Lokalsport

Ein Spiel, das wenig Mut macht

Handball-Bezirksliga Der TSV Weilheim verliert das Derby gegen Owen mit 25:35 und braucht nun dringend ein wirksames Konzept im Abstiegskampf.

Zum Haare raufen: Weilheims Trainer Timo Klein kann nicht fassen, was er da sieht.Foto: Markus Brändli
Zum Haare raufen: Weilheims Trainer Timo Klein kann nicht fassen, was er da sieht.Foto: Markus Brändli

Die Abstiegssorgen der Weilheimer Handballer in der Bezirksliga werden größer. Der TSV hat sein Heimspiel gegen den TSV Owen am Samstag deutlich mit 25:35 (14:18) verloren. Nur in den ersten zwanzig Spielminuten konnten die Weilheimer dem Lokalrivalen Paroli bieten. Mit zunehmender Spielzeit drückten jedoch die Klett-Brüder dem Spiel des Tabellenzweiten ihren Stempel auf und führten die Gäste zu einem ungefährdeten Auswärtssieg.

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Weilheim begann mutig und entwickelte mit Benjamin Banzhaf und Jan Stark über die linke Angriffseite Torgefahr. In der Abwehr allerdings agierten die Gastgeber weitaus weniger körperbetont als der Gegner. Es fehlte an der nötigen Aggressivität gegen das temporeiche Angriffsspiel der Owener. So sprang trotz einer durchaus überzeugenden Angriffsleistung wenig Zählbares für den TSV Weilheim heraus.

Bis zur 23. Minute boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Die beiden Lokalrivalen begegneten sich auf Augenhöhe. Danach jedoch gelangen dem TSV Weilheim bis zur Halbzeitpause nur noch zwei Tore, während Owen in der verbleibenden Zeit noch fünfmal traf.

Die Gelben aus Owen kamen konzentriert aus der Kabine und sorgten mit einem 3:0-Lauf in den ersten Minuten schnell für klare Verhältnisse. Der Widerstand der Weilheimer war damit schon so gut wie gebrochen. Der Gastgeber war von diesem Zeitpunkt an nicht viel mehr als ein Sparringspartner für den Tabellenzweiten, bei dem die Brüder Steffen und Bastian Klett mit viel Übersicht Regie führten.

Es fehlt die ordnende Hand

Im Gegensatz dazu ließen die Hausherren jeglichen Spielfluss vermissen. Die Weilheimer Mannschaft rieb sich in Einzelaktionen auf und nahm schlecht vorbereitete Würfe. Eine ordnende Hand wie es Spielertrainer Steffen Klett auf Seiten der Owener war, vermisste man. Kaum ein Aufbäumen bei den Roten, lediglich Torhüter Moritz Latzel bewahrte seine Mannschaft vor noch Schlimmeren. Erschreckend zudem: Von vier Siebenmetern verwandelten die Weilheimer nur einen einzigen. Die Gäste hingegen ließen nicht locker und gewannen am Ende auch in dieser Höhe verdient.

Auf das Weilheimer Trainergespann Timo Klein und Sebastian Sigel kommen schwere Zeiten zu. Die Mission Klassenerhalt geht am kommenden Samstag beim SV Vaihingen weiter. So ernüchternd das Ergebnis für den TSV Weilheim auch sein mag, Zeit zu hadern bleibt keine. Nach wie vor kann der Tabellenvorletzte den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Während Weilheim tief im Tabellenkeller steckt, hat der TSV Owen mit dem dritten Sieg in Folge seinen zweiten Tabellenplatz gefestigt und damit noch alle Chancen, die Aufstiegsrelegation zu erreichen.pa

Spielstenogramm

TSV Weilheim: Illi, Latzel; Driesnack, Roth, Höfert, Klein (6), Banzhaf (7), Seyferle (4), Klett (2), Späth, Sigel (2), Stark (3), Allgaier, Pfeffer (1).

TSV Owen: Carrle, F. Einselen; Bäuchle, Kerner, Raichle (5), C. Einselen (5), Bittner, S. Klett (6), B. Klett (12/6), Köbel (1), Fischer (6), Kirchner, Tischer.