Lokalsport

Einer spielt nicht mit

Spitzenreiter Heiningen macht Weilheims 2:1-Sieg wertlos

Der TSV Weilheim hat am letzten Spieltag in der Fußball-Landesliga mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg gegen den TV Echterdingen seine Hausaufgaben erfüllt. Mehr aber auch nicht. Tabellenführer FC Heiningen ist nach einem 3:0 gegen Köngen wie erwartet Meister. Die Weilheimer müssen sich mit der Aufstiegsrelegation zufrieden geben.

Play Video

Für Ferdi Er (rechts) und den TSV Weilheim war es ein Wochenende ohne rechnerischen Wert. Relegationsplatz zwei stand schon vor
Für Ferdi Er (rechts) und den TSV Weilheim war es ein Wochenende ohne rechnerischen Wert. Relegationsplatz zwei stand schon vor dem 2:1-Erfolg gegen Echterdingen fest.Foto: Genio Silviani

Weilheim. Eigentlich hatte keiner der Weilheimer Verantwortlichen mehr daran geglaubt, dass sich der Spitzenreiter 1. FC Heiningen am letzten Spieltag noch die Butter vom Brot würde nehmen lassen. Dass Weilheims Trainer Alexander Hübbe am Samstag schon den kommenden Relegationsgegner (FV Ravensburg II) unter die Lupe nahm, statt seine Mannschaft zu betreuen, unterstreicht dies. Für Hübbe war Co-Trainer Danell Stumpe gegen Echterdingen der Mann an der Seitenlinie, und dies erneut mit großem Erfolg. Schon vor einigen Wochen beim 7:1-Kantersieg in Köngen vertrat Stumpe den grippeerkrankten Weilheimer Chefcoach.

Obwohl die Partie alles andere als glücklich für die Limburgstädter begann, entwickelte sich eine vor allem in der ersten Halbzeit abwechslungsreiche Partie. Nach nicht einmal fünf Spielminuten mussten die Gastgeber bereits einem Rückstand hinterherlaufen. Über dieses Gegentor ärgerte sich der Weilheimer Co-Trainer nach dem Schlusspfiff noch maßlos: „Solch einen Stellungsfehler in der Innenverteidigung dürfen wir einfach nicht machen.“ Nach einem langen Ball in den Weilheimer Strafraum hatte es der Echterdinger Angreifer Meksud Colic leicht, das Leder nach einer Unsicherheit in der Weilheimer Hintermannschaft zum 0:1 (5.) über die Torlinie zu befördern.

Schon in der Anfangsphase war zu sehen, dass die Gäste nicht gewillt waren, die Punkte hier freiwillig abzuliefern. Die Elf von Alexandar Kalic wirkte vor allem im ersten Durchgang recht ballsicher und technisch sehr versiert, ohne sich jedoch noch weitere gute Einschussmöglichkeiten herauszuspielen. Die erste Weilheimer Torchance resultierte aus einem direkten Freistoß von Emrah Polat, den der Echterdinger Keeper Valentin Haug gerade noch um den Torpfosten lenken konnte (17.). In der Folgezeit hatten die Limburgstädter etwas mehr vom Spiel, allerdings auch nur wenige gute Torchancen. Zunächst kam Kai Hörsting nach guter Vorarbeit von Andre Kriks einen Schritt zu spät (25.), kurz darauf drosch Lennart Zaglauer den Ball aus elf Metern frei stehend übers Tor (33.). Eine Standardsituation brachte dann den erhofften Erfolg: Nach einem Eckball von Emrah Polat verlängerte Ferdi Er, und Kai Hörsting köpfte zum 1:1-Augleich ein (35.). Danach hatte Hörsting, der dieses Mal den Vorzug vor Fatih Özkahraman erhielt, gleich zweimal die große Möglichkeit, seine Farben in Führung zu schießen. Doch der Torjäger vergab beide Male. Kurz vor der Halbzeitpause aus nur vier Metern (43.), genauso wie zu Beginn der zweiten Hälfte, als Hörsting das Leder nur um Zentimeter am Echterdinger Tor vorbei zirkelte (56.).

Die Gäste hatten im zweiten Spielabschnitt nur noch eine nennenswerte Einschussmöglichkeit durch Nils Schaller, doch dieser scheiterte in aussichtsreicher Position an einem Weilheimer Abwehrbein (63.). Danach ließen die Kräfte der Echterdinger merklich nach, und die Weilheimer hatten dadurch deutlich mehr Ballbesitz. Der Kräfteverschleiß bei seiner Mannschaft hatte für den TVE-Coach einen Grund: „Wir mussten mit dem letzten Aufgebot antreten und hatten drei A-Junioren mit im Kader.“

In dieser Drangphase der Gastgeber hatte der eingewechselte Marco Parrotta gleich zweimal die Chance , den entscheidenden Treffer zu erzielen (63., 71.). Als eigentlich fast niemand mehr damit rechnete, gelang Hörsting in seinem letzten Punktspiel für den TSV Weilheim (er wechselt in der kommenden Saison zum VfL Kirchheim) nach einem Eckball von Emrah Polat der viel umjubelte Siegestreffer (90.). me

TSV Weilheim (rot) - TV Echterdingen (gelb),Kai Hörsting Mitte beim Dribbling gegen Dennis Zschorsch Rechts und Moritz Wille Lin
TSV Weilheim (rot) - TV Echterdingen (gelb),Kai Hörsting Mitte beim Dribbling gegen Dennis Zschorsch Rechts und Moritz Wille Links
Anzeige