Lokalsport

Eine halbe Handbreit Wasser unterm Kiel

Die Verbandsliga-Wasserballer des VfL Kirchheim dürfen nach Überraschungscoup an ihre Minimalchance glauben

Obwohl drei Stammkräfte fehlten, haben die Verbandsliga-Wasserballer des VfL Kirchheim den Tabellenfünften TSG Backnang mit 12:6 bezwungen.

Fünffacher Torschütze für den VfL in Backnang: Maximilian Oelsner (rechts).Foto: Carsten Riedl
Fünffacher Torschütze für den VfL in Backnang: Maximilian Oelsner (rechts).Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Ein schwacher Hoffnungsfunke glimmt: Nach dem überraschenden und zudem deutlichen Erfolg beim Tabellenfünften in Backnang haben die Wasserballer des VfL eine minimale Chance, mit fremder Hilfe den Klassenerhalt in der Verbandsliga doch noch zu schaffen. Einziger Wermutstropfen nach dem 12:6-Erfolg war die Tatsache, dass die direkten Ligakonkurrenten am Wochenende ebenfalls punkteten. Damit beträgt der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz uneinholbare fünf Punkte bei nur noch zwei ausstehenden Partien. Den Tabellennachbarn aus Gemmingen könnten die Kirchheimer mit zwei Siegen zwar noch überholen, das Schicksal hängt jedoch vom Geschehen in den anderen Ligen ab. Je nachdem, wer aus der Oberliga absteigt oder von der Bezirksliga aufsteigt, könnte der vorletzte Platz noch zum Klassenerhalt reichen. Voraussetzung dafür wären allerdings zwei Heimsiege diese Woche gegen Weinheim und Reutlingen. Zwei Gegner, gegen die man in der Vorrunde jeweils deutlich verloren hat.

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Immerhin: Der Auftritt in Backnang macht Mut. Obwohl der VfL mit Stammkeeper Christoph Süß, Abwehrchef Aleksandar Suf und dem gesperrten Gunter Stecher gleich auf drei Stammkräfte verzichten musste, hatten die Teckstädter um Goalgetter Maximilian Oelsner die Begegnung von Anfang an gut im Griff. Dabei hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Den Kirchheimern fehlten mehrmals das nötige Glück und die Sicherheit beim Torabschluss.

Dabei leistete sich der VfL in der Abwehr diesmal kaum nennenswerte Fehler und ermöglichte dem Gegner nur wenig Torchancen. Nach dem ersten Viertel lagen die Kirchheimer zwar nur knapp mit 3:2 vorne, waren aber die klar spielbestimmende Mannschaft. Neben dem fünffachen Toptorschützen Oelsner erwischte Steffen Schweizer mit drei Treffern einen Glanztag. Nachdem beim Stand von 8:5 zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, erhöhte Oelsner Sekunden nach Wiederanpfiff auf 9:5. Damit war die Vorentscheidung gefallen und die Gäste gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand.gs

VfL Kirchheim: Härtl, Kreipl (2), Schweizer (3), Oelsner (5), U. Gonser (1), Rieke, M. Gonser, Pfannenstein, A. Gonser (1), Funke