Lokalsport

Eine kurze Phase des Aufatmens

Kreisliga A2 Der TSV Weilheim II verschafft sich durch den Sieg gegen Nabern etwas Luft im Abstiegskampf. Jetzt kommt aber der Tabellenführer. Von Klaus-Dieter Leib

Mit minimalen Vorteilen: Das erwartet enge Match gegen den SV Nabern konnte die zweite Mannschaft des TSV Weilheim für sich ents
Mit minimalen Vorteilen: Das erwartet enge Match gegen den SV Nabern konnte die zweite Mannschaft des TSV Weilheim für sich entscheiden.Foto: Carsten Riedl

Noch zehn Mannschaften müssen sich ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 machen. Mit dabei sind gleich vier Teckvereine. Zwei davon standen sich am Donnerstag gegenüber, und da gab es für den SV Nabern gegen den TSV Weilheim II eine bittere 0:1-Heimniederlage. „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und kein Tor erzielt“, ärgerte sich der Naberner Spielertrainer Marcel Geismann nach dem Spiel. Im zweiten Durchgang hatte seine Mannschaft zwar mehr Spielanteile, aber gefährliche Torabschlüsse blieben Mangelware. „Wir haben vor dem Tor zu kompliziert gespielt“, meinte Axel Maier, der sportliche Leiter. Bei nun acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz gibt es keine Zeit des Hinterhertrauerns - bereits am morgigen Sonntag muss jetzt ein Heimsieg gegen den TV Bempflingen her, um die minimale Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten.

Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich die zweite Weilheimer Mannschaft im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Zehn Minuten vor Schluss gelang Manuel Lisac der glückliche Siegtreffer. „Nach 75 Spielminuten wäre ich mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen“, meinte Weilheims Trainer Robert Walter, der seine Mannschaft glänzend eingestellt hatte: „Wir wollten kompakt stehen, und das ist uns gelungen“. Nun geht es am Sonntag um 13 Uhr gegen den Tabellenführer SF Dettingen. Mit der Einstellung wie gegen Nabern sieht der Weilheimer Coach seine Mannschaft in diesem Spiel nicht chancenlos.

Die SFD auf Bezirksligakurs

Seit neun Spielen sind die SF Dettingen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 12. November mit 0:1 beim TV Bempflingen. Mit vier Punkten Vorsprung und dem besseren Torverhältnis als die beiden Verfolger TSV Grafenberg (2. Platz) und AC Catania Kirchheim (3.) ist der Spitzenreiter auf bestem Wege, in die Bezirksliga zurückzukehren. Um dem großen Ziel näher zu kommen, zählt beim TSV Weilheim II nur ein Sieg. „Wir dürfen nicht, wie es in den letzten Jahren der Fall war, gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften Punkte liegen lassen“, fordert Dettingens Abteilungsleiter Christian Renz. Die Planungen für die nächste Saison laufen zweigleisig, weshalb der SFD-Abteilungsleiter bisher auch nur zwei sichere Neuzugänge vermelden kann: „Es laufen mit einigen Spielern Gespräche, die es aber abhängig davon machen, in welcher Liga wir in der nächsten Runde spielen werden.“

Beim TV Unterlenningen soll zu Hause der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt werden. Von den letzten sieben Spielen hat die Elf von Trainer Klaus Müller gleich fünfmal Heimrecht. Obwohl für den Unterlenninger Abteilungsleiter Marc Schmohl im kommenden Heimspiel der AC Catania Kirchheim haushoher Favorit ist, sieht sein Coach indessen gewisse Chancen: „Wir müssen versuchen, auch gegen diesen Gegner zu punkten.“ Mit 25 Punkten steht der TV Unterlenningen derzeit auf dem 13. Tabellenplatz. Verzichten muss der TVU-Trainer auf seinen Kapitän Julian Deuschle, der am Sonntag beruflich verhindert ist. Ob Klaus Müller in der nächsten Saison noch Trainer des TVU sein wird, lässt er offen: „Ich werde mich in den nächsten Wochen entscheiden.“ Sein Abteilungsleiter würde gerne mit Müller weiterarbeiten: „Wir sind von Klaus Müller total begeistert.“

Bei nur zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Grafenberg besitzt der AC Catania Kirchheim noch gute Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz - vorausgesetzt, man siegt auf dem Bühl. AC-Spielertrainer Michel Forzano ist allerdings skeptisch: „Die schlechten Platzverhältnisse kommen uns nicht entgegen.“ Trotz allem will Forzano keine Ausreden gelten lassen: „Auf solch einem Spielfeld sind dann andere Tugenden gefragt.“ Der Catania-Coach selbst kann wegen eines Auslandaufenthalts seine Mannschaft nicht unterstützen, ebenso wenig wie Alessio Palmieri, der privat verhindert ist.

Der TSV Jesingen hat es mit der Heimniederlage gegen den TSV Weilheim II verpasst, einen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. „Eine bittere Niederlage, denn wir waren die bessere Mannschaft“, sagt Jesingens Trainer Stefan Haußmann. Dass die Elf von den Lehenäckern immer noch im Abstiegskampf steckt, hat für den TSVJ-Coach einen einfachen Grund: „Wir mussten im Laufe der Saison immer wieder auf wichtige Leistungsträger verzichten.“ Auch am Sonntag beim TSV Oberboihingen fallen mit Viktor Airich und Joachim Kehl-Silcher zwei wichtige Spieler aus.

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