Lokalsport

Ein unverhoffter Spannungsbogen

Fußball-Kreisliga A: Nach VfL-Patzer liegen SFD in Lauerstellung

Nur noch vier Punkte Vorsprung: Wird es nach der überraschenden Heimniederlage des VfL Kirchheim doch noch mal spannend im Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisliga A? Derweil schöpfen die Kellerkinder TSV Holzmaden und TV Unterlenningen wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

Alles Kopfsache: Im Duell des VfL gegen Schlaitdorf wird auch die Psyche ein entscheidender Faktor sein. Foto: Genio Silviani
Alles Kopfsache: Im Duell des VfL gegen Schlaitdorf wird auch die Psyche ein entscheidender Faktor sein. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Klare Worte fand VfL-Spielertrainer Markus Schweizer nach dem 1:2 gegen Raidwangen. „Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe“, sagt er. Mit Kai Hörsting, Nick Köber und sich selbst brachte der Kirchheimer Übungsleiter gegen Raidwangen gleich drei Akteure auf den Platz, die nach langwierigen Verletzungen noch nicht hundertprozentig fit waren. „Ich war mir sicher, dass nichts schiefgehen könnte“, sagt Schweizer.

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Trotz des Patzers hat der VfL noch alle Titeltrümpfe in der Hand. „Wir haben das leichtere Restprogramm. Außerdem glaube ich nicht, dass die Dettinger alle Spiele gewinnen“, sagt Schweizer. So oder so ist im Spiel beim Tabellenneunten Germania Schlaitdorf Wiedergutmachung angesagt. Die Kicker des 1 800-Seelen-Nests stehen aktuell ohne Trainer da, nachdem Harry Wolter Anfang der Woche demissioniert hatte.

Vier Punkte hinter dem VfL liegen die SF Dettingen in Lauerstellung. „Der eine oder andere Spieler rechnet sich schon noch etwas aus“, weiß Sportchef Thomas Beller, der die Kirchheimer aufgrund der „abgezockteren Mannschaft“ am Saisonende trotzdem vor den SFD sieht.

Vor jeglichen Titelträumen steht zunächst einmal die Aufgabe beim abstiegsgefährdeten Lokalrivalen TV Unterlenningen. „Ich erwarte ein knüppelhartes Spiel“, sagt Beller. Zumal die Mannschaft von Ingo Schäfer durchaus noch Chancen hat, über die Relegation den drohenden Abstieg zu verhindern. Laut Staffelleiter Stefan Cserny kommt es in der Kreisliga A nur dann zu drei Direktabsteigern, wenn keine Mannschaft aus der Bezirksliga absteigt. Somit haben der TSV Holzmaden und der TV Unterlenningen noch gute Chancen, am Ende der Saison den viertletzten Tabellenplatz zu erreichen, der zur Relegation berechtigt.

Der größten Abstiegssorgen entledigen will sich der SV Nabern mit einem Auswärtssieg beim Tabellenletzten TG Kirchheim. „Das Spiel müssen wir unbedingt gewinnen“, sagt SVN-Trainer Viktor Oster. Bei einer Heimniederlage würde die TG sechs Spieltage vor Saisonschluss als erster Absteiger feststehen.

Beim TSV Holzmaden laufen die Verhandlungen mit Trainer Jürgen Fritsch. „Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen“, sagt Holzmadens Abteilungsleiter Marius Remmler vor dem Heimspiel gegen den TSV Altdorf. Nach drei Niederlagen in Folge sind die Gäste etwas außer Tritt geraten. Deshalb stehen die Chancen für die Holzmadener gar noch so schlecht, gegen den schwächelnden Gegner dreifach zu punkten.

Um den fünften Tabellenplatz zu verteidigen, zählt für den TV Neidlingen beim Tabellenelften TV Bempflingen nur ein Sieg. Der TSV Jesingen hat sich nach 14 Punkten aus den letzten sechs Spielen im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Sollte diese Serie auch beim TSV Grafenberg fortgesetzt werden, sind die Chancen, am Ende der Saison auf Rang drei zu stehen, durchaus noch gegeben.me