto.Foto: Bernd Joisten
Abklatschen nach erfolgreicher Arbeit: Die ersten Punkte der Knights sind auf dem Konto.Foto: Bernd Joisten

Bad Honnef. Es war ein Auftakt nach Maß für die neu formierte Mannschaft der Kirchheim Knights in der Pro A. Nach nervösem Beginn überrumpelten die Ritter den Gegner aus dem Rheinland mit einer giftigen und effektiven Ganzfeldpresse, erzwangen so aberwitzige 28 Ballverluste der Gastgeber. Starkes Umschaltspiel nach Ballgewinn brachte den Teckstädtern bereits in der ersten Hälfte viele einfache Punkte ein, die in einer deutlichen zweistelligen Führung resultierten. Auch im Halbfeld glänzten die Knights mit einer starken Verteidigung, hielten Rhöndorf so bei mickrigen 23 Prozent Dreierquote (5/22). Auf Kirchheimer Seite glänzte vor allem Spielgestalter Richard Williams mit 15 Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists, sowie Last-Minute-Neuzugang Keith Rendleman, der in nur 19 Minuten Spielzeit 17 Punkte und neun Rebounds beisteuerte.

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„Das war ein Sieg vom Reißbrett, die Mannschaft hat die Vorgaben des Trainerteams perfekt umgesetzt“, war Knights-Coach Michael Mai erleichtert angesichts des reibungslosen Auftakts. „Wir haben Rhöndorf nach unserem Stotter-Start mit einer Ganzfeld-Presse aus dem Konzept gebracht und sie nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Das war heute die Basis für unseren starken Auftritt.“ Die kompromisslose Verteidigung der Teckstädter gegen Top-Aufbauspieler Sterling Carter und den offensivstarken Antoine Davis bereitete Rhöndorf früh Kopfzerbrechen. Die starken zehn Punkte und zehn Rebounds von Dragons-Neuzugang William Ohuaregbe fielen gegen ausgeglichen agierende Knights kaum ins Gewicht.

In den nervösen Anfangsminuten hatte zunächst wenig auf einen klaren Sieg der Gäste aus dem Schwabenland hingedeutet. Vor allem offensiv gelang den Knights kaum etwas. Doch nach einem 4:9-Rückstand zündete Kirchheim den Turbo und legte binnen weniger Minuten einen 18:3-Lauf aufs Parkett hin. Tim Burnette, Johannes Joos und Rendleman steuerten in dieser Phase wichtige Treffer bei. Bis Mitte des zweiten Viertels blieb Rhöndorf mit einstelligem Rückstand in Schlagdistanz, ehe ein weiterer Zwischenspurt der Knights noch vor der Halbzeitpause klare Verhältnisse schuf.

Nach dem Seitenwechsel warf der Gastgeber zwar noch einmal alles in die Waagschale (36:43, 23. Spielminute), musste aber dem großen Kräfteverschleiß Tribut zollen. Michael Mai dagegen ließ viel rotieren, teilte so die Energie für die kraftraubende Pressverteidigung sinnvoll ein. Die ausgeglichene Leistung der Mannschaft ließ dem Trainer allerdings auch keine andere Wahl, als häufig zu wechseln.

Vor allem Kirchheims Neuzugang Keith Rendleman, der erst am Donnerstag als Ersatz für den verletzten Dennis Tinnon gekommen war, verdiente sich Bestnoten. „Das war eine tolle Vorstellung von Keith, der heute gezeigt hat, zu was er an guten Tagen in der Lage ist. Er hat uns mit vielen Rebounds, guter Präsenz unter dem Korb, aber auch drei Dreiern in Defensive und Offensive zusätzliche Varianz gegeben“, freute sich Michael Mai. „Darauf können wir aufbauen.“

Bereits am Freitag treffen die Knights im ersten Heimspiel in der Sporthalle Stadtmitte auf die Niners aus Chemnitz (20 Uhr). Den ersten Doppelspieltag in der Pro A macht keine 48 Stunden später der schwere Auswärtsauftritt beim Aufstiegskandidaten Science City Jena komplett. Tip-off ist am kommenden Sonntag, 4. Oktober, um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena.