Lokalsport
Eine Weilheimerin mit Nürtingen im Höhenrausch

Handball Die Weilheimerin Benitta Quattlender mischt mit der TG Nürtingen ganz oben in der Zweitliga-Tabelle mit. Von Reimund Elbe

Weilheim. Sie hat Höhen und Tiefen mit ihrem Klub in der Zweiten Handball-Bundesliga durchgemacht, seit einigen Monat erlebt sie eine ganz besondere Phase: Die Weilheimerin Benitta Quattlender (28) mischt mit der TG Nürtingen weit oben in der Tabelle mit. Das Team von Trainer Manel Cirac (seit Sommer im Amt) ging auf Tabellenplatz drei in die Weihnachtspause.

Dritter Platz in der Zweiten Bundesliga, direkter Tabellennachbar des Aufstiegsfavoriten Frisch Auf Göppingen. Selbst ein wenig überrascht davon?
Hätte das zum Beginn der Saison jemand gesagt, wäre das fast schon unglaubwürdig gewesen. Noch zwei Siege, dann hätten wir genauso viele Pluspunkte wie in der gesamten vergangenen Saison – das sagt schon einiges aus.

In der vergangenen Runde wäre die TG Nürtingen fast abgestiegen. Was ist denn das aktuelle Erfolgsrezept?
Wir haben eine stabile 6:0-Abwehr, mit der wir uns Sicherheit auf dem Platz holen. Die gute Spielvorbereitung, intensive Trainingseinheiten und ein Verteilen der Aufgaben auf mehrere Schultern im Team sind weitere Pluspunkte. 

Die Saisonvorbereitung lief für Sie persönlich nicht sonderlich optimal.
Richtig. Aufgrund eines Fersensporns habe ich einen guten Teil der Vorbereitung verpasst sowie den Saisonstart. Zwischenzeitlich fühle ich mich fit und bin mit meiner Leistung zufrieden.

Rund zehn Jahre beim selben Verein, das ist heutzutage fast schon eine Rarität. Was gibt denn den Ausschlag pro Nürtingen?
Die TG Nürtingen hat mir die Möglichkeit gegeben, Handball auf hohem Niveau zu spielen und trotzdem eine 40-stündige Arbeitswoche zu meistern. Das Familiäre gefällt mir in Nürtingen sehr. Mittlerweile wohne ich auch dort und fühle mich einfach wohl.

Was geht denn noch mit der TG Nürtingen nach diesem starken Saisonstart?
Wir wollen schnellstmöglich den Nichtabstieg sichern. Es gibt diesmal vier Direktabsteiger, der Fünftletzte muss in die Relegation. Die zweite Liga ist in diesem Jahr somit sehr eng. Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen. Uns erwarten mit Sicherheit noch spannende Spiele.

Von Weilheim über die Fildern nach Nürtingen

Benitta Quattlender hat im Alter von fünf Jahren beim TSV Weilheim mit dem Handballspielen begonnen. Mit 14 wechselte sie zum TV Nellingen, um dort unter anderem in der Jugend-Bundesliga zu spielen. Seit rund zehn Jahren trägt sie das Trikot der TG Nürtingen – nach einer Saison Dritte Liga durchgehend in der Zweiten Bundesliga. rei