Lokalsport

„Ein Team, das funktioniert“

Mehr als 200 Helfer hat der TSV Owen bei seinem dreitägigen Handballturnier um den SV-Cup im Einsatz. Warum es dem TSV gelingt, einem weit verbreiteten Trend in den Vereinen zu trotzen, erklärt Abteilungsleiter Dietmar Kerner.

Landauf landab beklagen sich Vereine, dass kaum mehr Mitglieder bereit sind, mit anzupacken. Warum ist das in Owen am Wochenende anders?

Kerner: Unser großes Plus ist, dass wir seit Jahren ein eingespieltes Team und einen festen Dienstplan haben. Jeder hat seinen Bereich, die Verantwortungsfelder sind klar aufgeteilt. Dadurch wird die Belastung für den Einzelnen geringer. Dazu kommt, dass unser Hauptsponsor, die SV-Versicherung uns nicht nur finanziell unterstützt, sondern alleine 30 Helfer abstellt. Das Entscheidende ist aber sicher: Bei uns bleiben alle über die Jahre bei der Stange. Wir haben zum Glück ein sehr verantwortungsbewusstes Team, das funktioniert.

Der SV-Cup zählt inzwischen zu den größten Turnieren im Land. Wohin soll die Reise gehen?

Kerner: Wir wollen in diesem Umfang weitermachen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Größe zwischen 140 und 160 Mannschaften an den beiden Haupt-Turniertagen noch gut zu bewältigen ist. Daran haben wir uns gehalten, was zur Folge hatte, dass wir etwa zehn Vereinen absagen mussten. Wir hatten vor einigen Jahren auch schon 200 Mannschaften. Irgendwann wird es dann schwierig, einen verlässlichen Zeitplan zu bieten.

Was ist das Geheimnis des Owener Erfolgs?

Kerner: Eben diese Verlässlichkeit. Trainer und Mannschaften schätzen so etwas. Zudem können wir aufgrund der Lage kurze Wege bieten. Die direkte Nähe von Zeltplatz und Spielfeld ist attraktiv. Das zeigen unsere 800 angemeldeten Übernachtungsgäste in diesem Jahr. Wichtig ist, denke ich, dass wir ein Turnier für den ganzen Verein anbieten. Wir haben seit Jahren viele Stammgäste, die mit fast allen Altersklassen vertreten sind. Aber auch unser Rahmenprogramm mit Livemusik und einem prominenten Gast in jedem Jahr, kann sich sehen lassen.

Wer sind die Treuesten?

Kerner: Die TS Mühlberg aus Karlsruhe war schon 18 Mal unser Gast. Die bringen im Schnitt 150 Übernachtungsgäste mit. Dieses Jahr leider nicht, weil der Termin nicht passte. Auch die SG Kuchen-Gingen, die schon zum zwölften Mal dabei ist, kommt mit Groß und Klein. Zu den Stammgästen zählen natürlich auch die Teckvereine, ist ja klar.

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