Lokalsport

Eine SG ist nur ein Notbehelf

WFV-Funktionär Frank Thumm

Frank Thumm, Abteilungsleiter des Recht-Ressorts beim Württembergischen Fußball-Verband (WFV), sieht Spielgemeinschaften nicht unkritisch.

Sind Spielgemeinschaften eher Fluch oder Segen aus WFV-Sicht?

Frank Thumm: Man muss das differenziert sehen. Wenn Spielgemeinschaften dazu dienen, um den Spielbetrieb in Vereinen aufrecht erhalten zu können, dann sind sie zu begrüßen. Sollten sie nur deshalb gegründet worden sein, um mit stärkeren Mannschaften mehr Erfolge einzufahren, ist das nicht in unserem Sinne und würde unter Umständen nicht genehmigt. Spielgemeinschaften sollten immer nur Notbehelfe sein.

Ein Kuriosum gibt es im Falle Ohmden/Holzmaden: Die neue Aktiven-Spielgemeinschaft nennt sich SGOH, die alte Jugend-Spielgemeinschaft nennt sich SGHO – die Ortsreihenfolgen in den Namen sind unterschiedlich festgelegt. Für Außenstehende ist das verwirrend.

THUMM: Der WFV verbietet Unterscheidungen nicht. Theoretisch könnte jede einzelne SG-Mannschaft anders heißen. Reine Fantasienamen, die eine geografische Zuordnung nicht ermöglichen, sind allerdings unzulässig.

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