Lokalsport

Eine Altbekannte Beste im M-Springen

Köngenerin Dunkes siegt vor Mareike Sigel

Die Weilheimerin Mareike Sigel hat beim gestrigen M-Springen mit Siegerrunde, dem Spring-Höhepunkt des Turnieres, Platz zwei belegt. Der Sieg ging an Sabine Dunkes (RV Erlenhof Köngen).

Trotz teilweise widriger Witterung strömten die Besucher beim Weilheimer Reitturnier reichlich: Fast 3¿000 Besucher kamen an den
Trotz teilweise widriger Witterung strömten die Besucher beim Weilheimer Reitturnier reichlich: Fast 3¿000 Besucher kamen an den vier Tagen. Geboten wurde nicht nur Sport, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm.Fotos (4): Gerald Prießnitz

Weilheim. Was wäre das Weilheimer Reitturnier ohne Regen – just am Samstagabend kam er und blieb bis zum Ende am Sonntagnachmittag. Somit waren die Veranstalter durchaus froh über ihre Entscheidung, dieses Jahr keine S-Springen ausgeschrieben zu haben. Erstmals bildete, wie in früheren Zeiten, die Springprüfung Klasse M* mit Siegerrunde den Höhepunkt der Weilheimer Springprüfungen. Hier ließen sich 18 Springreiter(innen) nicht von den widrigen Witterungsbedingungen abschrecken – wacker kämpften sie um Plätze und Preise. Die glückliche Siegerin war eine Altbekannte: Sabine Dunkes vom Nachbarverein RV Erlenhof Köngen, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Weilheim gewann, setzte sich mit ihrem Pferd Chavary durch. Nach 0 Fehlern in der Zeit von 36,66 Sekunden nahm sie die goldene Schleife mit nach Hause. Aus Weilheimer Sicht viel erfreulicher war der zweite Platz von Mareike Sigel auf H.W.´s Sandokan FBW, ebenfalls nach einem Null-Fehler-Ritt (39,86). Der dritte Rang ging an Martin Kurz (RC Riedhöhe) auf Chacco mit vier Fehlern in 39,26 Sekunden.

Aufgrund des regionalen Charakters der Prüfungen waren in fast jeder Springprüfung auch Weilheimer Reiter und Reiterinnen vertreten. Daraus resultierten einige sehr schöne Platzierungen. Die erste Abteilung der Springprüfung Klasse L gewann Jochen Zeh auf Pia Potsdam, gefolgt von seiner Vereinskameradin Johanna Fischer auf Abano. Franziska Glück freute sich besonders über ihren ersten Platz in der Stilspringprüfung Klasse A* auf Lambsbrook, da dieser lange aufgrund eines Hornspaltes nicht hatte springen dürfen. Das Paar gewann mit der Wertnote von 7,6. Lokalmatadorin Madeleine Fischer, die letztes Jahr in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle startete, stellte bei ihrem Heimturnier einmal mehr ihre Nachwuchspferde vor. Mit Lasse erritt sie in der Springpferdeprüfung Klasse A** in der zweiten Abteilung den dritten Platz (7,5).

Zum neuen Weilheimer Konzept, wonach der Nachwuchs von den alten Turnier-Hasen etwas lernen soll, gehört auch das Teamspringen. Eine Mannschaft besteht immer aus einem E-, A- und einem L-Springreiter. Diese Prüfung fördert auch das gemeinsame Kämpfen. Dabei konnten die Weilheimer ihren Heimvorteil allerdings nicht nutzen.

Eine gelungene Unterhaltung bot am Samstagabend der Programmpunkt „Western meets Classics“ mit dem erfolgreichen Westernreiter Marc Tuscher und der M-Dressurreiterin Alexandra Frankenhauser. Unter starkem Beifall wurden am Ende die Pferde getauscht – was den Guckern viel Freude bereitete.

Eine nette Nebensache am Rande: Erwin Burkhardt spendet jedes Jahr einen Pokal für den „besten Weilheimer Reiter“ und die „beste Weilheimer Reiterin“. Dies sind in diesem Jahr Jochen Zeh und Mareike Sigel, die nun als Lebenspartner ihre Pokale auf den gemeinsamen Wohnzimmerschrank stellen können.tr

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